Friday, April 14, 2017

Team vdE "Osterhasen"



...am Karfreitag nahmen die 3 aktuellen vdE Teammember gemeinsam an einem der traditionellen Osterangeln teil... leider war das Teilnehmerfeld sehr übersichtlich - was bei den bisher mageren Fängen an dem Gewässer kaum verwundern kann - zu verlockend sind die fischreichen Alternativen in unserer Region...

Doch wie das Angeln nun mal so ist, gibts auch bei wenig Fisch meist Sieger und Verlierer...

Schön zwar, dass dann am Ende des Tages die 3 in vdE blau gekleideten auf den Plätzen 1 bis 3 zu finden sind - mager allerdings, wenn dieses Ergebnis mit jeweils nur einem Bonusfisch und ein paar Sprotten erzielt wurde - ähnlich ging es übrigens auch noch 3 weiteren Kollegen... und dass deren Bonusbrasse oder Bonuskarausche dann ein paar 100 Gramm leichter war, fällt wohl heute unter die ca. 20 Procent Glück, die beim Angeln ganz einfach immer dazu gehören... da wollen wir uns gar nix vormachen...

Nicht unerwähnt bleiben soll dennoch, dass "uns Pasten Robert" auch heute wieder einen strammen 10 Pfund Karpfen ans Seil nahm und sicher ins Netz brachte... schon auffallend, wie oft ihm das gerade hier gelingt und das ist auch von Teamseite ein chapeau wert!

vdE Vadder Abraham musste hingegen schon alles aus dem Sack holen um dann doch noch den so wichtigen einen "Gelben" zu verhaften... mit gut 4 Pfund allerdings eher ein Enkel von Roberts heutiger "Kuh", der dank bekannter Kistenturnkür aber immerhin sicher ins Netz fand... last but not least unser "Quaxsel" - hier kam die 1,600 Gramm Rettungsbrasse dann doch noch kurz vor Schluss und selbst den Liebertschen last minute Fisch hat er sich schon abgeguckt... aber da braucht es bekanntlich Ruhe, Erfahrung; Cleverness und neh Portion Gelassenheit um Den dann auch unter dem "Gejohle" und "Gespött" der Nachbarn zu bändigen ;-)

Bah - Pfui - watt bin ich doch ne fiese Mensch ;-)

So long - Kette morgen nochmal in Voerendaal im Einsatz - toi toi toi - der Rest geht üben für kommende Veranstaltungen (mit hoffentlich mehr Fisch)

Thursday, April 13, 2017

Sunday, April 09, 2017

der Schlabbi

...nach einer gefühlten Ewigkeit zog es mich heute nochmal ans Casteel Eerenstein - Anangeln stand dort auf dem Programm... der dort ansässige EKH Goudwinde war vor etwa 30 Jahren meine erste Vereinsstation in Holland nachdem ich nach dem "Crash" in Deutschland zunächst einige Jahre in Belgien anglerisch unterwegs war und zumindest für den vispas blieb ich dem Verein bis heute erhalten.

Der Tag begann mit einer faustdcken Überraschung... denn an der Ampel kurz vor Eerenstein stand ein Wagen mit bayrischem Kennzeichen vor mir - durch die Heckscheibe war zweifelsfrei Angelmaterial zu sehen - oK dachte ich mir - ein Tageskartenangler, der nicht weis, dass heute Wettkampf ist... die Deutschen Angler hier kenne ich eigentlich alle ... aber der fuhr zielgerichtet zum Parkplatz, der von den Teilnehmern genutzt wird... und dann... steigt mir da der Ingo Schlebusch alias "Schlabbi" aus - ein uralter Bekannter aus Jugendzeiten mit dem ich mal eine unvergessliche Angelreise nach Dänemark unternahm ... aber ihn zuletzt auch sicher 10 bis 15 Jahre aus den Augen verloren hatte -  so klein ist also diese Welt ... und letztlich trifft man sich beim Angeln wieder :-)

doch nun wieder zum Angeln selbst 

Freitag und Samstag hatte ich die Zeit für 2 kurze Trainingssessions - und da im Grunde immer jemand vom Verein am Casteel vorbei kommt, wusse ich, dass zwar hier und da Fisch gefangen wird... aber unter der Woche auch schon Leute ganz ohne Fisch nach Hause gefahren sind... nundenn - ich darf sagen, dass ich vor allem am Freitag sehr gut fing - am Samstag habe ich mich dann bewusst für einen der bekanntermasse schlechtesten Plätze am Weiher entschieden... nach einer langen Anlaufphase gelang es aber zum Ende hin auch dort wieder den Fisch an den Platz zu lotsen und auch zu verhaften.

