Gratulation an einen besonderen Menschen!
Austria ist Method Feeder Weltmeister und mein Buddy Tom Hackl ist mittendrin
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Austria ist Method Feeder Weltmeister und mein Buddy Tom Hackl ist mittendrin
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Hallo Angelkammeraden,
endlich war nach 6 Wochen der Tag X gekommen und ĂŒberpĂŒnktlich rollte ich am Freitag um etwa 11.30 Uhr zum OP Sall 4 des Rhein Maas Krankenhauses in WĂŒrselen.
DafĂŒr brauchen die mit nem etwa 10-köpfigen Spezialistenteam etwa 2 Stunden – angeln wĂ€re also definitiv kein Sport fĂŒr die đ
PĂŒnktlich – also 2 Stunde spĂ€ter – komme ich so langsam im Aufwachraum wieder zu mir – noch ziemlich belĂ€mmert wiederholt eine sehr erfahrene AutopsieĂ€rztin -alt darf man ja Damen nicht sagen_ immer wieder, ich solle tief einatmen – na gut - tu ich ihr den gefallen damit die tĂŒv - werte auf deren laptop passen und ich endlich auf Station in mein Bett darf. Kein so schönes Umfeld bei denen da unten und es riecht nach BetĂ€ubungsmiitel.
Auf dem Zimmer erwarten mich dann 2 (noch) Ă€ltere Herrn – der eine Krebspatient – der andere extreme Bandscheibe – GesprĂ€chsthema – naja ihr könnts euch schon denken – nur fĂŒr insider höre ich mich fragen – „habt ihr eigentlich schon einen Weihnachtsbaum“ um das Ganze von ewigen Krankengeschichten abzulenken đ
Ich döse so vor mich hin und leide schonmal im Stillen, weil ich den rechten FlĂŒgel nach der OP fĂŒr weitere 6 Wochen fixieren muss – so war die Ansage - der rechte Arm fĂŒhlt sich an wie ein totes StĂŒck Fleisch – die betĂ€uben da im RMK neben der Vollnarkose zusĂ€tzlich die Nerven im Arm um die Schmerzen nach der OP zu lindern – soll 6 bis 8 Stunden anhalten – stimmt nicht – dauert lĂ€nger – bis dahin ist der eigene Arm so derartig tot, dass ihr nicht mal sagen könnt ob ihr darauf liegt, sitzt oder ob der sonstwo rumbaumelt - da ist mehr Leben in meinen Topsets, die hier seit 6 Wochen in der Ecke stehen und Nachts mit der Hufe scharren! Das hörte sich im AnĂ€stesiegesprĂ€ch irgendwie harmloser an – in dem Zustand war an einen Schraubencheck natĂŒrlich nicht zu denken – wollte doch wissen ob die knoten richtig sitzen - dann reisst mich eine eilig aufgehende ZimmertĂŒre aus meinen Gedanken.
H. Liebert – jouw – der bin ich – der bereits zivil gekleidete Mann trĂ€gt noch sein Namenschild Dr. Dr. R. – mir ist gleich klar – das ist der HĂ€uptling des 10-köpfigen Spezialistenteams – solche Namen sind wichtig wenn man nen frĂŒheren OP Termin haben will – und da ich am Rande der ganzen Voruntersuchungen und Besprechungen erfahren hatte, dass Dr. Dr. nach meiner OP eine Woche Urlaub hat, war mir klar, dass er entscheiden musste, ob aus den 6 Wochen nicht doch 5 Wochen und 6 Tage werden können und er mich somit eben doch noch vor seinem Urlaub rannimmt – weils dafĂŒr den Daumen nach oben gab, lasse ich ihn gar nicht erst zu Wort kommen sondern wĂŒnsche brav und artig schönen Urlaub und bedanke mich fĂŒr den Einsatz des Teams.
Ich merke gleich – der fĂŒhrt was im Schilde und will meinen lockeren Spruch jetzt toppen – was ihm auch tatsĂ€chlich gelingt.
Kein Fachchinesisch – kein langes drum rum - sondern klar und direkt ins Gesicht – ganz so wie ich es mag – das der nicht riskiert den Flieger zu verpassen nur um mir zu sagen ist alles gut gelaufen - war mir schon klar – hatte aber mit schlechteren Nachrichten gerechnet:
Tja Herr Liebert – da sieht man mal wieder, dass MRTs lĂŒgen – ihre Rotationsmanschette war gar nicht abgerissen, sondern nur in der Schulter - Gelenkpfanne nach dem Einkugeln eigeklemmt. Somit mussten wir nicht operieren sondern ich habe die Sehne sauber aus dem Gelenk entfernt – die hat keinerlei SchĂ€den – da ist alles TOP in Ordnung. Sie dĂŒrfen ab sofort wieder ALLES machen – die Orthese (Zwangsjacke) habe ich bewusst bereits abgenommen – die mĂŒssen sie nicht mehr tragen - sowas habe ich nach einem solchen Unfall und solchen Röntgen- und MRT-Bildern noch nicht gesehen – TschĂŒss – ach ja - Sie hatten extrem viel GlĂŒck (kennen wir schon wird mancher Leser jetzt leide vor sich hin stammeln).
