#####international match fishing#####

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Friday, June 15, 2018

The sound of paste and pellet - Part 1


Seien wir Angler (ausnahmsweise) mal ehrlich… des Deutschen Angler liebstes Kind ist und bleibt „das Futter“. Über nichts anderes habe ich in den ca. 40 Jahren, die ich mich jetzt schon im Angelzirkus bewege, wohl öfter diskutiert oder philosophiert.

Und so kam es dann auch für mich lange Zeit ungläubig rüber, als insbesondere die Übersetzungen aus englischen Fachzeitschriften von gänzlich anderen Methoden der Futtertechnik berichteten. So ganz ohne Futter ans Wasser und nur die „seltsam harten Körner“ dabei – das konnte doch unmöglich die Bibliotheken meiner gesammelten futterwissenschaftlichen Experimente aus Jahrzehnten ersetzen – so zumindest dachte ich! 


Folglich begann ich zunächst sehr vorsichtig und skeptisch die „kleinen Steine“ unter mein Futter zu mischen oder fuhr somit zweigleisig. Anders handhaben dass insbesondere die Jungangler, die natürlich in der heutigen Zeit der Interkommunikation bestens vertraut sind mit Alles und Jedem, was sich auf dieser Welt in Sachen Angelsport und neue Methoden gerade verändert – und so staunte ich dann auch nicht schlecht, dass die Kinder und Bewunderer von gestern sehr schnell zu den mehr denn ernst zu nehmenden Gegnern von heute wurden. 



Wollte ich also nicht an Boden verlieren, musste ich mich von den in Stein gemeißelten Überzeugungen trennen und neue Wege beschreiten. Zu meiner großen Freude konnte ich auch hier auf meinen langjährigen Partner in Sachen Grundfutter „van den Eynde“ vertrauen – denn längst kommt aus der belgischen Futterschmiede auch eine tolle Range in Sachen Pellets, Paste, Miniboilies, Booster usw usw

Ergo „traute“ ich mich und begann insbesondere bei den wöchentlichen Abendangeln das Futter auf Null zu reduzieren und lustig Pellets zu schießen. Doch ganz so einfach ist es dann eben doch nicht… wieder mal galt vielmehr der alte Grundsatz – kaum macht mans richtig – schon geht’s. Aber wie macht man es denn nun richtig – genau darüber will ich Euch heute berichten.

Beginnen wir mit den harten Pellets, die entweder zum Füttern benutzt oder aber „am Gummiband“ gefischt werden. Verfügbar sind in den für uns Stipper gebräuchlichen Größen von 2, 4, 6 und 8 mm… größere Pellets kommen im Grunde eher beim Großkarpfenangeln zum Einsatz oder werden in Ausnahmesituationen (wie Beispielsweise starkem Seitenwind beim Pelletwagglern) benutzt. Als Variante zum harten Pellet in den vorgenannten Größen gibt es zudem den Expanderpellet, der über eine Vakuumpumpe in einen weichen, hakenfähigen Zustand versetzt wird.

Ihre Einsatzbereiche hier im Überblick:
  • 2 mm – der wohl meist gebrauchte Pellet beim Füttern auf große Weißfische – außerdem sehr gerne benutzt als Zutat im Methodfutter (ein echter Renner – unbedingt ausprobieren). Füttert ihr die Pellets über den Polecup, können sie vorher max. eine Minute unter Wasser gesetzt werden – das Wässern sollte entfallen, wenn das Katapult zum Einsatz kommt, denn die kleinen Pellets kleben nach dem Wässern und haben folglich nicht die besten Flugeigenschaften.

  • 4 mm – dieser Pellet ist der wohl meist gebrauchte Futterpellet, Er kommt für das Füttern an den Commercials ebenso oft zum Einsatz, wie am Pelletband als Hakenköder, wenn es auf Karpfen, große Brassen oder Karauschen geht. Im trockenen Zustand lässt er sich auch hervorragend und unter nahezu allen Bedingungen auf die 13 m Bahn schießen.

  • 6 mm – im Grunde besitzt dieser Pellet ähnliche Eigenschaften wie der 4 mm Pellet – sehr häufig werden 4er und 6er Pellets daher auch in Kombination eingesetzt – 4er füttern – 6er am Haken fischen. Als Futterpellet zielt der 6 mm Pellet eher auf Karpfen denn auf große Weißfische ab.