So ging ich heute mit gutem Gefühl in die Veranstaltung - und ohne lange um den heissen Brei zu reden - das änderte sich auch nicht nach dem Losen. Chris Aretz, der sich hier seit gefühlten 100 Jahren auf allen nur denkbaren Positionen engagiert "befahl" mir aus den verbleibenden ca. 10 bis 15 Nummern die 1 zu ziehen --- also tat ich das auch ;-)

Die Nummern 1 bis 3 - das für die, die hier nicht regelmässig lesen oder das Casteel nicht kennen, sind im Grunde ein nahezu abgetrennter Gewässerteil, der über einen stets enger werdenden Schlauch mit dem Rest des Gewässers verbunden ist - Nachteil der Angelegenheit ... das Wasser ist hier noch stolze 40 bis max 45 cm tief - wenn überhaupt!!!

Bei dem warmen Frühlingswetter versprach ich mir dennoch viel von diesem Los... der sogenannte kleine Pool ist stets heiss begehrt beim Losen... eine Hoffnung, die jedoch nach dem Startschuss schnell gedämpft wurde....

Wir sassen hier auch heute wieder mit 3 Anglern... darunter der Ingo alias "Schlabbi" auf 3 - Wiel Peeters auf 2, der hier stets "the man to beat" ist... und meine Wenigkeit auf 1.. es dauerte so gut eine Stunde bis beim Schlabbi zum ersten Mal Gummi kam... ein kleiner Karpfen, dem gleich ein zweiter folgte... bei Wiel und mir - still ruht der See... ums kurz zu machen... es brauchte mal wieder die letzten 5 Minuten bis sich ein rettender Karpfen zu meinen 3 kleinen Alanden gesellte und die Waage doch noch zu müden 2.200 Gramm animierte... gewichtsmässig war das heute die 6 - im 10er Sektor wurde mehr gefangen auf 3, 4 und 5. Aufgrund der Sektorenwertung wurds dann insgesamt ein 10ter Platz... Wiel auf 2 heute gar komplett ohne Fisch! und wer hat gewonnen - ihr könnts Euch sicher schon denken... richtig der Bayer aus Aldenhoven... 5.720 Gramm...

Schlabbi gefeliciteerd

alle Ergebnisse in Kürze HIER

Sunday, April 02, 2017

mühsam aber erfolgreich


Hallo Leser,

die Vorzeichen für das heutige Angeln waren klar - der Weiher reagiert extrem empfindlich bei grösseren Ansammlungen an Anglern... was unter der Woche mit 2 bis 3 Mann an dem verhältnismässig kleinen Gewässer so locker lässig von der Hand geht, wird am Wochenende bei Vereinsveranstaltungen oder vergleichbaren Events gerne und schnell zur Doktorarbeit.

Die Plätze vor einer kleinen Insel inmitten des Weihers sind da zumeist noch echte Bonusplätze - auch wenn die Insel gute 25 m entfernt von den beangelbaren Ufern liegt und mit Kopfrutenentferung somit unereichbar ist... Matchrute ist gerade auf diesen Plätzen also immer eine dankbare Option...

Nun denn - Günter Mobers aus unserem vdE Team hat dankenswerter Weise die Organisation der Angeln (Posten des Sportwarts ist vakant) aushilfsweise übernommen. Beim Auslegen der Plätze wurden die bekanntermassen unterirdischen Nummern gleich rausgelassen - was mit nur 11 Anglern am Wasser auch leicht möglich war - und dennoch wurde es wieder das befürchtete Warten auf den einen Bonusfisch... gleich zu Beginn hier und da ein paar kleine und mittlere Rotaugen - doch damit sind die Brassen, Karpfen und Karauschen, die sich hier nachweislich in Gardemass rumtreiben nicht zu kompensieren... dennoch schön, wenn die Antenne des Schwimmers überhaupt mal nass wird...

Nach etwa 1,5 Stunden dann die ersten Bonusfische - und wie nicht anders zu erwarten, kommen die von den Inselplätzen - so schnell wie der Zauber begann, ist er aber dann auch schon wieder vorbei...

