Sonntag, Oktober 18, 2026

ganze Bandbreite

nach dem Höhenpunkt InterPole ist bei mir meist die Luft so ein wenig raus - auch wenn Mitte Oktober natürlich längst nicht die Zeit dafür ist... und auch die Veranstaltungskalender halten in dieser Jahreszeit noch das ein oder andere interssante Event bereit - also konnte ichs nicht lassen und lüftete am Wochenende doch weider so ziemlich alles was der Angelraum an Material hergibt. Am Samstag wars wieder mal der Weiher in Rolduc an dem wir nach erfolgter Baumrodung und Kronenrückschnitt endlich wieder "gscheit fischen" können und ausreichend Platz für ein an dem Weiher angemessenes Starterfeld haben - ok - natürlich Gegebenheiten kann man nicht weg-organisieren und so wars leider wie in Rolduc meist um diese Jahreszeit - die vorderen Plätze, die morgens schon in der Sonne liegen, fangen Fisch - die hinteren Plätze schauen zu - zum Nachmittag hin kann sich das Ganze aber auch wenden und so sass ich zwar keinesfalls zufrieden da, als ich nach etwa 5 Stunden mit einer einsamen Brasse vorlieb nehmen musste - doch dieses Schicksal auf Platz 9 teilte ich mit meinen Nebenleuten auf 7 und 8 - und da sassen mit Harry Paffen und Patrice Generet durchaus keine heurigen Hasen - einzig Jan Rijksen fing hin und wieder Fisch am bekannten Platz hinten in der Ecke am Pumpenhaus wo heute die 10 lag - ausser Reichweite aber schien selbst um 14 Uhr einzig Josef Seidl, der aktuell mit der Präzision eines Vermessungsingenieurs die 1 aus dem Losbeutel in Rolduc zaubert 😍 doch auch da schwimmen sie bekanntlich nicht von selbst ins Netz!

Kaum kam die Sonne ums Eck, kam auch Bewegung in die Plätze 7 bis 9 - Harry Paffen hatte kaum angeschlagen, da verabschiedete sich auch mein Schwimmer sauber in die Tiefe - der Rest ist rasch erzählt - 3 für Rolduc gute Karfen mit jeweils 4 bis 6 kg gesellen sich bis zum Schluss noch zu meiner Brasse und bringen mich auf 15,x kg - damit tatsächlich noch Platz 2 - Josef bringt das Ding sicher mit 24,x kg über die Linie - hinter mir wird enger - da folgen Dieter Breuer und Edy Kleuters mit jeweils 14,x kg.

Nach der Siegerehrung dann rasch nach Hause, denn schon am nächsten Tag wartete das Schipperskerkangeln von EKH Goudwinde - also komplett andere Welt - andere Rute - andere Montage - Futter - Hanf - Taubenmist - Plateau - Zwergenhaken - für Caster sorgte dankenswerter Weise Andi Tuk - da ist 120% Verlass, dass das läuft!!! 

Im Grunde also alles aus dem Auto - verstauen - und zurück zum Start - und ungefähr so verlief dann auch der Wettkampf - wo gestern noch Karpfen Rute und Gummi strapazierten, waren es heute in Schipperskerk Massen von kleinen Rotaugen (zum Glück keine Grundeln), die im Akkord gefangen werden mussten - nach den Erfahrungen der Vorwochen schien mir das ein guter Weg, auf ein gutes Gewicht zu kommen - Andi Tuk drei Plätze rechts von mir auf Endplatz war natürlich wie immer mein "lieblings strongest Gegner" - und er ist ein "Monster" wenn es um das Verhaften der großen Kanalrotaugen geht - so hiess es ein wenig klein gegen groß und insbesondere gegen Ende wollte Groß es nochmal so richtig wissen - diesmal mit dem besseren Ende für mich - ich schätze min. ca. 100 bis 120 kleine Rotuagen zwischen 25 und 50 gr. mit ein paar wenigen Bonusfischen und nur zwei Grundeln waren es, die mich auf ca. 7,3 kg brachten - Andis Endspurt reichte diesmal zu ca. 6,5 kg (letztes Jahr noch umgekehrt) - und der Schmäh kommt bei uns Beiden natürlich auch nicht zu kurz...


