Freitag, Juni 01, 2012

Van den Eynde and friends Tour 2012


Spricht man in Deutschland über Angelteams, so verbindet man damit nicht selten eine Gruppe von 5 bis 7 Anglern, die sich innerhalb eines Vereins oder in benachbarten Vereinen gefunden hat. Ein wenig anders liegt die Sache beim Team van den Eynde Germany – denn hier setzt sich das Team aktuell aus 6 Angler zusammen, die aus ganz unterschiedlichen Regionen der Republik stammen und vorwiegend bei Events im Ausland zu finden sind. Da sind es dann eben nicht die regelmässigen Treffen am Wochenende oder die Teilnahme an den DAV Veranstaltungen – sondern hier trifft man sich mal zu einem Match in Austria – mal in Belgien – mal in Dänemark und aufgrund des Teamschwerpunktes NRW, ganz oft in den Niederlanden… dazu ist von den Stippern über die Allrounder bis hin zu den Feederfreaks so ziemlich alles vertreten – passt es da zu einer Veranstaltung mal nicht mit dem Teambuildng, bedient man sich gerne aus einem erweiterten Kreis befreundeter Angler. Bei allem Matchgedanken sollte es in 2012 jedoch auch einmal familiärer zugehen und so kam der Gedanke eines Teamtreffens... All diese Leute terminlich unter einen Hut zu bringen ist zwar nicht ganz leicht, doch ein Teamtreffen sollte dennoch her – und so vereinbarten wir das lange Pfingstwochenende 2012 gemeinsam an einem Commercial See in Belgien zu verbringen – kein Weg war zu lang / kein Urlaubstag zu schade – und bereits am Samstag waren 11 Angler, 5 Frauen, 7 Kinder und ein Hund vor Ort – wie diese Bilanz bereits zeigt, stand nicht nur das Angeln im Fokus – sondern auch das „Gesellschaftliche“ wurde gepflegt ;-) – zusammengefasst sah das so aus, dass am Sonntag und Montag jeweils 2 mal 3 Stunden mit Pause gefischt wurde – zusätzlich wurde ein Kindersektor eingerichtet – im Rahmenprogarmm wurde gegrillt, gegrillt und nochmal gegrillt – getrun%&$§n – gesiegerehrt und geshopt…

Doch es dürfte im Sinne der meisten Leser sein, wenn ich mich fortan der Angelei widme…

Also los –

die ersten Angler trafen bereits am Freitag ein – denn das Angeln an einem solchen Commercial will erlernt sein – und für einige wars das erste mal, dass man sich mit solchen Bedingungen auseinander setzte. Die Ergebnisse am Freitag liessen bereits aufhorchen – denn neben den begehrten Karpfen –meist zwischen 2 und 7 Kg- wurden in grossen Stückzahlen Schleien bis zu 2 Kg und Karauschen bis zu 1 kg gefangen. Strahlende Gesichter aller Orten und dazu am Samstag die Gelegenheit den ein oder anderen Trick „mit den Augen zu stehlen“ – denn –wie bereits im Vorfeld bekannt- hatte ein Verein aus Luxemburg den Teilabschnitt, in dem auch wir am Sonntag und Montag angeln sollten, gepachtet… Ca. 10 Koppel fischten dort bei teils stürmischen Winden und kämpften mit der langen Stange gegen die Elemente… sicher keine Idealvoraussetzungen und so war es kaum verwunderlich, dass am Ende dort mit einem Gewicht von „nur“ 25 kg gewonnen wurde…

Unsere Truppe fischte in einem ruhigeren Teilabschnitt und fing besonders am Nachmittag gute Fische – dazu erlaubte das Reglement die Matchrute und ausgerechnet unser „Stipprutensuchti“ Dieter L. versuchte sich am Samstag mit beachtlichem Erfolg an diesem Gerät – Niki Gierse (Sohn des PSV open Austria Siegers 2010 - J. Gierse) musste Lehrgeld zahlen – als er nach 2 Karpfen in Serie gegen ein Eis wettete, dass er keinen weiteren Fisch in den nächsten 5 Minuten nachlegen würde… weit gefehlt Niki – und merke - „nie dem Löwen am Schwanz ziehen“ ;-) - auch für solche Spässe war also noch Zeit ;-)

