Montag, Juli 08, 2019

Frust - lets Dance und am Ende sei stark


Hallo Matchanglergemeinde,

die vergangene Woche und das vergangene Wochenende hielten für mich so ziemlich Alles bereit was unser geliebter Angelsport an Höhen und Tiefen zu bieten hat...

Leider startete das Ganze mit einem bürokratischen Tiefschlag wie er schmerzhafter wohl nicht hätte sein können... denn wie vielleicht der Ein oder Andere weiss, engagiere ich mich ehrenamtlich in einem extrem breit aufgestelltem Angelverein in der Region, indem ich dort sowohl die www Seite pflege als auch einen Teil der ehrenamtlichen Arbeit im Bereich Hegefischen übernommen habe.

Seit meinem Vorstandsengagement dort werbe ich also für Toleranz und Akzeptanz zwischen Karpfenanglern - Raubfischanglern sowie mal mehr mal weniger enthusiastischen Friedfischanglern an Stippe, Feeder oder Matchrute... seit der letzten Woche jedoch ist mir endgültig klar, dass mein Werben vergeblich war. Wieder mal zeigt sich hier für mich, dass nicht all die vorschnell verteufelten Organisationen mit Ihren Vorurteilen gegenüber dem Angelsport unsere Gegener sind sondern alleine der Angler des Anglers grösster Feind ist. Leider auch vor meiner Haustüre :-(

Weitere Inhalt möchte ich dazu nicht preisgeben.

Dennoch standen auch dieses Wochenende wieder 2 Angeltermine auf dem Programm, für die es sich vorzubereiten galt... zudem noch jeweils andere "Waffengattungen" - sprich - es wurde ein Tag gefeedert bzw. mit der Rolle gefischt und ein Tag mit der Pose an der Stippe gefischt...

Beginnen wir mit dem Rollenanglen am Samstag - das Teilnehmerfeld sicher schon von gewisser Klasse - da werden Fehler in der Regel schnell bestraft... doch die konnte ich zum Beginn vermeiden und so konnte ich prima mithalten in der Gruppe der Angler mit der höchsten Schlagzahl... die Methodfeeder schien schon beinahe ein Bewerbungsvideo für "lets Dance" zu drehen, so heftig kamen die Bisse in teils guter Schlagzahl - doch jeder Tanz ist nun auch mal zu Ende und so wollte nach etwa 3,5 der insgesamt 5 Stunden die Musik einfach nicht mehr weiter spielen und ich wurde noch ein wenig durchgereicht. Ansonsten hier noch nicht so oft in Erscheinung getreten, verlangt es die Fairness, dass ich Michael Drescher - Nummer Drei aus der HJG Bande - mal erwähne - der Michael macht hier an diesem Gewässer ganz einfach einen guten Job! Auffallend ist vor allem die Qualität seiner Fische zum Ende hin..., die er in Regelmässigkeit fängt - so auch diesemal wieder gleich zwei Kandidaten, die an der 6 kg Marke kaum scheintern dürften... well done Michel und Hut ab!!! Das machst du einfach Klasse. 

Gerade wo ich nicht müde werde deutlich zu machen, dass es kein gutes Zeichen ist, wenn ich (Jahrgang 63) der jüngste Teilnehmer am Wasser bin, so darf für diesen Verein festgestellt werden, dass es dort erfrischend anders ist...  man merke - wer das Hegefischen in verantwortungsvoller und engagierter Weise unterstützt, der hat die JUGEND!!!

DANKE, dass ihr den "Alten" in Eurer Runde noch so angenehm akzeptiert!!! und seid versichert - mit Platz 5 gibt der sich auf Dauer dennoch nicht zufrieden :-)

Weiter gings nach einer netten und langen Geburtstagsfeier und ca. 3 Stunden Schlaf am Sonntagmorgen.Für mich ist an diesem kleinen Gewässer die Stipprute Pflicht - und so wurden also fleissig Topsets aufgebaut... für 2 Bahnen waren es vielleicht leicht übertriebene 7 Topsets...