  • 8 mm Pellet – dieser pellet ist der Klassiker beim Füttern auf große Distanz – wie es beim Pelletwaggler oder auch beim Feedern mit der „Bomb“ (also einem einzelnen Blei) praktiziert wird. Selbst habe ich auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht, etwa 200 ml (ein Polecup) der 8 mm Pellets zum Start meiner Session auf einen separaten, ungestörten Futterplatz „abzulegen“. Hier eigenen sich besonders Schilfkanten oder überhängende Bäume. Lasst diesen Platz möglichst lange in Ruhe und probiert es dann nach frühestens einer Stunde dort mit Paste oder einem grossen Pellet… auf diese Weise fing ich 2017 bei einem Freundschaftsmatch in Österreich in Folge 3 Fische mit einem Gesamtgewicht von mehr denn 20 kg…


Hier nun ein paar Tips zur Futtertaktik  - denn auch hier kann Vieles falsch gemacht werden.

  • Ähnlich wie beim Grundfutter gilt auch beim Pelletangeln der Grundsatz höchstmöglicher Präzision – bedenkt, dass jeder Pellet im Wasser ein potentielle Futterquelle ist, zu der der Fisch gerne zurückkehrt… Ein Futterteppich von mehreren qm reduziert selbstredend die Wahrscheinlichkeit, dass der Fisch den Hakenköder nimmt.
  • Aus dem gleichem Grund sollte auch der Angelplatz in der Entfernung nicht „überschossen“ werden. Probiert dazu für Euch aus, mit welchem Katapult ihr am besten zurechtkommt… da das Geräusch der auf dem Wasser auftreffenden Pellets mindestens ebenso wichtig ist wie die Qualität des Pellets selbst, ist das Schießen mit dem Katapult ein essentieller Bestandteil dieser Angelmethode! In den meisten Fällen kommen die Fische aus Zuchtbetrieben und kennen dieses regelmäßige Geräusch von den Futterautomaten der Zuchtbecken.
  • Macht Euch bei gutem Beißverhalten den Aspekt des Futterneids zu nutze. Wählt den Pellet am Haken dazu eine Nummer grösser als den Futterpellet.
  • Überfüttert die Fische nicht – mit einem 800 Gramm Paket Pellets könnt ihr i.d.R. einen Angeltag gut bestreiten.
  • Die Zubereitung von Softpellets (Expander) braucht ein wenig Erfahrung – die allgemeinen Hinweise zur richtigen Dauer des Pumpens sind zumeist sehr individuell – es ist nötig, dass ihr den für die von Euch eingesetzte Pumpe richtigen Zeitpunkt herausfindet. Die Werte schwanken je nach eingesetzter Pumpe zwischen max. einer Minute bis hin zu fünf oder gar sechs Minuten… vieles hängt hier von der Vakuumkraft der Pumpe ab… Mein Tip: lieber etwas früher das Vakuum auslassen – denn ein zu lange gepumpter Pellet hält unmöglich am Haken und verursacht graue Haare – siehe Autor :-)
Zu guter letzt noch ein paar Toptips:
  • Extrem fängig sind die Pellets in Verbindung mit den flüssigen Boostern – einfach einen guten Schluck des Boosters über die Pellets geben - mein persönlicher Favorit ist hier aus der vdE Range der Booster „Corn“ - das klappt übrigens auch ganz ausgezeichnet mit den Softpellets - nach dem Pumpen einfach etwas Booster drüber und die noch leicht harten Pellets sind bis zum Wasser in Topform.
  • Was viele Angler nicht wissen ist, dass man auch aus den harten Futterpellets weiche Hakenpellets machen kann… wie das ganze funktioniert wird auch in deutscher Sprache auf der vdE Seite unter dem folgenden Link erklärt

Soviel für heute - Im nächsten Teil berichte ich direkt vom Wasser über die Kombination des Pelletfütterns und der neuen vdE Hookpaste als Hakenköder.