So gerade noch vor dem Inselkopf bekomme auch ich noch was vom Kuchen ab...

die ersten zwei Bisse auf einen 6 mm vdE Premium Expander pellet kann ich Beide versilbern... eine gute Karausche und ein ebenso guter Giebel werden sicher gelandet... ein weiterer Biss auf den gleichen Köder wird verpennt, weil das Gespräch mit dem netten Nachbarn gerade so interessant ist :-( also wieder die Sinne schärfen... und dann tatsächlich noch einer, den ich aber in die Luft haue... in der letzten Stunde dann wieder wie tot... leider kein weiterer Fisch... am Ende reicht es mit gut 3 kg heute zwar zur Eins aber glücklich und zufrieden macht so ein Morgen nicht wirklich :-(

Seis drum - es geht weiter... mal sehen was der Job unter der Woche an Zeit hergibt... fürs Wochenende steht ein Anangeln in Holland auf dem Programm... erfahrungsgemaess auch ein Wasser, an dem das Los eine entscheidende Rolle spielt... ein paar Leute aus der Karpfengang fahren zum Carp O Drome in Erezee - das waere natuerlich auch mal wieder neh Reise wert...

Wie es gelaufen ist, werdet ihr dann wie immer hier erfahren... bis dahin

tight lines

und ürigens - "Uns Moby" alias Werner Hofmann vom Maver Zammataro Team aus Austria hat gestern bei der 1ten Feeder Club WM in Spanien die Gesamteins gemacht!!! Ich warte schon seit ner Weile auf die Ergebnisse von heute - hoffe er konnte den Platz in etwa halten - Team Austria übrigens auch in den TOP 10 (Platz 8) und gut dabei - wenngleich vemutlich schon etwas zu weit weg von den TOP 3 (Holland vor Russland und Ukraine) ... die für Deutschland startende Angel Union Bremen sowie FTM Tubertini leider nach Tag 1 schon überdeutlich abgeschlagen.

Endergebnis:

leider kein Moby-Weltmeister :-(

FTM auf 16 - MAVER Zammataro Austria auf 17 und AU Bremen auf 26... ganz vorne Niederlande vor England und Ukraine

Sunday, March 26, 2017

mühsam



...ernährt sich das Eichhörnchen

Das übliche Bild heute morgen am See.

Die Morgensonne scheint den Teilnehmern auf der einen Seite ins Gesicht - die sich genüsslich darin wärmen - während die gegenüberliegende Seite bei Ostwind bibbert und friert :-(

Ich gehörte zu denen die froren...

Selber schuld - hätte ja anders losen können... aber Ausreden gelten hier bekanntlich nicht...

im Grunde wurde es genau der Weiher, den ich für heute auch ohne Los gewählt hätte... warum es der (Eck) Platz wurde - nun - siehe oben - waren ja noch genug andere Nummern im Beutel...

Für "den Kopf" ist es dennoch "blöd", wenn man unter der Woche mehrfach miterlebt hat, dass der Fisch hier aktuell aus der Mitte kommt... und die Ecke deutlich abfällt - will aber nichts heissen - ein guter Angler fängt bekanntlich überall seinen Fisch (was für eine Weisheit) andereseits - der erste Karpfen lag nach ca. 20 Minuten ausgerechnet in meinem Kescher... da schien die Welt noch in Ordnung...

Danach aber - TOTENTANZ - und das gleich für knapp 3,5 Stunden - unfassbar - wenig schön - und sicher nicht das Ziel eines Angelsonntags... egal wie dünn - egal wie klein - egal welcher Köder - der Schwimmer ging ganz einfach nicht mehr unter... erst kurz vor Schluss hab ich noch irgendwo im Backup meiner Kopffestplatte eine Idee ausgekramt, die dann wieder Fisch bringen sollte - 2 weitere Karpfen waren ruck zuck eingesackt - der Dritte verabschiedet sich auf dem Platz - und das wars dann wieder... am Ende runde 5 kg

Genau vis a vis machte es mein besonderer "Spezl", der Tukki, nen ganzen Schlag besser - er verlor zwar fast ebensoviele Fische wie er fing - dennoch warens hier am Ende 14 kilo + X... ich denke, die waren auch auf meinm Platz drin - vorausgesetzt man macht alles richtig...

Meine Prognose, dass die Mittelplätze heute nicht die Schlechtesten sein sollten, bestätigte sich dennoch.