DANKE fĂŒr die vielen aufmunternden Worte in den vergangenen Wochen und fĂŒr das DaumendrĂŒcken – ich bin ĂŒberzeugt, ihr alle habt euren Anteil. Ebenfalls Dank denen, die selbstlos auch handwerklich mit angepackt haben oder noch mit anpacken werden – ohne Euch sĂ€he unser Projekt KĂŒche hier nach meinem Crash ganz anders aus…
Gruss und bis bald – schon am Dienstag startet die Physio – schaun mer mal wann der leicht eingerostete FlĂŒgel wieder zum fliegen taugt und ich wieder mittendrin statt nur dabei (auf den ZuschauerrĂ€ngen) sein kann.
fd
in kinder- und jugendzeiten zogen wir gemeinsam los um rotaugen und brassen nachzustellen und teilten uns fast brĂŒderlich den gleichen lehrmeister - irgendwann aber setzte mein alter buddy andere schwerpunkte und zog seiner wege - es war wohl höhere gewalt, dass er mich nach etwa 20 jahren ausgerechnet in dem moment anrief, als ich auf dem asphalt in der nachbarstadt den bislang dunkelsten moment meines lebens erlebte, der mich bis heute und wohl auch in naher zukunft vom angeln abhĂ€lt - es folgten ca, 6 wochen mit gefĂŒhlt x-millionen e-mails, telefonaten und privaten treffen bei denen er alles und jedes aufsog, was ich ĂŒber den heutigen angelsport zu berichten wusste - und heute bekomme ich bereits erste bilder von seinen ersten gehversuchen am karpfenteich - ich prognostiziere, dass es nicht mehr lange dauert und der gute sitzt wieder zwischen euch - mehr wird noch nicht verraten - dass ers noch drauf hat, zeigt er gerade in diesem moment mit magic paste von vde... weiter so!
hoffe bald wieder mit beiden hĂ€nden schreiben zu können – bitte nachsicht fĂŒr gross-kleinschreibung
nach aktuellem Stand der Dinge "no tackle" fĂŒr min. 6 bis 8 soeben kommt die INFO vom Krankenhaus... 12 Wochen ... was ein Sch.... hope to be back soon - thx for friendly mails and calls
..und es hat Zoom gemacht - 1984.. was waren wir jung... und aus den Kassettenrecordern - bei manchen vielleicht auch schon aus den CD Playern drönte dieser Klaus Lage Song... 32 Jahre spĂ€ter fand ich fĂŒr mich eine Definition, fĂŒr dieses Zoom vom alten Klaus - doch alles von Anfang an.
Mit unfassbaren Erinnerungen aus einem ebenso schönen Land brachte mich die SriLankan Airlines am letzten Freitag wieder gut und sicher nach Deutschland zurĂŒck - ziemlich genau eine Woche spĂ€ter sitze ich hier, tippe mit einer Hand, trage den rechten Arm in einer Schlinge und freue mich dankbar und zufrieden mit dem Verlauf der Gesichts OP - hinter mir steht leider ein E-bike, dass wohl mal dringend zur Inspektion muss đ
das Ganze Zoom in KĂŒrze...
nachdem am Freitag das kleine Jet Leg bekĂ€mpft wurde, war der erste Gedanke natĂŒrlich der, mal wieder ans Wasser zu den Kollegen zu kommen. Bei dem Wetter eine ideale Strecke fĂŒrs bike - denn selbst Hand anlegen war erst fĂŒr Sonntag zum ersten Stuwmeerkoppel geplant. Wie erwartet gabs in Rolduc ein paar bekannte Gesichter und einen netten "VerzĂ€ll".
Am Nachmittag gabs noch BVB gegen Leverkusen - in meiner Ehe mit Susanne natĂŒrlich ein VIP Tag... also gegen 14 Uhr wieder aufs bike und ab nach Hause. Die GefĂ€lleverhĂ€ltnisse auf dem Heimweglassen sich wohl primĂ€r auf den etwa 1,25 km der Aachener Strasse durch Herzogenrath als downhill Strecke zu bezeichnen - und ungefĂ€hr so stehts auch auf dem Unfallbogen, den die Polizei ĂŒbermittelt hat, nachdem ich auf Mitte Berg den Begriff der "Bremsbacke" neu erfunden habe.
DANKE an das gesamte Fachpersonal, das dazu beigetragen hat, dass ich heute schon wieder einigermassen gerade hier sitzen kann und mich lieber an die Erlebnisse in Asien zurĂŒckerinnere denn an das, was gerade hinter mir liegt.
Insbesondere nochmal sorry an Richard, dem ich kurzfristig fĂŒr gleich zwei Koppel absagen musste... toll, dass Du das Ding am Sonntag - dazu noch von dem Platz - beinahe alleine gerockt hĂ€ttest - naja - Samstag mit Nico (danke fĂŒrs Einspringen) klappts vielleicht in Rolduc dann fĂŒr ganz oben.
Also dann - fĂŒr mich gehts morgen in die Röhre und hoffentlich dann auch gleich los mit der Wiederherstellung des rechten Arms - Unterarm ohne handicap - zwischen Ellbogen und Schuler muss noch viel passieren bis ich die stippe wieder halten oder die feeder werfen kann.
Bilder wie diese helfen mir hoffentlich ĂŒber den steinigen Weg, der noch vor mir liegt.
Fangt einen fĂŒr mich mit... selbst dĂŒsterste Prognosen geben Grund zur Hoffnung, dass der INTERKLATSCH bis zur INTERPOLE verheilt ist und ich wieder in Euren Reihen sitzen kann.. bis dahin gebe ich beim Physio Vollgas đł
und hoffe es natĂŒrlich deutlich frĂŒher zu schaffen.
and now - lay back and enjoy