 Detailergebnisse in Kürze HIER

Also dann - dreimal heisst es jetzt noch Herbstserie Rolduc - Einzel - Feeder Koppel und Klassik-Koppel - ein halbes Auge schaut noch auf die Open Stein am ersten Novemberwochenende und sollte Marc Lichter sein Weihnachtsangeln machen, würde ich auch damit noch liebäugeln... aber dann ist für dieses Jahr auch endgültig SCHLUSS.

Dienstag, Oktober 13, 2026

Montag, Oktober 12, 2026

Zeit des Chronisten


...die Schlacht ist geschlagen - die Zeit des Chronisten ist gekommen.

Gleich vorweg Eines - die IP versteht sich längst nicht mehr als internationale Grossveranstaltung - der Name ist eher der Tatsache geschuldet, dass er für Viele eine Art "Markenzeichen" oder Tradition geworden ist und auch nach 24 Jahren ununterbrochener Durchführung DAS Synonym für ein Stippevent mit grosser deutscher Beteiligung in den Niederlanden geworden ist. Ohne jede Häme!!! erlaube ich mir festzustellen - Viele kamen nach uns und sind vor uns bereits wieder gegangen 😞 - leider all zu oft Alltag in unseren schnelllebigen Tagen.

Und so traf sich der harte Kern aus 12 Anglern einmal mehr in der Provoinz Limburg zum Wiedersehen weil man schlichtweg das Kanal- und Hafenangeln mit der Stippe (oder international pole) liebt UND die Herausforderung Julianakanal gerne bereit ist anzunehmen - ein Selbstverständniss, das mir heute insbesondere bei vielen Anglern der sogenannten Commercial Szene deutlich zu kurz kommt.

Wie das Treffen selbst, so sind auch Teile des Reglements bereits "Tradition" - gleich 4 Tage battelt man sich hier am Tage 😤und trifft sich zum Bier am Abend 🔅 und weils so schön ist, reisen nicht wenige bereits vorher an und nutzen die Zeit zum Training an Hafen und Kanal.

Also dann - der Donnerstag war gekommen - gehen wirs an - ein wenig Vorbesprechung und schon sind die Lose für Tag Eins einer 2-Tages Wertung am Hafen gezogen. Hafen - das bedeutete in den vergangenen Jahren meist, dass die TOP Plätze auf den niedrigen Nummern zu suchen waren - doch rasch sollte sich zeigen, dass die Fische offensichtlich einen grösseren Umzug vollzogen haben und heute insbesondere das Rotaugen-Altenheim deutlich eher auf den hohen Nummern zu finden war - hier gabs rasch die ersten langen Gummizüge und spätestens beim Wiegen große Augen - gleich 17,86 Kg brachte Achim Achterath hier zur Waage - 


Achim auf seiner "Mission" auf Platz 9 - Hut ab "bff" das war "Spitze"

ein "all time best" der IP - ganz zu Schweigen davon, dass auf den baubedingt (Anlegesteg) isolierten Plätzen 9 bis 12 insgesamt gar ca. 44 kg gefangen wurden und ich gebe gerne zu, dass ich ein wenig dumm aus der Wäsche geschaut habe, dass meine 8 kg + aus der Mitte gerade mal zu Platz 4 gereicht haben 😕, weil Mr. Routine, Charakter und anglerische Erfahrung in einer Person alias Jürgen Opladen 9 kg + und Dennis Andre bei seiner IP Premiere 8kg + auf die Wiegeliste zaubern.    

Viel Anerkennung gabs folglich für die erfolgreichen Angler und nach lustiger Runde am Abend stand am Freitag ein Einzel am Kanal auf dem Programm. 

Auch hier durfte man - eventuell noch wahrscheinlicher denn am Hafen - erwarten, dass die niedrigen Nummern das Rennen machen - nicht zuletzt der COLMIC CUP am vergangenen Wochenende bestätige dies und sah dort noch an beiden Tagen das jeweilige Höchstgewicht. Chancen im hinteren Bereich liegen hingegen oft insbesondere bei Grundelspezialisten, die bei der IP allerdings mit dem Handicap leben müssen, das Ganuze auf min 10 m zu praktizieren - kürzer angeln verbietet das Reglement und ist auch sicher nicht der Reiz und Antrieb für die teils weite Anreise der Teilnehmer. Auch so ein Klassiker der IP ist aber die "Schneidersche Weisheit" - man soll sich nicht täuschen - denn heute kamen die beiden Höchstgewichte aus dem hinteren Sektor - mit nur 60 Gramm entschied die Waage für Oli Deitscher aus Luxemburg, der auf die Grundeln setzte und seine Klasse zeigte - leider reichten meine Rotaugen da nicht so ganz... Klasse geangelt Oli!! Nochmal mein Respekt vor dem Tempo und dem handling, das Du an den Tag gelegt hast! Dass es dann ausgerechnet unser Ösi Martin Otto sein würde, der  vom Kopfplatz 1 die teils deutlich erfahrenere Konkurenz in Sektor A in Schach halten würde, habe ich vorher zwar gehofft aber kaum geglaubt - einem Ösi abzutrainieren, nicht automatisiert 3 bis 30 Dosen Mais ins Futter zu kippen, hat mir wohl zum ein oder anderen grauen Haar verholfen 👴 Andi Tuk auf  2 und der ebenfalls fleissig Grundeln sammelnde Hansi Schadwinkel auf 3 komplettieren hier das Siegerpodest der 5 Tagesbesten.