das Gewässer bereitet mir seit Jahren Freude, weil es im Vergleich zu Anderen extrem viele - teils auch unterschiedliche Anforderungen an den Angler stellt. Im Grunde gibt es nur einen Platz, vor dem ich bei jedem Losen zurückschrecke - muss ich weiter berichten oder ist Euch schon klar welcher Platz es am Sonntag wurde... "ejal jewäss" wie wir hier zu Lande sagen - dann eben Schaden vermeiden und alles ans Seil bringen was geht. Von den Kollegen erwischen im Grunde Alle einen besseren Start - schlechter geht auch nicht - denn nach ca. 30 Minuten steht der Zähler bei mir auf NULL - also dann - müssen wir es eben dünner riskieren - schnell folgt ein Biss und eine stramme Karausche zeigt die goldene Flanke - doch damit alleine ist hier kein "Blumepott" zu gewinnen - nach etwa einer Stunde macht sich der konstant beigehaltene dezente Futterrhythmus bezahlt und es zeigt sich auch auf dem "Friedhofsplatz" Leben... gemessen an der sichtbaren Aktivität am Grund fange ich zwar nicht viele Fische - doch ich kann nahezu jeden guten Biss verwerten während die Kollegen doch ein wenig schwächeln... je länger das Angeln dauert umso deutlicher wird, dass sich die Sache heute zwischen den gestrigen Partyteilnehmern Ronny, Quax und mir entscheidet - und da überwiegend Fische zwischen 0,5 und 1,5 kg gefangen werden, verändert sich mit beinahe jedem Fisch die Reihenfolge auf dem Scoringboard. Letztlich muss der Zeiger der Waage entscheiden - Ronny 12,9 kg - Dieter 12,65 kg - Quax 11,65 kg - entscheidend waren dabei zwei Bonusfische von Ronny und Dieter in der letzten Stunde, die jeweils der 4 kg Klasse zugeordnet werden können. Pech für den Quax, der veilleicht die höchste Anzahl an guten Fischen fing und zudem mit äusseren Umständen in Form von Blätterteppichen zu kämpfen hatte... ganz am Rande - da es immer wieder Rückfragen zu meinem Materialeinsatz gibt, hier mal eine Detailprognose zum Sonntag:

meine 12,65 kg bestanden aus gerade mal 8 Fischen... die Fische wollten dabei ständig wechselnde Köder und Montagen ... von den 7 Montagen kamen 6 zum Einsatz - (für leichten 0,2 gr Pasteschwimmer auf 11,50 m wurde der Wind zu stark) und lediglich eine davon fing keinen Fisch...

Man merke: weniger ist zwar mehr - aber wenn man den Überblick nicht verliert, kanns auch mal lauten, viel hilft viel :-)

stay tuned - nächste Woche werde ich wohl passen - die Handwerker sind im Haus und die sozialen Kontakte müssen auch mal wieder kräftig gepflegt werden - vielleicht zwischendurch ein kleiner Testlauf zum darauffolgenden Wochenende - gestern sah ich doch wieder Verbesserungspotential im Montagen-Setup.... Angler eben ;-) die hören erst auf zu verbessern, wenn Sie tot umfallen...

Sonntag, Juni 30, 2019

unverhofft kommt oft

Hallo Angelkollegen,

wie ich bereits mitteilte, reiht sich hier aktuell ein Termin an den Anderen... ergo gings auch am Sonntag wieder früh raus ans Wasser - und - wie aktuell vermutlich in ganz Deutschland, wäre ein Schattenplatz schon ein echter Hauptgewinn gewesen... wurds aber leider nicht - ergo - ab ca. 10:00 Uhr volle Bestrahlung und zusehen, dass Angler und Köder zumindest noch einigermassen fit bleiben...

Das Angeln startete eigentlich ganz gut ... auf nahezu allen Plätzen zeigten sich schnell Fische bis etwa 2 kg... anhand der hier üblichen Gewichte hätte ich ein Siegergewicht von 25 bis 30 kg für realistisch gehalten ... doch dann kam alles ganz anders -  leider war der Spuk zwar bei 4 von 6 anwesenden Koppeln dann auch schnell vorbei... doch kontinuierlich fingen im Grunde heute Markus und Peter - gefolgt von Wolfgang und Ralf... da waren es am Ende ziemlich beeindruckende 55 kg bzw. 35 kg - dahinter wurde es dann verdammt eng - die Potschernik-Bande lag bei 27 kg - ALi bei 26 kg - Kette und Hotte bei 23 kg und 19 kg von Quax und Ronny reichten heute leider nur zu Platz 6.