Sunday, June 03, 2018

vom Kind zum Quax


Hallo Leser,

schon einige Male war er hier als Co-Autor aktiv und berichtete von seinem steinigen Weg zum Olymp des Angelsports - und ehe Ihr es nun aus den Sportteilen der internationalen Morgenzeitungen, aus den Newstickern der Weltpresse oder sozialen Netzwerke erfahrt, will ich Euch besser gleich vorwarnen... JA, es ist passiert... Uns Quax hats getan... Kette, Lorenz, Andy, Ronny und all die Anderen - einfach alles versammelt --- aber --- Am Ende Kann Es Nur EINEN geben... und der hiess gestern mehr denn verdient sowie erstmalig bei einer "bedeutenden" Einzelveranstaltung  --- QUAX!!!

OK - das Los passte - Ronny hatte die richtigen Ruten dabei - aber nicht den richtigen Platz dafür - also - alles auf Pelletwaggler für den Quax - und - BINGO... während in anderen Bereichen des Weihers die Fische mal wieder Verstecken spielten oder ganz einfach nicht in den Kescher wollten, brachte Günter knappe 20 Kg zur Waage - und das war mehr denn das Doppelte vom Zweiten!

HUT AB - und wieder mal ein tolles Signal sowie ein Beleg dafür, dass all das Üben sich doch lohnt... weiter so bester Quax... die Chorknaben werden sich nun wohl allmählich von Schmähgesang zu Hymne umorientieren müssen - Alle fangen Fische nur der Quax fängt nix - jedenfalls war nun endgültig "gestern"...

 und irgendwie hatte ich es doch schon am frühen Morgen kommen sehen...

Monday, May 07, 2018

Wachwechsel oder trügerische Stille


... nachdem der Fokus in den letzten Wochen und Monaten doch eher auf der heimischen Szene lag, will ich heute mal wieder einen Blick zu unseren westlichen Nachbarn wagen... und was läge da näher, als das letzte (Topcompetitie) Wochenende zu beleuchten. Vielleicht nochmal (zur traurigen) Erinnerung... längst sind auch die Verhältnisse in den Niederlanden so, dass sich hinter der (dort allerdings im Gegensatz zur BRD extrem breiten) Spitze, kaum noch etwas tut. Sprich bei lokalen Angeln herrscht nicht selten Tristesse und mit 10 bis max. 30 Teilnehmern ist man dort schon gut bedient. Ausname sind sicherlich die Angeln an den Carp O Drome Gewässen, die gut organisiert und besucht sind. Alles was aber bei veranstaltungen an Kanälen oder Flüssen über 30 Teilnehmer geht, darf ansonsten schon als Erfolg gefeiert werden.

Und da ich einmal dabei bin, will ich auch gleich noch mit einem weiteren Irrtum aufräumen, der mir in meinen vielen Gesprächen insbesondee mit deutschen aber auch anderen Anglern, die sich für die NL Szene interessieren, immer wieder begegnet:

Die Serie "Team van het jaar" ist eine reine Privat- bzw. Vereinsveranstaltung und keineswegs wie (oft fälschlicherweise) behauptet, die holländische Mannschaftsmeisterschaft.

Um es deutlich zu sagen - im Angelsportverein "Team van het jaar", den man aus organisatorischen Gründen und auf private Initiative ins Leben rief um diese Serie rechtssicher zu veranstalten, angeln auch viele der NL Topteams!!! - insofern sitzt dort ohne jeden Zweifel schon wahre Klasse am Wasser - doch der zu gewinnende Titel ist bis auf die (nochmals) absolut berechtigte Würdigung, dennoch nicht gleichzusetzen mit dem nationalen Mannschaftstitel. Streng genommen könnte man von einem Mannschaft-Vereinsmeistertitel des vermutlich stärksten Holländischen Angelvereins sprechen :-)

ALLE nationalen NL Titel aber werden ausschliesslich durch den dortigen Verband "Sportvisserij Nederland" organisiert und über die Topcompetitie bzw. die "NK" (nationaaal kampioenschap - sprich Holländische Meisterschaft) entschieden - die Regel ist also erschreckend einfach - keine Topcompetitie oder NK - kein nationaler Titel - soviel zur Erläuterung oder Begriffsbestimmung.