Beim gemeinsamen abendlichen Grillen wurden die Ergebnisse des Tages diskutiert und die Chancen für den kommenden Tag ausgelotet… insgesamt war man sich einig, dass ein Ergebnis von 25 bis 30 kg für unsere Einzelkonkurrenz nötig sein würde… an den Rest kann ich mich nicht erinnern ;-)

Also dann – Sonntag 8 Uhr – es begann mit dem Losen – 1ter Durchgang nur Stippe max. 11,50 m – am Nachmittag durfte – wer wollte – auch die Matchrute nutzen… Mais – Pellets in allen Varianten – Maden – Würmer – Caster – Teig - gecrushte Boilies und weitere Carpköder waren am Start – die Köderplateaus einiger Angler nahmen Esstischformat an… dazu hatte der Wind sich gelegt und phasenweise war ein Angeln mit leichtesten Montagen möglich – da war recht schnell „Alarm in der Hütte“ – hier und da noch ein paar Karauschen vorweg – und dann liefen auf fielen Plätzen die Karpfen ein – doch wie so oft beim Carp on Pole Match ging es nicht um die meisten Bisse – sondern vielmehr darum, diese Fische auch „an Land“ zu bringen – und genau hier trennt sich nicht selten die Spreu vom Weizen und auch heute gab es lange Gesichter – hätte – könnte – müsste – wenn – spielte am Ende alles keine Rolle – Fakt ist, dass A. Achterath wieder mal sein Talent für den Grossfisch unter Beweis stellte! Runde 40 Kg reichten, um A. Wohlfahrt (30,3 kg) und R. Klamma (27,7 kg) auf Distanz zu halten – Lucky Loser wurde T. Schwerz 25,9 kg. Unsere Feedermann aus dem Norden, M. Kröger, zeigte mit 23.3 kg eine grandiose Leistung bei seinem ersten Match dieser Art… und B. Schütte, K. Potschernik, H. Profitlich, D. Liebert, D. Mager und M. Reber „trösteten“ sich mit Gewichten zwischen ca. 22 und 10 Kg… schliesslich braucht es auch Leute, über die man abends beim Grillen lästern kann ;-) auch im Kindersektor wurde tüchtig hingelangt – freie Rutenwahl war angesagt und der Method Feeder dominierte heute deutlich das Feld – Niki, die beiden Achterath Brüder und Aileen Kröger schafften unter der Leitung des Jugendwartes J. Gierse ein Gesamtgewicht von stolzen 42 kg – da war natürlich das nächste Eis fällig!


Erstaunlich übrigens, dass die Topgewichte mit unterschiedlichsten Montagen und Ködern gefangen wurden… die Carps waren wohl schlichtweg hungrig und nicht besonders wählerisch – auch bei den Montagen war kein eindeutiger Favorit auszumachen und so gab es am Abend viel Spielraum für Diskussionen um das richtige Setup für den Montag…

Bei einem Heimweg von bis zu 750 km gings am Montag zeitig los… und mit dazu verkürzter Aufbauzeit gleich ran an den Fisch… die Wassertiefe am See in Belgien fällt übrigens vom Einlauf zum Überlauf um nahezu 2 m deutlich ab.. ein Aspekt, der die Kopfplätze nicht immer unbedingt im Vorteil sein lässt… und dies sollte sich auch heute bestätigen, denn gleich von Beginn an, schienen die Fische vorwiegend im Mittelbereich der schnurgeraden Strecke versammelt… (geschätzt dürfte der Führende nach 3 Stunden hier bereits bei ca. 20 kg gelegen haben). Im 2ten Durchgang dann ein echter „Vollrun“ an der Stippe auf den Plätzen 6 bis 9… Fische von bis zu 7 kg verschwinden reihenweise in den gleich mehrfach ausgelegten Keschern und am Ende notiert beim Wiegen so mancher seinen neuen „personal best“ für diese Gewässer… am Vorabend noch Ziel der Lästerattacken (wer austeilt, der muss auch einstecken können) gabs heute „Saures“ vom „vdE Chef“ auf Platz 6 (nicht dem Löwen...)… nach mehrfachem Wiegen wurde eine Summe von 59 Kg errechnet – Th. Schwerz –Platz 7- folgt mit 45,5 kg und M. Kröger – Platz 8 verbesserte sich erneut und kam auf 38 Kg – A. Achterath - Platz Nr. 9 heute LL. auf Platz 4 mit 36,3 kg… die weiteren Gewichte - D. Mager – B. Schütte – A. Wohlfahrt – R. Klamma – K. Potschernik und H. Profitlich gaben sich mit 29 bis 10 kg zufrieden…



Für alle, die sich gerne ein „BILD“ von den Fängen und dem drumherum machen wollen, gibt es eine reiche online-Auswahl – den Link findet ihr unten!