185 kg von 6 koppeln - sprich 12 Anglern - folglich ca. 15,5 kg im Schnitt - Anglerherz was willst Du mehr - dennoch bleibt einmal mehr festzustellen, dass das Gros lieber wilde Geschichten erfindet anstatt teilzunehmen :-(

Gratulation den heutigen Siegern - und auch am kommenden Wochenende stehen wieder 2 Veranstaltungen auf dem Programm... wie es dort so lief werde ich dann hier berichten

fD

Samstag, Juni 29, 2019

das Ding mit der Paste

Hallo Sportfreunde,
Liebe Leser,

immer öfter erreichen mich in diesen Tagen Leseranfragen zum angeln mit Paste... also diesem schleimigen fast flüssigen Teich, der es den Rüsselmäulern so sehr angetan hat... und ja - ganz recht - es war selbst für einen alten Hasen wie mich schon fast angsteinflössend, wie sehr die Fische in der zurückliegenden Woche darauf abgefahren sind... Samstag 47 kg - Sonntag 60 kg - Mittwoch 28 kg - Donnerstag 21 kg... da schaue ich auf eine ziemlich geniale Woche mit immerhin drei Einsen und einer Zwei zurück :-) und sicher 99 procent der Fische bissen auf - nah was wohl - Paste - oder besser "Päjst" denn eigentlich kommt der Begriff - wie so viele Andere in der Angelsprache auch, aus England.



Wie also bereite ich dieses Zeug zu und wie fische ich es...

Gleich vorwegschicken möchte ich, dass es auch hier natürlich wieder viele Meinungen gibt - daher weise ich gerne darauf hin, dass nichts von dem was ich mir aus den Fingern sauge in Stein gemeisselt ist - letztlich geht sicher nichts über die eigene Erfahrung...

Zur Zubereitung also habe ich für mich über die Jahre festgestellt, dass es von Vorteil ist, wenn das Teiggemisch mindestens ein paar Stunden - besser eine Nacht nach dem anfeuchten "ziehen" kann... da der Verbrauch bei Paste verhältnismässig hoch ist und das Produkt aufgrund der verarbeiteten hochwertigen Fischmehle auch ein paar Euro kostet, friere ich lohnende Restmengen gerne nochmal ein - gerade dadurch bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass die Paste sich verhält wie ein guter Wein - sprich - je länger sie zieht - desto besser wird sie... doch vergesst gerade bei den aktuellen Temperaturen nicht, dass die Sache auch höchst sensibel auf direkte Sonneneinstrahlung reagiert... sprich, das Zeug kann Euch schon beim Angeln sauer werden.. selbst schon erlebt!

Zum Mischungsverhältnis mit Wasser lese und höre ich sehr häufig, dass ein Verhältnis von ca. 1 zu 1 (Wasser zu Pulver) ideal sei... das sehe ich nicht so! Ich verwende in der Regel stets mindestens 20 procent weniger Wasser als Pulver... das Ganze bezogen auf das Volumen... ich nehme also einen Messbecher und fülle ihn mit dem fertigen Pulver - auch dazu gibts weiter unten noch nen Tip... dann nehme ich den gleichen Messbecher und fülle ihn mit Wasser - von diesem Wasser kippe ich nun 20 procent ab - damit sind die 2 Grundkomponenten vorhanden.

beim nun folgenden Arbeitsschritt scheiden sich erneut die Geister ... denn wie verheirate ich nun Pulver und Wasser???

Pulver langsam oder schnell ins Wasser oder Wasser langsam oder schnell übers Pulver... am Ende des Tages erkenne ich hier keinen grossen Unterschied... ausschliesslich die Variante Wasser in einem Schwung übers Pulver mag ich nicht... in der Regel also rühre ich das Pulver Schritt für Schritt ins Wasser - stets beachten - eine einmal zu weiche Paste ist nicht mehr zu retten... umgekehrt könnt ihr eine zu harte Paste immer durch Wasserzugabe weicher machen...