Werfen wir nun einen Blick auf die Topcompetitie der letzten Jahre, so fällt insbesondere Eines auf... die Teams Maver-Zammataro, dutch lions - heute Team Limburg, das team van den Eynde NL und das team Sensas bestimmten die Szene des aktuell 19 Teams (je 5 Angler) starken Feldes. Geangelt wird übrigens mit internationalem Ansatz - so finden sich durchaus auch z.B. prominente Belgier wie Guido Nullens, Luc Vercammen oder der INTERPOLE 3te des Vorjahres Christoph Houbarth regelmässig in den Aufstellungen. Wirklich auffallend ist jedoch, dass seit diesem Jahr ein neues Team ganz oben mitmischt - dies ist das Team Efezet Trabuco Fishing Team. Franz v. Berkel und Wim Fuhler sind dort zwar sicher auch international bekannte Gesichter - doch interessant ist insbesondere, dass dort auch regelmässig die junge Garde zum Einsatz kommt - so glänzte beispielsweise am letzten Wochenende dort erneut Jeffrey Bakkernes, der erst im Vorjahr durch den Verband mit dem Titel "Sporttalent des Jahres" ausgezeichnet wurde. Zudem führt er nach 4 Wertungsdurchgängen auch noch die Gesamtwertung an... es ist schon faszinierend, was da in Holland heranwächst... denn Ramon Ansing, der auch gerade mal dem Juniorenalter entwachsen ist, mischt ebenfalls schon seit Jahren ganz oben in der TC mit...

Was aber heist das Ganze nun in Zahlen?

Nachdem das team Evezet bereits das erste Wochenende dominierte und auch den 3ten Durchgang mit einem Topergebnis von 1 - 1 - 1 - 2 - 12 klar für sich entscheiden konnte, gab es am Sonntag erstmals einen kleinen Dämpfer - wenn man Platz 3 von 19 Teams und gerade mal 7 Punkte Rückstand auf den Sieger (beide Sensas Teams) denn als Dämpfer titulieren will. In der Gesamtwertung führt man zwar auf dem Papier mit fast uneinholbar erscheinenden 44 Punkten vor den üblichen Verdächtigen.

1 Evezet Trabucco Fishing Team 89
2 Maver-Zammataro 133
3 Sensas Nederland 135
4 Team Limburg 141
5 Van den Eynde Nederland 146
6 Team Sensas 18 161
.....

Doch nun kommt das ABER - denn das letzte Wochenende der TC 2018 findet quasi wieder vor unserer Haustüre hier im Westen statt. Am letzten Septemberwochenende treffen sich die NL Cracks parallel zur INTERPOLE18 am Lateraalkanal - es wird also diesseits der Maas in der Provinz Limburg geangelt - Haus- und Hofgewässer von team Limburg und auch in der vdE Truppe finden sich ein paar echte Gewässerkenner. Wer also schon auf eine Teilnahme an der INTERPOLE am Julianakanal verzichten möchte ;-) , der hat hier die Möglichkeit, mal einen Blick auf das ganze Spektakel der TC zu werfen.

Blicken wir dann dazu noch ein paar Monate zurück, gab es auch in 2017 die letzten 2 Durchgänge der TC an diesem Gewässer.... und damals sah es an Tag 1 so aus

1 Maver - Zammataro 21
2 Van Den Eynde Nederland 27
....
9 Evezet Trabucco Fishing Team 51 

und Tag 2 ähnlich

1 Van Den Eynde Nederland 21
2 Maver - Zammataro 24
...
5 Evezet Trabucco Fishing Team 42

zu sicher sollten sich die Mannen der Efezet Truppe also noch nicht fühlen - denn beide bekannten Gewässer in Limburg (Juliana- und Lateraalkanal) sind echte Prüfsteine für jeden Angler... und eben ganz anders als die Kanäle in Nordholland. Dazu muss ich für die Angler aus dem Westen gar nicht erwähnen, dass sich die (IN ALLEN EHREN) "Altinternationalen" aus dem team Limburg nicht kampflos geschlagen geben werden... und sicher auch noch andere teams nach ganz oben schielen - so oder so wird es sicher ein spannender Streit, denn der Teamsieger der TC fährt zur Club WM - und auch auf die Plätze 2 und 3 warten Berufungen zu namhaften internationalen Veranstaltungen wie z.B. dem "Walterland" in Ungarn.

Also dann - schaun mer mal - zwar habe ich am letzten Septemberwochenende auch ein "kleines Hegefischen am Kanal" vor der Brust - aber sicher werde ich in den ersten Oktoberwochen die Zeit finden, auch noch auf das Finale der TC zurückzukommen.

