Dienstag, November 26, 2019

Winterangeln muss man üben !


Es geschah im frühen Winter, das Zwitschern der Vögel war kaum noch zu hören, die Blätter der Bäume haben ihren Weg zur letzten Ruhe angetreten und die Temperaturen fielen gegen Null und tiefer. Anstatt schön lange auszuschlafen oder sich auf der kuscheligen Couch rumzulümmeln und die Zimmertemperatur auf 24°C zu stellen, packen sich einige komische Menschen in mehrere Schichten in warme Klamotten wie eine Zwiebel und verlassen das traute Heim, um die Scheiben von Eis zu befreien und den kalten Motor zu starten, damit sie sich mit Ihresgleichen fast bewegungslos am Gewässer in eine sitzende Position begeben. Naja, ist zwar jetzt sehr einfach beschrieben, aber im Grunde sehr zutreffend :-)
 
Einmal den Wagen gestartet und sich auf den Weg zum Gewässer gemacht, wird doch schon darüber nachgedacht, welche Montagen man aufzubauen hat. Am Parkplatz angekommen, werden die anderen Schuppenjäger begrüßt und schon drüber philosophiert, ob es überhaupt Sinn macht auszupacken. Wenn man aber schon mal da ist, dann sollte man auch auspacken. 

Nun wissen wir ja alle, dass der Fisch langsamer wird, nicht mehr viel durch Wasser wandert, die Nahrung nicht wirklich aktiv sucht und nur kleine Mengen vorsichtig aufnimmt. Also werden die Schnüre dünner, die Haken kleiner, die Köder winzig und die Tragkraft der Posen minimal. 

Bei der Ausbleiung der Posen ist es von Vorteil sehr gute Augen zu haben, denn der Kopf der Pose sollte maximal 1-2 mm aus dem Wasser ragen. Die Tiere beißen so vorsichtig, dass sie bei kleinstem Widerstand den Köder ausspucken. Auch wenn es sich komisch anhört, aber das Winterangeln muss man üben ! Die Bisserkennung ist ganz anders als bei warmen Temperaturen, da macht es auch mal Sinn den Köder ganz langsam ein paar Zentimeter anzuheben und langsam wieder sinken zu lassen, denn durch das Herbstlaub im Wasser wird der Köder auch schon mal verdeckt. Selbst wenn sich die Pose auch nur leicht bewegt, ohne unterzugehen, sollte man einfach mal einen Anhieb wagen. Es ist schon erstaunlich wie vorsichtig sie sind, eine gute Erfahrung habe ich gemacht, wenn die Pose soooo tief steht, dass sie fast bündig mit der Wasseroberfläche ist und alleine durch das Schließen der Oberfläche ein Biss zu erkennen ist, dies funktioniert natürlich nur bei Windstille und stehendem Gewässer. Als Bissanzeigeblei reicht ein 10er Schrot um die Pose 1-2 mm anzuheben ---- Pose hoch à Zack Anschlag J Pose runter à Zack Anschlag. Also: Experimentieren ist da schon mal von Vorteil.
 In diesem Sinne: 

Petri Heil und ein schönes Weihnachtsfest mit einem guten Start ins neue Jahr.

LG: Euer Quax

Anmerkung der Red. wer sein Wohnzimmer auf 24 Grad heizt, wird spätestens im Frühjahr von mir persönlich mit Niederlagen nicht unter 10 Kg Unterschied bestraft!

Samstag, November 23, 2019

64mal hat es tuk gemacht

...seit Jahren haben wir gemeinsam neh Menge Spass beim Angeln und sicher waren wir dutzende Male gemeinsam am Kanal...  in der Regel wars am Ende immer knapp - doch damit wars heute dann auch mal vorbei.

Also lieber Andi, auch auf diesem Wege nochmal Gratulation zu einer TOP Leistung!!!

Da musste natürlich auch fotografisch etwas besonderes her :-)

 

Donnerstag, November 21, 2019

Quaxnews




Hallo liebe Angelgemeinde,

Ich muss zugeben, dass ich dieses Jahr ein wenig zu sparsam geschrieben, dafür aber mehr geangelt habe. Deshalb werde ich Besserung geloben und wieder häufiger etwas über das Angeln und das ganze Drumherum schreiben. 

In der heutigen Zeit ist es ja schon schlimm genug, dass wir Angler uns oft anfeinden lassen müssen, aber dass die unterschiedlichen Angelarten und deren Vertreter anfangen sich zu bekriegen, da fehlt mir jegliches Verständnis. 

EGAL !

Ich habe zu meinem Glück ganz viele Möglichkeiten meinem Hobby nachzugehen. Hier in der Euregio gibt es unzählige Gewässer und Möglichkeiten Hegefischen zu bestreiten, einfach nur soooo zu angeln oder mal etwas ganz Anderes auszuprobieren.