Ist dieser Schritt vollzogen, werden vermutlich nicht wenige fragen, was hat uns der "angelmania" denn da wieder für einen Blödsinn erzählt??? denn vor Euch steht nun eine schlabbrige Suppe, die niemals an einem Haken haften wird... doch schon nach wenigen Minuten werdet ihr erkennen, dass aus der Suppe langsam ein Brei wird, der sich nach einer weiteren Weile zu einem Brei entwickelt, den ich durchaus mit einem steifen Kartoffelpüree vergleichen möchte... und schon habt ihr euren Köder fertig...

Natürlich gibt es 100te Fertigprodukte am Markt - und ich gebe gerne zu, dass es da sicher auch neh Menge guter Artikel gibt - doch es wird Euch kaum verwundern, dass ich auch hier an "meinen" Favoriten vdE glaube... einschränkend muss ich allerdings sagen, dass ich das diesbezügliche Fertigprodukt "Deeg - hookpaste" nicht pur verwende... es lässt sich zwar gut verarbeiten - doch ist die auflösung unter Wasser in meinen Augen zu schnell... aus diesem Grund mische ich dem Produkt jeweils 20 procent Expanda Protein zu - so klebt der Teig besser und hat zudem ein höheres Eigengewicht - das kann bei Wassertiefen über einen Meter durchaus von Vorteil sein.

Bezüglich der Montage gibts bis auf eine Winzigkeit im Grunde nichts spektakuläres...

was ihr benötigt, ist ein Schwimmer mit einer möglichst gut sichtbaren und ca. 5 bis 8 cm langen Antenne... am Ende der Schnur sitzt ein dickdrähtiger 12er bis 10er Haken - die Schnurstärke kann durchaus 18 aufwärts betragen - checkt bitte ob Eure Ruite das mitmacht - einen edle Kanalrute sollte man dazu nicht nehmen... Kriege wurden geführt bezüglich der Frage - ausbleien oder nicht... und ich darf Euch sagen, dass ich hier tatsächlich keine "so ist es richtig" Antwort zur Hand habe - klar ist nur - wenn ausbleiben, dann allenfalls bis Oberkörper Svchwimmkörper - also gesamte Antenne nicht abbleien... sonst erkennt ihr nicht, ob die Paste, die ja stellvertretend für das Blei wirkt, noch am Haken ist...

hier noch ein paar allgemeine Tips:

achtet darauf, dass ihr nicht mit zu kurzer Kopfschnur angelt - ein kleiner Ruck an der Pose reicht in der Regel um die Paste abzuschlagen

natürlich braucht ihr einen entsprechend dimensionierten Tosspot - also einen Rutenaufsatz, mit dem ihr das Ganze zu Wasser lasst...

Lotet zum Angelbeginn den Platz sehr sauber aus und sucht Euch eine einigermassen ebene Stelle - sonst werdet ihr wahnsinnig beim Verstellen des Schwimmers

unabhängig vom loten kommt es beim Pasteangeln immer wieder vor, dass sich der Platz im Verlaufe des Angelns verändert - wenn die Karpfen am Platz sind "rühren" sie diesen ordentlich um, wodurch Mulden entstehen können... Schwimmer also in solchen Fällen anpassen

macht Eure Pste lieber zu hart als zu weich an - und feuchtet dann stets nur einen Teil der angemachten Menge nach - so bleibt ihr flexibel

also dann - probiert es aus - gerne erwarte ich Eure Fangberichte unter interpole @ gmx.de ... ohne Leerstellen

Dienstag, Juni 25, 2019

Team-Hegefischen by Quax Mobers


Bericht unseres Teamcaptains Quax Mobers 



zum Teamangeln hier vor der Haustüre im Westen


Sooo meine lieben Sommerfischer ;-)

Nach meinem Engagement als „teambuilder“ möchte ich auch gerne einen Bericht zum 2-tägigen Mannschafts-Hegeangeln, welches an insgesamt drei Weihern organisiert wurde zum Besten geben.