Tuesday, May 01, 2018

der Rost muss runter



Hallo Sportfreunde,

wie Ihr vermutlich schon feststellen konntet, habe ich den festen Plan, dem beruflichen Alltag in 2018 wieder ein wenig öfter zu entfliehen und mich den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden... ergo wird endlich wieder mehr geangelt...

Nun - angeln mag man zwar grundsätzlich nicht verlernen - aber ich kann Euch aus eigener Erfahrung berichten, dass es nach fast 2 Jahren ohne grosse und ständige Wettkampfpraxis am Stillwasser ganz einfach nicht mehr so leicht von der Hand geht... da wo es früher bei Beissflaute sofort den Plan B gab, da brauchts doch heute einfach neh Weile, bis das Blei an der richtigen Stelle - das Vorfach die richtige Länge - oder der Haken die richtige Grösse hat - ganz zu schweigen von der Köderwahl, die beim "Karpfen"angeln (hier schliesse ich mal alles ein, was sich K1, Giebel, Karausche usw. nennt) mittlerweile, wie ihr alle wisst, einen Berg an Ködervarianten gibt, von denen längst nicht alle an jedem See funktionieren.. und gerade da brauchts dann Gewässerkenntnis.

Doch für eben diese Kenntnis brauchts dann neh Menge Veranstaltungen - denn alleine am Weiher mag zwar ganz nett sein - doch da geht halt auch oft Alles und Jedes - wie ich auch diese Woche wieder erkennen musste.

So also sah ich mit Freude dem heutigen Tag entgegen - ein lokaler Angelverein lud zum Koppel und was kann es für mich schöneres geben als ein Koppel mit meinem alten und dennoch ewig jungem Kollegen Achim Achterath. Die Stammleser werden sich erinnern - denn Achims Name fehlte in früheren Jahren in nahezu keinem Bericht in diesem Blog... und ich darf vorweg nehmen, dass wir durchaus noch einige weitere gemeinsame Angeltermine in 2018 auf der Agenda haben.

Nun aber zum Angeln - der geloste Platz schien nicht Fisch und nicht Fleisch - die Konkurenz dafür allerdings schon neh echte Hausnummer - "Fallobst" sucht man hier am Gewässer zumeist vergeblich!

Das Regelement gab vor - einer Rolle einer Stippe - und auch da sind die Fronten bei Achim und mir dann schnell geklärt... er ist ganz einfach von je her viel mehr der Rollenakrobat von uns Beiden während ich meine Stange ganz einfach liebe und nur im äussersten Notfall gegen die Rolle eintausche...

Los gings dann also um 9:00 Uhr mit 15 Koppeln... und relativ schnell kamen die ersten Bisse und auch die ersten Karauschen und Karpfen... auch bei uns lief es eigentlich ganz gut an - ich kämpfte ein wenig mit Fehlbissen - doch Achim war mit der Match relativ schnell im Fisch und hielt da  durchaus gut mit... dann endlich auch bei mir der erste Fisch - und ... kurz vorm Kescher arividerci... danach wieder langes Warten... und bis zur Pause so gut wie keine Regung mehr...

Nach der Pause im Grunde gleich wieder Bisse - aber auch da nicht wirklich gutes Beissverhalten - es war beinahe zum verzweifeln - egal ob leichte oder schwere Montage - die Bisse waren schlichtweg eine Katastrophe - blieb mal einer hängen, dann leider nicht bis zum Kescher :-( zum Ende hin dann doch noch mal ein wenig Leben am Seil - doch wie es dann halt mal so ist, war das dann eben zu spät... mit gut 20 Kilo sah es nach Zahlen zwar nicht schlecht aus - war es aber ... so wissen wir zwar beide, dass hier heute mehr drin gewesen wäre - doch hätte könnte müsste, wiegt bekanntlich nichts... die Besten brachten heute gute 40 Kilo zur Waage und da gilt es schlichtweg zu gratulieren - besonders freut uns das tolle Abschneiden der jüngsten Teilnehmer Niko Kremer und Richard Gralla...auch die lagen (übrigens gleich neben uns - auch das soll nicht veschwiegen werden) bei ca. 40 Kilo - einfach TOP gemacht Jungs - weiter so - und die beiden grauen Panther hoffen Euch alsbald mal wieder mehr Paroli auch an diesem Gewässer bieten zu können ;-)