Alles in allem ein mehr als gelungenes Wochenende, das nach Wiederholung schreit… also dann – auf ein Neues in 2013…

See U @ vdE & friends meeting 2013

Dienstag, Mai 29, 2012

VdE Team Feedermix 2012


Hallo Sportfreunde
Hallo van den Eynde Fans,

vorweg gleich ein „Sorry“ an all diejenigen, de sich immer mal wieder reingeklickt haben und vergeblich auf den angekündigten Bericht warten mussten. Die Vorbereitung des van den Eynde and friends Wochenendes in Belgien sowie eine Menge sonstiger Arbeit hatten Priorität… doch nun endlich geht’s los…

Geht es in unserem Team zwar meist um das Stippfischen, so wollen wir hier doch auch die Freunde der Feederangelei nicht aus dem Auge verlieren. Den meisten „Insidern“ dürfte wohl bekannt sein, das wir mit Manuel Kröger (Schleswig Holstein) 



und Thomas Schwerz (NRW) 



auch für diese Disziplin zwei ausgewiesene Spezis am Start haben. Beide gehören zur „umtriebigen Sorte“ – will sagen, neben Ihren Heimgewässern – da wäre für den Norden die Treene und die Eider zu nennen – während die NRW Leute gerne die Maas in den Niederlanden besuchen, trifft man Sie häufig auch in anderen Gegenden Deutschlands oder im benachbarten Ausland… und was läge also näher, als den Teamkollegen einmal zu einem verlängerten Wochenende zu besuchen um Erfahrungen auszutauschen und kräftig in der Futterküche zu rühren.



So also machte sich Thomas Schwerz diesmal auf gen Norden und befischte mit Manuel die dortigen Gewässer – als Höhepunkt dieser Reise wurde dann noch ein von ca. 220 Anglern besuchtes Hegefischen an der Miele besucht.
 
Das Ergebnis dieser Reise sind 2 Futtermischungen aus der vdE Range, die sich hervorragend dem jeweiligen Gewässertypus anpassen lassen – denn nicht selten verlangen die Gewässer in Schleswig Holstein nach Flexibilität – von nahezu 0 Strömung bis hin zu „laufendem Wasser“ kann dort jede Situation auf den Angler warten – und gerade dann macht es Sinn, wenn durch Zugabe von ein wenig mehr Feuchtigkeit die Klebkraft des Futters noch einmal verstärkt werden kann. Anders als in vielen anderen Gegenden, wird dazu im hohen Norden noch vorwiegend auf klassische Mehle anstatt auf „Fischmehlbomben“ gesetzt – wer also eher auf der Suche nach einem „Method Mix“ ist, dem seien die entsprechenden Produkte aus der van den Eynde Method Range ans Herz gelegt ;-)

 http://reidstackle.co.uk/reids/images/method_mix_-_red_nat.jpg

Thomas Schwerz, als „Kind der Maasbrassen“, konnte seine Finger natürlich auch im hohen Norden nicht von den „gelben Sorten“ mit einem „Roten Farbtupfer“ lassen … das Ergebnis war ein Mix aus:

1kg Super Crack
1kg Vijver Geel
1kg Gold Pro Bream
250 gr Brasem Classic
und eine „dicke hand voll“ chapelure rot



wir dürfen wohl mit Recht konstatieren, hier wurde „voll“ auf Angriff gespielt ;-) nicht lang „rumdaddeln“ sondern gleich ran an die Dicken – doch die Mischung zeigte massiven Erfolg und darf mithin in die „Datenbank“ der vdE Teamfuttermischungen aufgenommen werden.

Manuel hingegen ging die Sache eher vorsichtiger an… stets im Hinterkopf, dass die Brassen auch im hohen Norden mal für einen Tag das „Maul zu“ machen können – oder aber der Platz ganz einfach den Rüsselmäulern nicht behagt – in solche Fällen heisst es natürlich gerade für den Teamangler nicht „Beine hoch legen“ und auf den einen Glücksfisch hoffen, sondern fleissig daran zu arbeiten, den Schaden in Grenzen zu halten und noch ein möglichst respektables Ergebnis zu erzielen.