Für die weniger ortskundigen Kollegen hier eine kleine Typologie der Gewässer an denen gefischt wurde… 

Der erste Weiher ist recht klein und deshalb wurde dort nur ein Sektor für die insgesamt 8 Mannschaften ausgesteckt.

Der zweite Weiher wurde in 2 Sektoren eingeteilt, genauso wie der dritte Weiher. 

Alle Gewässer wurden künstlich in einem ehemaligen Bachtal angelegt und sind etwa 60 Jahre alt – die Ufer weisen partiell Schilfbestand auf.. der kleinste Weiher wurde vor etwa 8 Jahren entschlammt und in diesem Zuge zwar tiefer – aber auch etwas kleiner angelegt und zu einem Carp O Drome entwickelt.

Wir gingen also an diesen 3 Gewässern als Mannschaft mit 5 Anglern an den Start. Zu unserer Mannschaft gehörten Dieter, Ronny Klamma, Marc Lichter, Rafael Cuber und ich (Quax). 

Der ausrichtende Verein hat sich über die beiden Sportwarte(in) im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, die Platzverteilung sehr gerecht zu gestalten, was sich auch als sehr effizient erwiesen hat, denn die Punkteausbeute war schon sehr eng ausgefallen ;-). Wenn man bedenkt, dass nach dem ersten Tag die ersten drei Mannschaften nur 2 Punkte auseinander lagen, so bestätigte auch Tag 2, dass man mit viel know how und fair play bei der Erarbeitung der Losschlüssel vorgegangen war.

Jetzt muss ich erstmal meinen Hut ziehen vor der Leistung unserer Mannschaft, sie hat sich doch tatsächlich verdammt gut geschlagen, besondere Anerkennung an unseren Dieter, der an Tag 1 ca. 5,5 der 6 Stunden stehend geangelt hat!!! Sein favorisierter Angelplatz war sitzend aufgrund eines Schilfgürtels nicht einsehbar, deshalb gab er den „stand up Angler“ und konnte so den Platz und die Pose beobachten. Wer schon mal eine Kopfrute gehalten hat, der weiß, dass es trotz Kohlefaser und Carbon recht anstrengend ist, zumal Dieter auch noch einige „Wasserschweine“ (größere Karpfen) verhaftet hat. Mit seiner Leistung am ersten Tage von 47 kg war er ganz knapp vor seiner Konkurrenz, die gerade mal 2 kg und ein paar hundert Gramm dahinter folgte. Ronny tat es ihm gleich und gewann ebenfalls seinen Sektor, Rafael machte die 4, Marc die 5 und ich die 2. Somit hatten wir 13 Punkte nach dem ersten Tag und insgesamt lagen wir damit auf Platz 1, aber dies hat ja nicht viel zu sagen, denn erst nach der Schlacht zählt man die Toten. Also war die Euphorie zwar all gegenwärtig, doch Tag 2 sollte noch zeigen wo der Frosch die Locken hat. Am Sonntag wurden die Teamchefs aufgerufen, die Startplätze zu ziehen. 


Was soll ich sagen? Auch da hatten wir keinen Grund zur Klage – sicher ein Los mit Potential und ohne einen ganz grossen Horrorplatz (am Vortag zog dieses Los übrigens HJG Drescher – Ergebnis 15 Punkte). 

Die Basis für ein gutes Gesamtergebnis war also gelegt. … es folgte business as usual --- Tackle auspacken, auf sein Wissen und seine Erfahrung vertrauen und sich nicht von anderen verrückt machen lassen. 

Man bekommt ja sehr oft TIPPS und INFOS von Kollegen, an denen man auch ganz schön Federn lassen kann, wenn man diese befolgt. Raphael hats mal ganz anders probiert und nur 30 cm vom Ufer weg geangelt und … man höre und staune … richtig gut gefangen, wer hätte denn gedacht, dass dort die ganz Dicken stehen? 