 

 

Oli Deitscher zeigte, dass es auch mit Kleinfischen zum Sieg am Kanal reichen kann!


ein "Ösi on fire" - Martin Otto verdiente sich den Respekt der ganzen Truppe mit Platz 2 im Einzel Kanal

 

 
New York, Rio, Tokio - wenn geangelt wird, ist der Hansi dabei - diesmal mit Platz 5 im Einzel gut platziert.
 

Tag 3 steht vielleicht exemplarisch für die heutige IP - das Koppelangeln mit freier Partnerwahl wird von Vielen genutzt um ganz einfach Zeit mit Freunden zu verbringen und dabei sicher nicht ganz unambitioniert zu fischen. Auch wenn es in der Breite nicht ganz so drastisch ausviel, doch das Gros der "Backsteinrotaugen" tummelte sich scheinbar nach wie vor im Bereich der hohen Nummern - Jürgen Opladen und Detlef Mager zeigten hier nach Startschwierigkeiten (Detlef testete die Wassertemperatur mit dem ganzen Körper - zum Glück ohne bleibende körperliche Schäden) eine Topleistung und verhafteten nochmal mehr denn gute 22,7 kg - auch das ist ein TOP Wert für dieses Gewässer. Sektor B konnten Achim und ich mit 7,3 kg für uns entscheiden wobei ich gerne zugebe, dass wir die letzten 30 Minuten mehr zu unseren Nachbarn Marlies und Martin Otto geschaut haben, wo ein "Bolide" nach dem Anderen im Unterfangkescher landete und uns der Schlusspfiff vielleicht den Sieg gerettet hat. Platz 2 in Sektor B sicherten sich Joachim Strefler und Rolf Schillo mit ebenfalls soliden 4,7 kg.

good old Jürgen O. (links) und der "trockengelegte" Detlef Mager (rechts) - Sieger IP Koppel 2026
 
 
"sensationell" auf 3 im Koppel - M+M Otto (AUS)  
 

 nur bei der ZDF Hitparade (ZDF-Hitparade ist eine 32 Jahre von 1969 bis 2000 vom ZDF ausgestrahlte Musiksendung) hiess es "zum Dritten mal dabei und daher bitte nicht wieder wählen - aber Rolf "Urgestein" Schillo und Mr. "aber nächstes Jahr" Joachim Strefler sind seit deutlich mehr Jahren extrem gern gesehene Gäste auf die wir nicht verzichten wollen! Platz 4 im Koppel brachte einen weiteren Eintrag in die IP Annalen.
 
 
An Tag 4 dann die letzte Runde für 2026 - noch einmal hiess es "Arschbacken zusammenkneifen" und ein möglichst gutes Ergebnis aus dem Hafen zaubern um die Platzierung von Tag 1 möglichst zu verbessern - Achim war der Gejagte und hatte diesmal das nötige Glück beim Losen, das ihm in all den Jahren(zehnten), die wir nun bereits gemeinsam losziehen, so oft gefehlt hat. Wieder kommt für ihn als Vorletzter am Lostopf die 9 aus dem Beutel - also gleicher Platz wie an "seinem" Tag 1 mit 17,xx kg.

