Freitag, Juni 01, 2012

Van den Eynde and friends Tour 2012


Spricht man in Deutschland über Angelteams, so verbindet man damit nicht selten eine Gruppe von 5 bis 7 Anglern, die sich innerhalb eines Vereins oder in benachbarten Vereinen gefunden hat. Ein wenig anders liegt die Sache beim Team van den Eynde Germany – denn hier setzt sich das Team aktuell aus 6 Angler zusammen, die aus ganz unterschiedlichen Regionen der Republik stammen und vorwiegend bei Events im Ausland zu finden sind. Da sind es dann eben nicht die regelmässigen Treffen am Wochenende oder die Teilnahme an den DAV Veranstaltungen – sondern hier trifft man sich mal zu einem Match in Austria – mal in Belgien – mal in Dänemark und aufgrund des Teamschwerpunktes NRW, ganz oft in den Niederlanden… dazu ist von den Stippern über die Allrounder bis hin zu den Feederfreaks so ziemlich alles vertreten – passt es da zu einer Veranstaltung mal nicht mit dem Teambuildng, bedient man sich gerne aus einem erweiterten Kreis befreundeter Angler. Bei allem Matchgedanken sollte es in 2012 jedoch auch einmal familiärer zugehen und so kam der Gedanke eines Teamtreffens... All diese Leute terminlich unter einen Hut zu bringen ist zwar nicht ganz leicht, doch ein Teamtreffen sollte dennoch her – und so vereinbarten wir das lange Pfingstwochenende 2012 gemeinsam an einem Commercial See in Belgien zu verbringen – kein Weg war zu lang / kein Urlaubstag zu schade – und bereits am Samstag waren 11 Angler, 5 Frauen, 7 Kinder und ein Hund vor Ort – wie diese Bilanz bereits zeigt, stand nicht nur das Angeln im Fokus – sondern auch das „Gesellschaftliche“ wurde gepflegt ;-) – zusammengefasst sah das so aus, dass am Sonntag und Montag jeweils 2 mal 3 Stunden mit Pause gefischt wurde – zusätzlich wurde ein Kindersektor eingerichtet – im Rahmenprogarmm wurde gegrillt, gegrillt und nochmal gegrillt – getrun%&$§n – gesiegerehrt und geshopt…

Doch es dürfte im Sinne der meisten Leser sein, wenn ich mich fortan der Angelei widme…

Also los –

die ersten Angler trafen bereits am Freitag ein – denn das Angeln an einem solchen Commercial will erlernt sein – und für einige wars das erste mal, dass man sich mit solchen Bedingungen auseinander setzte. Die Ergebnisse am Freitag liessen bereits aufhorchen – denn neben den begehrten Karpfen –meist zwischen 2 und 7 Kg- wurden in grossen Stückzahlen Schleien bis zu 2 Kg und Karauschen bis zu 1 kg gefangen. Strahlende Gesichter aller Orten und dazu am Samstag die Gelegenheit den ein oder anderen Trick „mit den Augen zu stehlen“ – denn –wie bereits im Vorfeld bekannt- hatte ein Verein aus Luxemburg den Teilabschnitt, in dem auch wir am Sonntag und Montag angeln sollten, gepachtet… Ca. 10 Koppel fischten dort bei teils stürmischen Winden und kämpften mit der langen Stange gegen die Elemente… sicher keine Idealvoraussetzungen und so war es kaum verwunderlich, dass am Ende dort mit einem Gewicht von „nur“ 25 kg gewonnen wurde…

Unsere Truppe fischte in einem ruhigeren Teilabschnitt und fing besonders am Nachmittag gute Fische – dazu erlaubte das Reglement die Matchrute und ausgerechnet unser „Stipprutensuchti“ Dieter L. versuchte sich am Samstag mit beachtlichem Erfolg an diesem Gerät – Niki Gierse (Sohn des PSV open Austria Siegers 2010 - J. Gierse) musste Lehrgeld zahlen – als er nach 2 Karpfen in Serie gegen ein Eis wettete, dass er keinen weiteren Fisch in den nächsten 5 Minuten nachlegen würde… weit gefehlt Niki – und merke - „nie dem Löwen am Schwanz ziehen“ ;-) - auch für solche Spässe war also noch Zeit ;-)

Beim gemeinsamen abendlichen Grillen wurden die Ergebnisse des Tages diskutiert und die Chancen für den kommenden Tag ausgelotet… insgesamt war man sich einig, dass ein Ergebnis von 25 bis 30 kg für unsere Einzelkonkurrenz nötig sein würde… an den Rest kann ich mich nicht erinnern ;-)