Ich musste verkürzt angeln, weil meine Rute vor dem Hegefischen schon gebrochen war und Marc angelte einfach überall (kurz, lang, am Schilf und gerade aus, überall zog er Fisch ;-), Ronny angelte an Baumwurzeln, was leider den blöden Effekt hatte, dass die Karpfen ständig dort rein zogen. Vor dem letzten Wiegen an Tag 2 waren unsere Hoffnungen dann aber doch recht groß, zumindest gar nicht so schlecht abzuschneiden. 

Nach dem Abpfiff dann das Wiegen, welches an Weiher 1 startete.

Dieter legte dort erneut weit vor und schaffte die Doppeleins mit diesmal 60 kg und rund 10 kg Vorsprung auf die Konkurrenz, Marc zog nach mit einem ganz knappen Sieg in Sektor B, Ich musste mich wieder dem jungen Christoph Wirtz geschlagen geben und landete auf der 2, Ronny kam im Sektor D auf den 3ten und Rafael im Sektor E auf den 3ten Platz. Das konnte sich natürlich sehen lassen – doch schon die Berichte der bankrunner liessen erkennen, dass die Mannschaft 1 des Gastgebers auch wieder einen TOP Job gemacht hatte… es kam also nun auf diese 5 Angler an. Ein Herzschlagfinale!!!! Erst nach dem letzten zu wiegenden Netz, stand dann das Endergebnis fest! 

Und --- 

Wir haben tatsächlich das Mannschafts-Hegeangeln ganz, ganz knapp gewinnen können.


Vor dem Hegefischen „analysierte“ Dieter die anderen Mannschaften und nach seiner Meinung wäre ein dritter bis vierter Platz eine super, respektable und realistische Leistung gewesen. Selbst wenn man Dieters stets vorhandenen Zweckpessimismus und seinen Respekt vor allen anderen Teilnehmern berücksichtigt, dürfen wir wohl stolz auf das Erreichte sein :-)

Ich möchte mich im Namen der gesamten Mannschaft bei dem gastgebenden Verein und deren Organisatoren (Pole Doc RaRo und Sarah) für die tolle und reibungslose Veranstaltung recht herzlich bedanken. 1000 DANK

Ich möchte auch noch ein paar Worte an meine Mannschaftskameraden wenden: In dieser Konstellation hatten wir noch nie geangelt und der Zusammenhalt sowie der Austausch von TIPPS und INFOS war dennoch einfach perfekt.




So würde ich natürlich gerne wieder antreten. Es war einfach nur GEIL ;-)

Euer 


Sonntag, Juni 23, 2019

heisser Juni

Hallo Leute,

war neh Weile still hier auf den Seiten - den Grund möchte ich Euch gerne verraten... unser Internet haben wir bei NetCologne gekauft - und leider ist es mit deren Störungsannahme das Gleiche wie mit sovielen anderen Telefonhotlines - das was man in dem Job wissen muss scheint auf ein Stück Toilettenpapier zu passen - und egal was kommt, es wird nach Schema F abgearbeitet... ergo hat man innerhalb von 2 Wochen geschafft, die Leitung gleich 3 mal zu kappen!!!

Selbst mir als technischer Vollnull war schnell klar, dass es am Telekom Kasten liegt - hier sind schlichtweg 2 Kunden auf eine Leitung geschaltet - mal also hatte ich neh DSL Leitung und der "Nachbar" keine - mal hatte der Nachbar neh Leitung und ich nicht :-(

Da jedoch nur die Telekom an "Ihre" Schränke darf, ist ein NetCologne Techniker in diesen Fällen so überflüssig wie ein Kropf... das sagt der gute Mann von NC zwar auch - doch die Superhirne im Support wollens einfach nicht begreifen... also

1. Leitung tot
2. Support anrufen
3. frühestens in 2 Tagen ist ein Techniker verfügbar
4. der kann nichts tun - das weis der übrigens nach grosszügig gestoppt - 10 Sekunden
5. an den Telekom Kasten darf er nicht ran
6. das ganze ist dann gerne mal Freitags
7. er meldet es jetzt der Telekom
8. die arbeitet natürlich Samstags nicht (schon gar nicht für NC Kunden) - und Pfingstmontag übrigens auch nicht
9. und schon sitzt Du knapp neh Woche ohne Internet im Büro :-(

das Ganze mal DREI - innerhalb von 2 Wochen

Das Ganze hat zwar absolut nichts mit Angeln zu tun - doch mir gehts besser wenn ich der Welt mal mein Leid klagen kann - danke Euch fürs zuhören (oder zulesen)