Selbst jetzt finden noch Veranstaltungen statt, die den Hartgesottenen unter uns selbst zu den launischsten Wetterbedingungen veranlassen, sein Tackle ans Gewässer zu schleppen. Da fällt mir der PoleDoc-Wintercup oder das Sylvesterangeln in Urmond ein. 

Doch auch an der Angelfront gibt es mitunter noch Zeichen und Wunder:

So setzte z.B. die Fa. Shimano mal ein echtes Ausrufezeichen, als sie in Valkenburg (kurz vor Maastricht und gerade mal ca. 30 Minuten von Aachen) Mitte des Jahres ein Shimano Experience Center eröffnete. Dort kann man sich u.a. die edlen Fahrräder aller Kategorien ausleihen um diese zu testen. Kaufen kann man dort außer Kaffee allerdings nichts, doch was für uns viel interessanter ist: 

Dort gibt es eine Angelabteilung mit Drillsimulator. 

Sämtliche Ruten und Rollen des Herstellers sind dort ausgestellt und können direkt vor Ort auch am Shimano eigenen Gewässer getestet werden. 

Also habe ich mir einen Winkelpicker mit passender Rolle in 8 Fuß ausgeliehen. Die Rute war schon mit Methodfeeder bestückt und brauchte nur noch befüllt zu werden. 

Dank der sehr guten (deutsch) Sprachkenntnisse der niederländischen Kollegen, gab es auch noch Tipps und Tricks zur Handhabung des Gerätes. 

Und ---- ich darf Euch sagen
Dieses Gewässer (im Bild oben am oberen rechten Bildrand zu erkennen) ist echt genial für das Commercial-Angeln, man hat eigene Stege für jeden Angler und 26 Personen finden dort Platz. Bei einem Tageskarten Preis von 15,-€ musste ich erstmal schlucken, aber die Anlage ist neu, TOP gepflegt und gut besetzt, bei einer Wassertiefe von 2.70 Meter, sollte man die längeren Kits benutzen ;-). 

Wenn man sich das Gewässer nur mal anschauen will und nichts an Tackle dabei hat, wäre es auch kein Problem dort zu angeln, denn man kann dort alles ausleihen, Stuhl, Schirm, Kescher, Rute und Futter gibt es als Gesamtpaket ;-). 

Die eingesetzten Fische sind zwischen 400 Gramm und 6 Kilo schwer, es dürfen keine Fische mitgenommen und es darf nur mit Schonhaken geangelt werden.

Einen kleinen Wehrmutstropfen darf ich jedoch nicht verschweigen - denn ähnlich wie hierzulande ist das Parken auch dort nicht ganz billig, (mit  8,-€ am Tag) und der Parkplatz ist etwa 150 Meter weit weg. Man kann zwar zum Ausladen bis knapp vor das Gewässer fahren, muss aber dann das Fahrzeug auf den Parkplatz wegsetzen. Kostenlose öffentliche Parkplätze gibt es keine.

Dennoch lautet mein Fazit: 

Et lohnt sich do ma hen ze fahre (es lohnt sich dort mal hin zu fahren)


LG: Euer Quax

Montag, November 18, 2019

weiter - immer weiter

Hallo Sportfreunde,

wer würde Sie nicht kennen - die Weisheiten eines Olli Kahn... sicher auch mal gut als Headzeile für einen weiteren Bericht hier im Blog.

Es ist Mitte November im tiefen Westen - die Gewässer tragen erstes Eis - und dennoch ist das Interesse an den Hegefischveranstaltungen in der Region ungebrochen. So war es dann auch gestern wieder kaum verwunderlich, dass der Parkplatz an einer Anlage hier vor meiner Haustüre schon deutlich vor dem Startpfiff gut gefüllt war und sich am Treffpunkt letztendlich bei nur einer Absage noch 24 Angler trafen. Hut ab möchte ich hier sagen, insbesondere vor der Organisationsarbeit eines Ralf Rosarius - denn seien wir mal ehrlich - eine Nummer im Beutel vergessen - eine Nummer falsch ausgelegt oder was auch immer für durchaus menschliche Fehler passieren können - sind nur zu schnell Grund und Auslöser für Massenproteste mit Schimpf und Schande - geht alle glatt (wie es hier im Grunde stets der Fall ist), nehmen wir Das eher als "normal" hin - ist Es aber nicht!

Also nochmal - mein bester Dank an ALLE, die sich auch hier in 2019 "gekümmert" haben und den immer wieder einwandfreien Ablauf gewährleisten.