Tuesday, April 24, 2018

65te Nationen WM

einen tollen Ausblick auf die 65te Nationen WM, die Anfang September in Portugal stattfindet, gibt es auf der fb Seite des Veranstalters ... ich stelle Euch hier mal den Link zur Verfügung... und ach seufz - warum haben wir in Deutschland nicht solche Möglichkeiten - neh schnurgerade Ruderstrecke... da muss man nicht erst das Video sehen um zu wissen welche Zielfische dort zu fangen sind - wobei ich fast wetten möchte, dass die Stipprute dort nicht das einzige Mittel der Wahl sein wird...

Zum starten den Link unten klicken // NICHT auf das Bild...


Hier bitte den Link klicken

Sunday, April 22, 2018

alles eine Frage der Taktik




Nachdem der Saisonbeginn nun hinter uns liegt und das Aprilwetter uns mit Rekordtemperaturen verwöhnt, sind auch die geschuppten Freunde längst in bester Beisslaune. Vorbei ist es also mit den Ausreden ;-), dass die Fische noch sehr konzentriert auf einem Punkt stehen und ganz einfach der falsche Platz beim Losen schuld war… los geht’s wieder mit den ewig alten Weisheiten – wer gewinnt hat Recht – oder mein persönlicher Liebling: wenns einfach wäre, könnts Jeder…
Und genau damit sind wir dann auch schon beim Problem:
Gutes bis sehr gutes Beissverhalten und doch sind es eben wieder die Kleinigkeiten, die letzten Endes über Erfolg oder Misserfolg entscheiden… denn nur all zu leicht täuscht ein solches Beissverhalten über die Erfordernis eines vorsichtigen Herangehens hinweg - insbesondere eine falsche Futterstrategie kann hier schnell den Hals kosten – Viel hilft viel kann hier ganz schnell zum "Horror" werden.. zwar sind die Fische auf dem Platz - interessieren sich aber so GAR NICHT für unseren Köder - reihenweise falsch gehakte Fische und in der Folge Aussteiger sind nicht selten die Folge...

So also hatte ich schon vor ca. 2 Wochen eine kleine persönliche Testphase eingeläutet, um mich für das gerade hinter uns liegende Wochenende und die stattfindende Veranstaltung zu präparieren.
Insbesondere in der letzten Woche ging es dann nahezu täglich ans Wasser und ich nutzte zusätzlich kleinere Abendveranstaltungen um mich mit dem Fressverhalten der Fische in 2018 vertraut zu machen, Futter, Pellets und unterschiedliche Köder zu testen und insbesondere den Futterrhythmus irgendwie so hinzukriegen, dass die Fische möglichst gleichmässig am Platz bleiben und neben dem angebotenen Futter eben auch, oder gar bevorzugt, meinen Köder nehmen.

Wieder mal stand am Ende die alte Weisheit, dass noch längst nicht alles in einer Veranstaltung klappt, was ohne jeden Nachbarn am Wasser einen Fisch nach dem Anderen bringt.


Erstaunlich ist bei dieser Angelei immer wieder, mit welchen doch eher geringen Mengen an Futter und Ködern sich dabei enorme Fanggewichte erzielen lassen – und wie gravierend sich ein falsch bemessener Futtereinsatz hier bemerkbar macht - die alte Weisheit vom "Weniger ist Mehr" trifft den Nagel auf den Kopf..
Zielfisch ist in der Regel dabei alles, was sich Karpfen und oder artverwandt nennt – hinzu gesellen sich bei uns häufig schwergewichtige Brassen – zu Umgehen gilt es gar die kleinen Rotaugen.