Jetzt aber zum Angeln - denn davon gabs im Monat Juni natürlich auch reichlich...

los gings zum Montaswechsel mit nem Trip nach Zeeland an der Nordsee... und ich staune immer wieder, warum diese Provinz als so eine Art anglerische Wüste gehandelt wird - dort gibt es wirkliche TOP Gewässer - ich kann nur jedem den es zu den Brückenwochenenden nach Ostkapelle - Vrouwenpolder oder wohin auch immer zieht , empfehlen, mal eine kleine Feeder und ein bisschen Kleinkram einzupacken - Tages- oder Wochenkarten gibts an allen Ecken - und glaubt mir es lohnt sich, mal abseits der bekannten Gewässer zu fischen... Polderkarpfen sind wahre Torpedos und nicht mit den hiesigen Weiherkarpfen zu vergleichen! So hatte ich auch ohne grossen Vergleich und Reglement wieder ein paar nette Tage an den Veerse Kreeks...

Weiter gings dann zu Pfingsten mit dem mittlerweile doch recht grossen Freundeskreis in Erezee / Belgien... ich muss immer ein wenig schmunzeln, dass meine Pionierarbeit (wir waren sowohl in Erezee als auch in Hamont die ersten Deutschen, die dort etwas veranstaltet haben) und die dazu hier verfassten zeilen nicht selten einen wahren Boom auslösen - so werden beispielsweise mittlerweile auch die Quali für das FishOMania und einige weitere "deutsche" Veranstaltungen mit hippen Namen dort gefischt - am Pfingstwochenende wollte das Wetter zunächst nicht so wirklich - doch Sonntag und Montag spielte es dann doch noch ganz gut mit - was das Wetter aber am Samstag nicht bot, war dann für unseren Freundeskreis umso mehr ein Freudentag... denn uns Kalle Potschernik ging glorreich mit der 1 vom Platz :ganz BIG smile bei ALLEN: - und gute 40 Kilo wurden es dann doch noch... da die Pflege der Freundschaft in Erezee absolut im Fokus steht wurde natürlich allabendlich gegrillt - isotonische Getränke wurden von zu Hause mitgebracht und die mitgereisten Ladies nutzten den Tag für Raffiniertes zum Grillfleisch... selbst war ich nur am Sonntag und Montag am Start - Sonntag gabs mal wieder Nachhilfe im Pasteangeln von Mister Tiefenentspannt alias Johannes Gierse - es ist einfach ein Genuss für mich mit Johannes gemeinsam am Wasser zu sitzen - es sei mir eine Übertreibung erlaubt wenn ich sage, dass ihm vermutlich eine Margarinedose mit Paste - eine Bambusangeln und ein Stück Wäscheleine mit ner aufgebogenen Büroklammer reichen würden um mich gepflegt von der Kiste zu fischen - den notwendigen Rest trägt dieser Mann im Kopf!!!! Keiner gegen den ich lieber verliere!!!

Montag gabs dann zum Ausgleich Nachhilfe im CarpFeedern für unseren Quax - übrigens war auch Tim Achterath mit im Feedersektor und hielt sich wirklich hochachtungsvoll...

Nächstes Wochenende - nächste Veranstaltung - mir schmerzen heute noch ein wenig die Finger wenn ich über dieses Wochenende schreibe - es war ein getrennter Koppel - und natürlich hatte ich mit Achim gemeldet... wir waren Titelverteidiger aus dem Vorjahr und hatten durchaus die Absicht dieses Vorhaben ambitioniert anzugehen... ich machs dann mal kurz - bei Achim reichten kaum die Kescher - da gings über die 60 Kilo - ich hingegen kam mit 9 von 11 möglichen Punkten nach Hause... erstaunlicherweise Weise reichte selbst das noch zur Gesamt 4 - weil es vielen Anderen ähnlich erging - und doch war ich höchst unzufrieden... aber