Fischt ihr an solchen Gewässern –und da dürfte es hinreichend Beispiele geben, dürfen wir nach den Erfahrungen dieser Testreihe folgenden Mix empfehlen:

2kg G5
1/2kg River Ace
1/2kg Supercup
125 gr Brasem Classic
125 gr Big Fish



Wie bei vielen Futtersorten üblich, empfehlen wir auch für die vorgenannten Mischungen ein Befeuchten in 3 Arbeitsgängen… zunächst solltet ihr dem Futter soviel Wasser zufügen, dass es bereits den Feuchtegrad erreicht, den ihr Euch erwünscht… dann lasst ihr das Futter ein wenig (ca. 30 Minuten) ruhen… ihr werdet erkennen, dass die Mischung nun „fast“ wieder trocken erscheint – doch Vorsicht!!! Denn nun im 2ten Arbeitsgang kann es leicht zum Übernässen kommen – und schon verlässt Euer Futter nie mehr den Korb L,,, mit dieser Mischung also geht’s an Wasser, wo das Futter dann –falls nötig- noch ein leichtes „finish“ bekommt… so sollte es dann in jedem Falle klappen – ein Futtersieb mit der gewünschten Maschenweite dürfte obligat sein.

Auch Thomas und Manuel starteten nach diesem Muster zu Ihren Angeltrips und wie Ihr auf den folgenden Bildern seht, liessen des „Feederanglers liebste Kinder“ nicht lange auf sich warten:





Mit diesen hervorragenden Trainingseindrücken also ging es dann an die Miele – und auch hier klappte es bestens – Thomas wusste als Neuling an diesem Gewässer gleich zu überzeugen und half mit seiner Topplatzierung der Mannschaft zu Platz 1 und auch Manuel schaffte eine Platzierung im Vorderfeld!

Siehe


in Kürze folgt ein Bericht vom Teamwochenende in Belgien mit gaaaaanz viiiiiielen Bildern – als kleiner Vorgeschmack nur soviel – an den beiden Angeltagen gab es in 6 Stunden Siegergewichte von 40 bzw. 60 Kg!!!

Donnerstag, Mai 24, 2012

Hier, wie versprochen, die Ergebnisse vom Benefizfischen an der Mosel


SEKTOR A


Sareiko / Gräfer 2920 gr
Burg / Sehn 2920 gr
Maricak / Franz 2670 gr
Ferner / Speicher 2550 gr
Krause / Olk 2350 gr
Liebert / Bleser 2250 gr
Konrad / Konrad 2030 gr
Mock / Aldrovandi 1950 gr
Kanzler Blauth 1690 gr
Rohe / Lauria 1500 gr
Darimont / krok 1440 gr
van Haren / Jansen 1410 gr
Ruf / Christmann 1310 gr
Berens / Krause 1190 gr
Hoffmann / Hoffmann 1030 gr
Wolff Bönsel 915 gr
Burg Thiel 905 gr
Rausch / Schons 850 gr
Thomma Picard 700 gr
Wipplinger / Kasper 700 gr
Weber / Muth 525 gr




gesamt: 33805 gr


SEKTOR B




Maurer / Feld 5348 gr.
Kreuser / Schmitt 4353 gr.
Panno / Barth 3724 gr.
Langen / Schmitt 3416 gr.
Thill / Kosch 2446 gr.
Jungmann / Barbian 2402 gr.
Zufall / Büchner 2386 gr.
Krause / Franz 2217 gr.
Schuh / Roob 2214 gr.
Conrat / Bozo 2179 gr.
Densborn / Densborn 2124 gr.
Fox / Dühr 2124 gr.
Fixemer / Becker 2078 gr.
Gerecke / Wohlfahrt 1916 gr.
Gil / Poire 1763 gr.
Dillenburg / Dillenburg 1748 gr.
Umlauft / Umlauft 1746 gr.
Franz / Franz 1745 gr.
Alberts / Oster 1720 gr.
Sittig / Nordhausen 1675 gr.
Burais / Elcheroth 1327 gr.
Kühn / Weber 1206 gr.
Wolf/ Häling 1075 gr.