Zurück zum "kalten" Sonntag... mit Platz 25 gabs einen wahren "Traumplatz" - absoluter Jokerplatz - zumindest hätte ich das gesagt, wenn es 5 bis 10 Grad wärmer gewesen und das Thermometer in der letzten Nacht nicht gar in den Minusbereich gewandert wäre - so jedoch blieb ich verhalten pessimistisch und ignorierte die gut gemeinten Tips einiger Kollegen, die mir bereits zu drei oder mehr Keschern rieten...

Nun denn - das nur etwa 50 bis 80 cm tiefe Wasser war bis etwa 50 cm Blicktiefe im Uferbereich bereits glasklar - dazu ist es die flachste Ecke am ganzen Gewässer - so ging ich es in der ersten Stunde dezent und sensibel an... doch weder bei mir noch bei den Kollegen irgend ein Zeichen von Aktivität - irgendwann wollten die Fische sich dann doch noch zeigen - allerdings exakt am anderen Ende des etwa 70 m langen Gewässers - dort hat das Wasser eine Tiefe von etwa 1,70 m bis 2,00 m. Nachdem dann noch eine weitere Stunde verging, ohne dass auch nur irgend jemand an meinem Ufer einen Fisch fing, war mir klar, dass die Messen wohl gesungen sind. Da war also heute leider Nichts zu machen - und zudem gilt es festzustellen, dass die Jungs, die gut gelost hatten, ganz sicher auch  einen guten Job gemacht haben - während wir mit vier Anglern an unserem Ufer leider nur einen einzigen falsch gehakten Fisch zum Hegeergebnis beisteuern konnten :-( Davon wurds uns mal nicht warm!

Hut ab vor denen, die auch unter diesen Bedingungen gute Gewichte anbieten konnten - das es zwei meiner echten "Buddys" waren freut mich natürlich umso mehr:

Sektor A - der "Quax Hamilton" unter den Anglern - (keiner ist vor seinen "früher war ich mal ..." Motorsportgeschichten sicher. Übrigens stramme 200 Gramm vor Andreas Olbrisch - immer wieder Hut ab auch vor so einer Leistung trotz eingeschränkter Beweglichkeit einer Hand.

Sektor B - der Tukki - mit dem ich mich gemeinsam zu diesem Angeln angemeldet hatte und mit dem ich diesmal "Ködersharing" betrieben hatte - well done Tukki - wirst doch ein echter Carpisti wenn du mal nicht in der weiten Welt unterwegs bist... auch hier eine Sondererwähnung für Platz 2 - denn der "Miggel" hält die Stange mal gerade im ersten Jahr und haut uns heute bis auf den Tukki (ein Kilo Unterschied) alle von der Kiste - nah warte mein Freund - darüber wird zu reden sein ;-)

und bei mir so - mir fehlte auch bis Abpfiff irgendwie der Biss :-(

     

Samstag, November 09, 2019

wir lieben diese Tage


Hallo nach draussen,

nachdem Jürgen Opladen mir dankenswerter Weise Mitte der Woche mal verbal in den Allerwertesten getreten hat und mich daran erinnerte, dass wir ja eigentlich im November noch das Ein oder Andere mal zusammen zum Angeln los wollten, ging es heute Morgen dann in Richtung Holland. Andi Tuk griff mir dann auch noch (ebenso dankenswert) bei der Beschaffung von Ködern unter die Arme, sodass der Vorbereitungsstress für mich nahezu bei Null war - auch mal schön :-)

Tatsächlich waren es dann heute Morgen gleich 5 Eisheilige, die sich bei frischen Temperaturen und ebenso frischem Wind trafen... Jürgen hatte noch Horst Jansen dabei und -wie auch immer und warum auch immer- stand da auf einmal Markus Billen, bei dem ich doch neh Menge Geld darauf gesetzt hätte, dass der an irgend einem Karpfentümpel im Grossraum gerade den zweiten Kescher beginnt...

10:00 Uhr gings los und schon schnell meldeten sich die ersten Fische... besonders bei Andi Tuk auf Kopf waren die Fische dann allerdings regelmässig einen deutlichen Ticken grösser wobei ich in der dritten und vierten Stunde gegenüber Andi gefühlt neh bessere Schlagzahl hatte...

Bei unseren drei Mitstreitern stand allerdings die Pose auch selten still - es wurde tatsächlich über den ganzen Parcours gefangen...

Mangels Waage kann ich leider nur mit Stückzahl dienen... in meinem Netz schwammen schlussendlich 47 Rotaugen und ein paar unbedeutende Grundeln... bei Andi denke ich warens ein paar Fische weniger ABER ein paar Gramm mehr...

Fazit: ich muss mir doch allmählich Gedanken machen, dass mich ein Mann in Jürgens Alter ans Angeln erinnern muss!!! DANKE Jürgen und dem Rest vom Feld - war ein toller Tag!!!