Jochen Drescher, Frank Hämmelmann und Markus Brehm machten da einen guten Job... und wenn am Ende eines sochen Angelns die drei Topangler allesamt zwischen 19,3 und 19,9 kg durchs Ziel laufen, dann wars doch ganz sicher ein sehr guter Angeltag, der Geschmack auf mehr macht.

Wieder mal gilt es festzustellen, dass Training und Competitie doch zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe sind... der Rost, der sich auf meinen Ruten und Montagen (sicher auch auf meinem handling) in der beinahe angelfreien Zeit der letzten 2 Jahre angesammelt hat, beginnt zwar zu bröckeln aber eines wurde heute überdeutlich - es ist noch ein langer Weg bis zu der Routine, mit der ich vor Jahren den Kollegen Paroli bieten konnte... freut mich zu sehen, dass auch für mich gilt - wer rastet der rostet - also dann - heute reichte es so eben fürs Mittelfeld - da ist noch SEHR VIEL Platz nach oben... Platz, den ich bis zum Sommer gerne wieder regelmässig in Beschlag nehmen würde :-)

Schaun mer mal...

Nächste Woche wieder an die Teichanlage mit eher mageren Fangaussichten... Ihr werdet erfahren wie es gelaufen ist... 

Noch ein ergänzender Hinweis:

besser machte es unser Teammitglied Robert Kettenberger - er siegte bei einer Veranstaltung im holländischen Voerendaal mit nicht ganz 20 kg...

ein weiterer Hinweis an all Diejenigen, denen es über den Winter mal wieder zu langweilig geworden ist und die nun anstatt zu angeln dumme Gerüchte in die Welt setzen...

in unserem Team VDE germany ist alles zum Besten - die Erfindungen um Streitigkeiten gehören ebenso ins Reich der Sagen und Märchen wie die (ziemlich geschmacklose) Geschichte um Dieters angebliche schwere Erkrankung!

aktuelle Teammitglieder sind:

aktiv: Robert kettenberger, Günter Mobers und Diete Liebert
inaktiv (auf eigenen Wunsch): Achim Achterath

auf eigenen Wunsch hat unser Team verlassen:

Marc Lichter - und ob ihr es glaubt oder nicht - auch zu Marc pflegen wir ein überaus gutes Verhältnis - selbst so gut, dass Marc im September zum interpole ORGA team gehoeren wird.

Nicht vergessen möchte ich, unser "Schwesterteam" aus dem norden zu erwähnen... das team Matrix VDE macht dort ein tollen Job - sowohl am Wasser als auch in den Medien stets präsent und dazu noch als Organisator für verschiedene Veranstaltungen unterwegs. 

Sunday, March 19, 2017

Fehlstart



...eigentlich sollte ja in diesem Jahr wieder alles besser werden - nunja "eigentlich".... als echten Einstieg in die neue Saison durfte da der letzte Sonntag vermerkt werden... bei sonnigem Frühlingswetter, das aber dennoch nicht über die Kälte im Schatten hinwegtäuschen konnte, hatten sich gleich gut ein Dutzend Angler an einer Weiheranlage hier im Westen eingefunden. Darunter 9 Stipper, die einen gemeinsamen Anfang für 10:00 Uhr vereinbarten... schnell sollte sich zeigen, dass Markus Brehm wohl über den Winter nichts verlernt hatte... Fisch auf Fisch hing bei Ihm am Haken und das hielt sich auch eine ganze Weile so dran - der Rest vom Feld - selbst die direkten nebenleute von Markus konnten da nur zuschauen... und so kamen dann wirklich gigantische Gewichtsunterschiede zu Stande... Hein Drescher - ansonsten weiss Gott nicht bekannt für einen Nuller, berichtete von nur einem Biss - den er leider auch nicht verwerten konnte... ganz allgemien konnte festgesetllt werden, dass der Fisch scheinbar noch sehr ortstreu ist und sich wenig bewegt... so brachten es die Angler auf "meiner" Uferseite durchweg auf max. 2 bis 5 Fische.

Unter der Woche erlaubte es dann der Job, dass ich mich zwei bis dreimal ans Wasser wagen konnte... und ich durfte feststellen - zumindest ohne Konkurenz am Wasser läufts...

Am Samstag hatten wir uns zu Dritt verabredet - mit Dirk Angermann und Andi Tuk zog ich los... mit je 2 Karpfen und 6 Brassen lagen Dirk und ich etwa gleich auf - Andi gab heute den Angelgott und distanzierte uns klar mit sicher 25 bis 30 Fischen! 