Montag, Mai 21, 2012

Benefizfischen Mosel 2012


"Die Welt zu Gast bei Freunden“ lautete das Motto der Fussball WM 2006 und auch wenn es im Angelsport weitaus beschaulicher zugeht, so spürt man doch immer wieder, dass auch weite Teile unserer Spezies von diesem Motto beseelt sind. Ausgangspunkt war - wie so oft- eine im Rahmen der INTERPOLE zu Stande gekommene Freundschaft – in diesem Falle zum Browning Team der Angelecke Wasserliesch bzw. der „Familie“ Markus und Silke Reber.

Bild: Cheforganisator Markus Reber

Knappe 3 Stunden Fahrt – vorausgesetzt die Belgier sperren Ihre Autobahnen nicht- und schon befindet man sich inmitten einer der schönsten Gegenden Deutschlands – dem Weinanbaugebiet der Mosel! Kein Zweifel – das Gros der Besucher wird beim ersten Anblick der Mosellandschaft gleich an den Geschmack des guten Tropfens denken – doch der „natural born Stipper“ hat da verständlicherweise auch noch einen anderen Gedanken im Sekundärgehirn ;-) – denn dieser Fluss ist –kurz vor der Saarmündung- bereits optisch, schlichtweg eine Augenweide.

Dem Tip der Familie Reber folgend wurde eine Wohnung in einem der vielen Gästehäuser mit Anschluss an die dortigen Weingütern bezogen – mit ebenfalls angeschlossener Straussenwirtschaft übrigens ein echtes Schnäppchen – Wohnung, Flammkuchen, Wein und Hausgemachtes zum ebenfalls hausgemachten Preis- all das gleich vor der Wohnungstüre - lässt das Budget für den nächsten Angelausflug nicht gar so sehr in die Knie gehen… oder aber Luft für die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten im nahe gelegenen Trier ;-)

So also machten wir die Brücke – denn der Feiertag am 17ten Mai erlaubte uns ein langes 4 Tage Wochenende – wegen familiärer Verpflichtungen diesmal leider verhindert war „mein Bruder“ Achim Achterath nicht am Start – und – oh Wunder – sämtliche mir bekannten Angler der Region Rheinland Pflalz – selbst Anfragen gen Luxemburg - wurden unisono beantwortet mit dem Hinweis – bin schon „beim Reber“ gemeldet! Doch auch hier wusste Markus Reber zu helfen… und so dauerte es nicht einmal einen Tag und ich war anglerisch mit Gerd Bleser verheiratet… bei Leibe nicht der schlechteste Partner – denn Gerd ist anglerisch mit der Mosel verheiratet und konnte auch bei der I-pole bereits mehrfach sein technisches Können unter Beweis stellen! 1000 Dank an den Gerd für die kurzfristig eigens freigeschaufelte Zeit – sowohl am Freitag wie auch am Samstag konnte gemeinsam getestet  werden um eine Strategie für den Sonntag zu erarbeiten… längst nicht selbstverständlich!!!

Bild: ungewohntes Bild - rotblaues Koppel Bleser - Liebert

Strömungsgeschwindigkeiten von ca. 1,5 bis 5 Gramm liessen dabei Gefühle wie am heimischen Julianakanal aufkommen – allenfalls die Bissfrequenz der Moselfische erinnert ein wenig an das Piranhabecken des Kölner Zoos zur Fütterungszeit. Zwar hatte das ausrichtende Browning Team sich um best mögliche Strecken bemüht und diese ausgiebig getestet - doch Fangergebnisse lassen sich einfach nicht programmieren – und so hiess es:

Moselfische???

Nun – genau genommen handelte es sich überwiegend um ungebetene Gäste – denn der Fang am ersten Tag bestand zu grossen Teilen aus Schwarzmeergrundeln mit Stückgewichten zwischen ca. 2 und 20 Gramm dazu ein paar Schneider und ein einsames Rotauge an Stelle der erhofften Weissfische mit Stückgewichten von bis zu 3 Kg also Schwerstarbeit an der langen Stippe… doch Angeln ist – was am Haken hängt!