Ein Bewirtschaftungstrend der in meinen Augen so unaufhaltsam ist, wie es vor etwa 25 bis 30 Jahren der Trend zum feedern war. Nun gut, wir in Deutschland hinken der Zeit im angelsportlichen Sinne ja gerne mal um etwa 10 bis 20 Jahre hinterher – doch gerade hier im Westen sind wir ja „nah genug dran“ und müssen nur kurz über die Grenze um zu sehen, was wirklich los ist in der Welt des Angelsports…  und deshalb sage ich Euch, (auch wenn es der Ein oder Andere nicht gerne hören mag), dass es längst Tatsache ist, dass sich Angler jeden Alters (übrigens auch zahlreiche Feederangler) wieder an die gute alte Stippe erinnern und sich in Massen an den Weihern der Region versammeln.
Sollte es dafür noch eines Beweises brauchen… der HSV de springende beekforel gleich hinter der Deutsch – Holländischen Grenze in Wijlre, legte vor wenigen Jahren ein solches Karpfengewässer an – wöchentlich finden hier Angelveranstaltungen statt – und – aus einem Verein im Dornröschenschlaf, der bereits auszusterben drohte,  wurde wieder ein boomender Angelsportverein, der mittlerweile selbst einen Aufnahmestop verhängen musste um den Zulauf zu kontrollieren. Nicht wenige der Mitglieder kommen übrigens aus good old Gemany... Vergleichbare Gewässer hierzulande haben bereits ähnliche Luxusprobleme.
Doch kommen wir zurück zum Angeln selbst…
Wie ich schon sagte, besuchte ich zwei Abendveranstaltungen um die aktuelle Situation auszuloten. Beide Veranstaltungen über etwas mehr denn 2 Stunden wurden mit nahezu gigantischen Gewichten von 30 bzw. 20 kg gewonnen (Robert und Lukas)!

Da lag ich in beiden Fällen deutlich abseits von der Musik ( 5 bzw. 7 kg) – und doch sind es gerade solche Erfahrungen, die es dann zu analysieren gilt. Die Topgewichte wurden in beiden Fällen mit der Paste Methode erzielt – ich praktiziere diese Methode bereits seit vielen Jahren, mag sie aber im Grunde nicht, wenn es sich nicht um ein reines Karpfengewässer mit Fischen von min. 1,5 bis 2 kg handelt… doch siehe oben – wer gewinnt hat Recht ;-) und so galt es, diese Methode gegen den inneren Schweinehund und Überzeugung auf dem Zettel zu haben.
Was ich nun in der Regel nie tue, geschah dann diesmal also doch… ich begann eine Angelveranstaltung gleich mit dem Pastesystem und…… fiel damit auf die Nase.
Während die Nachbarn mit Naturköder sofort im Fisch waren, tat sich an der Paste so gut wie gar Nichts… nach ca. 15 bis 20  Minuten der erste Biss und eine Minikarausche hatte den „Knödel“ rundgelutscht … und ging beim Einholen auch glattweg noch verloren… der Nachbar zur Linken lachte mit 3 guten Fischen und einem nicht enden wollendem Run von Bissen bereits vergnügt im Kreis und auch dessen Nebenmann hatte kaum Zeit nach rechts und links zu schauen… also dann – probieren wirs mal auf dem eigens dezent angelegten 2ten Futterplatz – und kaum zu glauben – der Schwimmer stand noch nicht ganz, hing auch schon die erste Brasse am Haken… so ging das Ganze dann mit kurze Pausen, bis etwa eine Angelzeit von 2-dreiviertel Stunden verstrichen war… kleine bis mittlere Giebel von 100 bis 300 Gramm wechselten sich ab mit kleineren Karpfen und Brassen von 1 bis 1,5 kg  – einfach eine tolle Angelei am feinen Geschirr wie ich finde… genau deshalb mag ich neben dem Kanalangeln das Angeln an solchen Stillgewässern mit einem gut ausbalanciertem Besatz.
Wie ich eingangs bereits erwähnte, braucht es hier gar nicht mal wirkliche Massen von Futter…

Heute reichten für 24,8 kg und den Tagessieg folgende van den Eynde Futtermengen bzw. Zutaten:
Ca. ein viertel Liter sinking feed Pellets in 2 mm
Ca. 300 gramm Futtermischung Carp food source / Expanda protein
Als Hakenköder nutzte ich vorwiegend vdE Expander Pellets in 4,5 mm sowie ein Bündel Maden
Die neue van den Eynde Futterrange mit vielen tollen Produkten für diese Angelei und einer neuen Pastemischung, die sich von vielen anderen Produkten am Markt deutlich unterscheidet, werde ich Euch dann in einem der kommenden Berichte vorstellen.
Mein Tip zum Abschluss – raus ans Wasser und probieren - die Fische warten förmlich auf Euch!