Nundenn - heute stand an einer benachbarten Weiheranlage ein Vereinsangeln auf dem Programm. Die Vorzeichen waren allerdings nicht die Besten... beim Anangeln in der Vorwoche wurde hier genau EIN Fisch gefangen :-(

Hinzu kamen heute im Westen Sturmböen bis ca. 60 kmh - sicher alles andere als ideale Voraussetzungen für die Stipprute. Dennoch verzichtete ich auf eine Matchrute und hielt tapfer die 13 m für 4 Stunden in den Wind.

Diese 4 Stunden lassen sich dann auch schnell und einfach zusammenfassen... gefangen wurden - eine Karausche mit der Matchrute an einer Insel - dazu in der letzten halben Stunde zwei Angler mit je einer Brasse... eine davon hing am Haken bei Günter Mobers, der Euch mit seinen Sach und Lachgeschichten den Winter ein wenig verkürzt hat... dazu noch ein wenig Kleinfisch - meine 4 Fisch(lein) brachten es auf ca. 100 gr und bissen allesamt in den ersten 30 Minuten - danach 3,5 Stunden Totentanz - das dürfte gut für Platz 4 oder 5 gewesen sein... nichts, was einen zufrieden macht - doch knapp die Hälfte der 12 Angler ging wohl ganz ohne Fisch nach Hause... andere mußten sich mit einem Minibarsch oder kleinen Rotaugen begnügen.

Nundenn - nächste Woche gehts weiter - dann gibts das Angeln dort, wo in den Vorwochen schon neh Menge Fisch gefangen wurde... ich denke hier darf man vorsichtig optimistisch sein, dass zumindest die Fanggewichte stimmen... wie es mir so erging werdet ihr wie immer ungeschminkt hier erfahren.

Thursday, February 23, 2017

endlich Angler

hier nun der vorerst letzte Teil der "Story"



Nach einigen Expeditionen in sämtliche Sportarten, setzte ich mich schlussendlich 12 Jahre im Moto-Cross fest, nach etlichen Stürzen und nachfolgenden 24 Operationen, legte mein Arbeitgeber mir nahe, die Sportart zu wechseln und gänzlich auf Motorsport zu verzichten ;-(. 

Was tun sprach Zeus, die Götter sind besoffen!

Was in Gottes Namen könnte mir Adrenalinjunkie denn nun den "Kick" geben?? NICHTS !!!! 

Es gibt für mich keine Sportart mehr, die nicht auf die Knochen geht oder halt mit Motorsport zu tun hat. Eines Tages dann, kramte ich in der Garage meiner Eltern rum und fand mein Angelzeug aus früherer Zeit, es war alles noch da! Komisch, dachte ich noch so bei mir, das Zeug sieht echt noch gut aus, warum nicht einfach mal den Krempel packen und angeln gehen? 

Los, Butter bei de Fische und der erste Angelausflug war geplant. Es war herrlich, es war wie eine Zeitreise in meine Jugend, eine alte beringte Stipprute, 10 trockene Brötchen und ein paar Tüten Vanillezucker aus dem Aldi, ein Döschen Maden komplettierten meine Ausstattung. Erstaunlicherweise hatten die Fische in den letzten 20 Jahren meiner Abstinenz wohl scheinbar nichts dazugelernt (Anmerkung der Red.: genau das ist es, was die Engländer mit "keep it simple" meinen), denn die Schuppenträger fielen immer noch auf dieselben Köder rein. Also meldete ich mich in meinem alten Angelverein (1.ASV-Forelle) wieder an und wurde prompt wieder aufgenommen. Zum ersten Königsangeln hatte ich mein altes Equipment wieder an den Start gebracht, denn was sollte sich auch schon großartig geändert haben? Auf dem Parkplatz vor dem Weiher wurde ich müde belächelt und man witzelte über meine Ausrüstung. Nunja, eine alte Sitzkiepe mit 2 Fächern und aus Binsen geflochten, Baujahr 1980 mag in der heutigen Zeit nicht mehr aktuell sein, aber es passten ein paar Päckchen Haken, Hakenlöser, ein paar Posen, die nötigen Bleie und ein Hakenlöser dort rein --- passt alles ;-). 

Die trockenen Brötchen weichte ich ein, zerquetschte sie und tat ein Päckchen Vanillezucker hinein.