Also dann – Sonntag 8 Uhr – es begann mit dem Losen – 1ter Durchgang nur Stippe max. 11,50 m – am Nachmittag durfte – wer wollte – auch die Matchrute nutzen… Mais – Pellets in allen Varianten – Maden – Würmer – Caster – Teig - gecrushte Boilies und weitere Carpköder waren am Start – die Köderplateaus einiger Angler nahmen Esstischformat an… dazu hatte der Wind sich gelegt und phasenweise war ein Angeln mit leichtesten Montagen möglich – da war recht schnell „Alarm in der Hütte“ – hier und da noch ein paar Karauschen vorweg – und dann liefen auf fielen Plätzen die Karpfen ein – doch wie so oft beim Carp on Pole Match ging es nicht um die meisten Bisse – sondern vielmehr darum, diese Fische auch „an Land“ zu bringen – und genau hier trennt sich nicht selten die Spreu vom Weizen und auch heute gab es lange Gesichter – hätte – könnte – müsste – wenn – spielte am Ende alles keine Rolle – Fakt ist, dass A. Achterath wieder mal sein Talent für den Grossfisch unter Beweis stellte! Runde 40 Kg reichten, um A. Wohlfahrt (30,3 kg) und R. Klamma (27,7 kg) auf Distanz zu halten – Lucky Loser wurde T. Schwerz 25,9 kg. Unsere Feedermann aus dem Norden, M. Kröger, zeigte mit 23.3 kg eine grandiose Leistung bei seinem ersten Match dieser Art… und B. Schütte, K. Potschernik, H. Profitlich, D. Liebert, D. Mager und M. Reber „trösteten“ sich mit Gewichten zwischen ca. 22 und 10 Kg… schliesslich braucht es auch Leute, über die man abends beim Grillen lästern kann ;-) auch im Kindersektor wurde tüchtig hingelangt – freie Rutenwahl war angesagt und der Method Feeder dominierte heute deutlich das Feld – Niki, die beiden Achterath Brüder und Aileen Kröger schafften unter der Leitung des Jugendwartes J. Gierse ein Gesamtgewicht von stolzen 42 kg – da war natürlich das nächste Eis fällig!


Erstaunlich übrigens, dass die Topgewichte mit unterschiedlichsten Montagen und Ködern gefangen wurden… die Carps waren wohl schlichtweg hungrig und nicht besonders wählerisch – auch bei den Montagen war kein eindeutiger Favorit auszumachen und so gab es am Abend viel Spielraum für Diskussionen um das richtige Setup für den Montag…

Bei einem Heimweg von bis zu 750 km gings am Montag zeitig los… und mit dazu verkürzter Aufbauzeit gleich ran an den Fisch… die Wassertiefe am See in Belgien fällt übrigens vom Einlauf zum Überlauf um nahezu 2 m deutlich ab.. ein Aspekt, der die Kopfplätze nicht immer unbedingt im Vorteil sein lässt… und dies sollte sich auch heute bestätigen, denn gleich von Beginn an, schienen die Fische vorwiegend im Mittelbereich der schnurgeraden Strecke versammelt… (geschätzt dürfte der Führende nach 3 Stunden hier bereits bei ca. 20 kg gelegen haben). Im 2ten Durchgang dann ein echter „Vollrun“ an der Stippe auf den Plätzen 6 bis 9… Fische von bis zu 7 kg verschwinden reihenweise in den gleich mehrfach ausgelegten Keschern und am Ende notiert beim Wiegen so mancher seinen neuen „personal best“ für diese Gewässer… am Vorabend noch Ziel der Lästerattacken (wer austeilt, der muss auch einstecken können) gabs heute „Saures“ vom „vdE Chef“ auf Platz 6 (nicht dem Löwen...)… nach mehrfachem Wiegen wurde eine Summe von 59 Kg errechnet – Th. Schwerz –Platz 7- folgt mit 45,5 kg und M. Kröger – Platz 8 verbesserte sich erneut und kam auf 38 Kg – A. Achterath - Platz Nr. 9 heute LL. auf Platz 4 mit 36,3 kg… die weiteren Gewichte - D. Mager – B. Schütte – A. Wohlfahrt – R. Klamma – K. Potschernik und H. Profitlich gaben sich mit 29 bis 10 kg zufrieden…



Für alle, die sich gerne ein „BILD“ von den Fängen und dem drumherum machen wollen, gibt es eine reiche online-Auswahl – den Link findet ihr unten!

Alles in allem ein mehr als gelungenes Wochenende, das nach Wiederholung schreit… also dann – auf ein Neues in 2013…

See U @ vdE & friends meeting 2013