Nächstes Wochenende - nächste Veranstaltung - gleiches Gewässer - diesmal kein Koppel sondern Team - Quax Mobers hatte sich vor den Karren gespannt und eine 5er Truppe mit seinem Esprit überwältigt - ich muss ehrlich gestehen, dass mich der Modus von Samstag und Sonntag je 6 Stunden nicht so wirklich begeistern konnte - doch wer den Günter kennt der weiss, dass der so lange grinst, bis man JA sagt - also war ich dabei... da ich die Gewässer dieser Anlage als auch die Angler unserer Mannschaft recht gut kenne, hatte ich einen Vorschlag zur Verteilung der Angler an die 3 zu beangelnden Gewässer gemacht, der ganz untypisch für Angler - von allen angenommen wurde... was vielleicht schon den Geist in der Truppe ganz gut widerspiegelt...

So fischten Marc und Quax an einem Gewässer mit gemischtem Besatz, an dem es darauf ankommt alles mitzunehmen was kommt und möglichst den ein oder anderen Bonusfisch zu verhaften

Ronny und Rafael fischten an einem Gewässer an dem es um den Fang von Karpfen ab etwa 1,5 Kilo geht und last but not least sass ich an einem kleineren See (hier war nur ein Sektor), der seit etwa 7 Jahren als sogenanntes Carp O Drome bewirtschaftet wird.

Der hier ansässige Verein hat sich in den letzten Jahren ohne Zweifel extrem gemausert - ob es die sicherlich überregional bekannte "Drescher Bande" ist oder die Truppe um Markus Brehm, mit Peter Wirtz - Wolfgang Kaufmann und Dieter Greven, die im Dreiländereck beinahe nirgendwo fehlen - waren natürlich am Start und nahmen für mich die absolute Favoritenrolle ein.

So staunte ich dann schon ein wenig, als ich gestern Abend die INFO erhielt, dass wir mit 13 Punkten nach Tag 1 führend waren - dementsprechend motiviert gings dann heute wieder ans Werk... und Ja -  ich verstehe es noch immer nicht - doch wir haben das Ding tatsächlich gegen die mehr denn starke Konkurenz gerockt... an beiden Tagen brachten wir mit jeweils 1 - 1 - 2 - 3 und 5 - gesamt 13 Punkte zusammen - und - wie so oft beim Teamangeln - nicht der Beste sondern der Punkthöchste Angler entscheidet am Ende - und hier hatten wir vielleicht den entscheidenden kleinen Vorteil - denn, wie oben zu sehen - war neben jeweils zwei Tages-Einsen - eine 5 im 8er Feld für uns auch stets das schlechteste Ergebnis - da mussten die Verfolger deutlich mehr Federn auf den weniger guten Plätzen im Losschlüssel lassen.

Neben einem tollen Wochenende mit dieser Truppe war es für mich dann auch ein Stück weit Wiedergutmachung für das vorangegangene Wochenende. Zwar bei Weitem nicht perfekt, aber doch zwei Tages-Einsen im Sektor A:

An Tag 1 nach völlig missratenem Start noch mit dem üblichen last second Fisch die Waage auf 47 Kilo gestellt - Wolfgang Kaufmann macht die 2 mit 45 Kg... und heute mit ganz untypisch gutem Start dann 60 Kilo nach ca., 4,5 Stunden - danach war der Wurm drin oder die Fische weg - jedenfalls ging kaum noch was... - wieder macht Wolfgang K. die Zwei - diesmal mit 50 Kilo - aber - ejal jewäss - jetzt lacht der Dieter wieder und freut sich auf

Nächstes Wochenende - nächste Veranstaltung - dann wieder mit Achim im Koppel - schaun mer mal was dann so an einem anderen Gewässer geht...

Hier noch die Grinsepeter (Team Quax) von heute:

v.L. Teamcheffe Quax Mobers (2+2) - Ronny Klamma (1+5) - Rafa Cuber (3+3) - Marc Lichter (5+1) und Euer "Schreiberling" Dieter (1+1)