 ERFOLG: 

Ich hatte tatsächlich das erste Königsangeln gewonnen. JETZT stellte sich die Frage, soll ich weiter so machen, oder rüste ich auf ? In den 20 Jahren der Abstinenz hatte sich sehr viel getan, praktisch musste ich bei NULL anfangen. Es gab auf einmal Ruten, die wahnsinnig lang waren, aber nur ein paar Meter Schnur hatten, andere hatten Ruten, die ganz weiche Spitzen hatten, die vorne bunt markiert waren, um zu sehen, wenn ein Fisch den Köder aufnahm. Also tastete ich mich langsam heran und probierte jede dieser neuen Angelmethode mal aus. Da es ja das Internet und auch andere Möglichkeiten gab, günstig gebrauchtes Material zu bekommen, war es nicht all zu teuer, zu testen und selektieren. Besseres Material konnte man ja schließlich dann kaufen, wenn man sich auf eine Methode festgelegt hat. 

Da ich eine ganz tolle Frau habe und diese mich unterstützt (Anmerkung der Red. wer wünscht sich nicht?) und sehr viel Verständnis für mein neues Hobby hat, schenkte sie mir zu Weihnachten eine TOP ausgestattete Sitzkiepe, mit der jegliche Angelei möglich ist. Schließlich und Endlich habe ich mich auf das Angeln mit dem „Stock“ festgelegt, natürlich feeder ich auch schon mal oder nutze die Matchrute, aber mein Hauptaugenmerk liegt halt auf der Kopfrute. Als dann die ersten Freundschaftsfischen anstanden, lernte ich einen ganz untypischen Angler kennen, er hatte seinen Kopf rasiert, war stark tätowiert und sah schon ganz beeindruckend aus. Zu alle dem fing er sich auch noch eine Zerrung !!! Der fing so viel Fisch, wie alle anderen zusammen. Wow !!! Den musst du kennenlernen, dachte ich so bei mir und beschloss diesen Menschen anzusprechen. Gesagt --- getan ! Er war sehr zugänglich und freundlich, nach ein paar Gesprächen, beschlossen wir gemeinsam mal angeln zu gehen. Zu meiner Verwunderung fing er IMMER besser als ich, obwohl ich dachte, alles genau so wie er zu machen ;-), machte ich aber nicht ! Der kleine Unterschied blieb mir lange verborgen. Eines Tages schlug er mir vor, doch mal bei den Feierabendangeln in seinem Verein teilzunehmen und dort lernte ich dann eine ganze „Horde“ von Stippanglern kennen. 

Da deren Wasser scheinbar heißer war, als das was ich zum Kochen benutze, bekam ich regelmäßig ein KLATSCHE. Es konnte doch nicht sein, dass jeder von ihnen besser war als ich. DOCH ! Sie waren durch die Bank alle besser als ich! 

Da ich aber von Natur aus sehr ehrgeizig bin, beschloss ich zumindest so lange zu probieren und zu testen, bis ich den ein oder anderen mal von der Kiste angeln konnte. Dabei lernte ich auch den „eigenwilligen Dieter“ kennen, zugegeben, nicht jeder kommt mit seiner Art von Humor klar, aber um mich abzuschrecken muss man sich mehr anstrengen (Anmerkung der Red. "nah warte Bübchen"). 

Wenn ich z.B. wiedermal ohne Fisch beim Wiegen war, oder meine Ausbeute sehr gering war, stimmte Dieter das Lied mit der Melodie: (alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei) an.. dazu gab es den Text, der da lautet: Alle fangen Fische nur der Quax fängt nichts, warum denn nicht, der kann das nicht…  

 Das war schon recht deprimierend. Also neue Strategie ! Dieter von der Kiste angeln ! Naja, dies ist mir nur ganz, ganz selten gelungen, aber es ist machbar ;-). In den nächsten Jahren habe ich mich dann sehr viel im Dunstkreis dieses van den Eynde Teams (um Dieter, Achim, Robert und Marc)  aufgehalten und sehr viel dazugelernt und auch ein paar Freunde gefunden. 

Dieses Jahr bin ich dann ganz stolz darauf in dieses Team aufgenommen worden zu sein und mit angeln zu dürfen.

nah dann lieber Günter, schaun wir mal was Du so auf der Pfanne hast - Deine Berichte jedenfalls haben Ihren Leserkreis gefunden - gerne mehr davon.