Schnell allerdings wird deutlich, dass die Fische heute ein verändertes Beissverhalten an den Tag legen - urplötzlich sind die hier am Julianakanal altbekannten Montagen mit sensiblem Setup gefragt und oft geht der Anschlag ins Leere- doch Spannung kommt zumindest ganz vorne nicht mehr auf - Achim macht die Sache mit Doppeleins und gesamt 24 kg + ganz sicher rund - etwas spannender hingegen wirds gleich dahinter - im mittleren Bereich der Strecke duelliere ich mich erneut mit Oli Deitscher - diesmal aber reichen mir die etwas grösseren Rotaugen und bringen etwa 200 Gramm mehr zur Waage denn seine handlangen Exemplare in großer Stückzahl, die ihn sowohl in der Tageswertung als auch gesamt auf 3 bringen. 


 enges Rennen im Mittelsektor - im Vordergrund Platz Nr. 8 (Dieter L.) - im Hintergrund Oli D. auf 6 - getrennt durch Hansi K. auf 7 - vor den Booten (nicht im Bild) Detlef M. auf 5.


 Martin Otto im Vordergrund - Platz Nr. 4 musste es heute mit Andi T. auf Nr. 3 und Jürgen Opladen auf Nr. 2 aufnehmen. 

Unbedingt erwähnenswert ein absolutes Ausnahmerotauge, dass Andi "Spezl" Tuk an diesem Tag aus dem Kanal zaubert - für jeden Angler wohl ein Traum, wenn ein Exemplar der Spezies Rutilus rutilus den Weg in den Kescher findet, das digital separat gewogen 1.360 Gramm / 1,36 kg (EIN Rotauge) zur Waage bringt - die google KI behauptet übrigens - Ein normal großes Rotauge ist 15 bis 30 cm lang und wiegt rund 200 bis 300 Gramm - Fazit - Mensch Klasse - Rotauge unnormal!

einfach ein Vollblutangler - Andi Tuk - ich feiere den Tag als ich ihn überzeugen konnte am Kanal zu angeln 😇

 

Selbstverständlich kann es auch bei der IP nicht nur Sieger geben - neben dem Sturz von Detlef machte auch Hansi Kessler den "Purzelbaum" - auch hier zum Glück nur Materialschaden - den unerwünschten Titel "Pechvogel des Wochenendes" nahm leider Rolf Schillo mit nach Hause, der gleich zweifach erhebliches Materialpech hatte und daher das Angeln einstellen musste - die IP Gemeinde hält die Daumen für die Ersatzteilbeschaffung und hilft im Zweifel gerne nach Kräften, falls es nicht klappen sollte!

Im Rahmen der Siegerehrung traf man sich in lockerer Runde um das Erlebte nochmals zu diskutieren und liess den Tag anschliessend in gemütlicher Rund beim gemeinsamen Essen ausklingen - das Programm 2027 steht zwar noch nicht fest aber Freunde der IP sollten sich in jedem Falle den Zeitraum 20ter bis 27ter März 2027 blocken.      

   

der "Kleinste" wurde zum Grössten - Doppel 1 am Hafen für Achim A. - gefolgt durch Dieter L. (rechts 4 + 2) und Oli Deitscher (links 5 + 3) - hier beim Abschlussabend in geselliger Runde.

 


Sonntag, Oktober 11, 2026

IP - 2 Tage Hafen

 hier vorab das Endergebnis - der Autor ist geschafft und freut sich jetzt auf den Abschlussabend - einen ausführlichen Bericht zur 24ten IP gibts dann später im Laufe der Woche.




  

Samstag, Oktober 10, 2026

vom Kerndl zum Caster

 ...oder ein Ösi namens Otto... 

was hat uns der Kanal in den letzten Wochen verwöhnt - und heute - puuuuh - im Vorfeld waren sich alle sicher, dass die Plätze unten in Richtung Hafen das Rennen machen würden und dort der place to be sein würde - und dann passierte erst mal gar nichts - langes warten auf die Rotaugen und wer hier fleissig Grundeln sammelte, konnte sicher das ein oder andere Gramm machen, was am Ende nicht ganz unwesentlich sein sollte.

Deshalb galt es auch Oli Deischter aus Luxemburg zu gratulieren, der hier und heute mit ein paar kleinen Rotaugen und einem Gewimmel an Grundeln den Tagessieg holte - olala gilt es aber einmal mehr zu sagen wenns um die Leistung unseres Martin Otto geht - zu Hause fressen die Karpfen unseren Ösis die Haare vom Kopf und hier bei uns gilts mit feiner Klinge den Rotaugen nach zu stellen -wer sich dieser Herausforderung stellt, verdient sich unsren Respekt! Well done "Made" und sauber den Kopfplatz nach Hause geangelt!