Tag 2 im flacheren Sektor Saarmündung sollte ebenfalls keine wirkliche Trendwende bringen… zwar konnte hier und da ein Rotauge überlistet werden, doch selbst Sparrationen an Lebendfutter sorgten unmittelbar wieder für überfallartige Attacken der „gefrässigen Monster“.
Die einheimischen Angler haben bereits Ihre Schlüsse aus diesem Fischaufkommen gezogen und Ihre Technik diesem Beissverhalten angepasst… ohne diesen Anglern das Können absprechen zu wollen!!! hatte es für den „Beobachter aus NRW“ so etwas von „back to the roots“ denn urplötzlich sind dort die hier zu Lande längst aus der Mode gekommenen Rutenwälder aus Speedruten in 4,00 bis 5,00 m Länge wieder zu sehen – daran befestigt schier unglaubliche Montagen… 10 gr Schwimmer mit Punktbebleiung, riesigen Haken und nur 10 bis 15 cm Vorfach sind absolut keine Ausnahme. Das zu erzielende Gewicht basiert selbstredend neben der Fertigkeit des Anglers auch auf dem Stückgewicht der Grundeln, denn dieses kann sowohl bei 2 als auch bei 20 Gramm liegen – einige Angler berichteten mir selbst von fortgeschrittenen Populationen, die es auf 50 bis zu 100 Gramm bringen… und den Zeiger der Waage dann deutlich heftiger ausschlagen lassen als dies an diesem Wochenende der Fall war.


Sonntag dann der Höhepunkt des Wochenendes und es bedarf zwingend eines eigenen
Absatzes, das ganze Drum und Dran zu schildern, welches hier rund um dieses Angeln organisiert wurde.

Bereits die Idee, die Einnahmen dieser Veranstaltung zu Gunsten des „Fördervereins Krebskranker Kinder Trier e.V.“ zu spenden verdient höchsten Respekt! Doch auch das ganze Drum und Dran hatte einen ganz anderen Rahmen, als den, den wir aus unserer Region im Dreiländereck kennen… Ein eigens aufgebautes Zelt mit Bierwagen und ein Cateringbereich mit reichem Frühstücksbuffet begrüsste die Angler aus Rheinland Pflaz, dem Saarland, Hessen, NRW und dem gleich benachbarten Luxemburg zur morgendlichen Verlosung unter freiem Himmel – wie oft habe ich hier bei vergleichbaren Veranstaltungen schon „schnelle Verlosungen am Strassenrand“ erlebt?!





Es folgt die nahezu uneingeschränkte Befahrbarkeit der Strecke – hinfahren – neben dem Radweg parken – ausladen – angeln – mein Gott, was würden wir am Julianakanal oder sonst wo darum geben  

ok – das die Al Kaida neuerdings auch Fahrradfahrer in Ihren Terrorcamps ausbildet, dafür können die Veranstalter nichts… dem Fahrradfahrer jedenfalls, der meine Rute eigenhändig aus dem Abroller gehoben  und diese zu Boden geworfen hat sei auf diesem Wege gesagt, „so was tut man nicht“ – Angler sind auch Menschen – wir nehmen gerne Rücksicht auf die Belange von Fussgängern, Radfahrern und sonstigem Passanten – erwarten jedoch das Gleiche auch von denen – seien sie froh, dass mein tackle nicht gebrochen ist – das wäre Sie teuer zu stehen gekommen.

Doch wenden wir uns weiteren „Glanztaten“ der Ausrichter zu! Denn diese überstrahlen bei Weitem das Auftreten dieses unangenehmen Zeitgenossen…

Permanente Kontrolleure auf der Strecke gewährleisten best mögliche Kontrollen – präzise Start und Endkommandos - dazu ein schnelles Verwiegen des Fanges! Bei diesen Begleitumständen war auch das überwiegend aus Grundeln und anderen Kleinfischen bestehende Fangergebnis schnell vergessen.

Dann wieder ab zur „Wiesn“ vor der Angelecke Wasserliesch… am Bierwagen heisst es „oagzapft ist“ – das Frühstücksbuffet hat in der Grillstation einen würdigen Nachmieter gefunden… dieser wiederum räumt gegen 15.00 Uhr den Platz für das Kuchenbuffet – einfach sensationell – und in unserer Region in dieser Form seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt!!! Allen Beteiligten, freiwilligen Helfern  und kuchenspendenden Frauen mein größtes Kompliment… und zum krönenden Abschluss / auch wenn der Benefizgedanke hier im Vordergrund stand / wurden die
TOP 20 der erfolgreichsten Angler durch die Angelecke Wasserliesch in Kooperation mit der Firma Zebco – Browning für Ihre Verdienste um die Hege des Fischbestandes der Mosel geehrt!



 


Das Ergebnis der Spendenaktion sowie die Fangergebnisse folgen in Kürze!

Dienstag, Mai 15, 2012

Danke Sjeng

... die Ausgangslage vor dem letzten und entscheidenden Durchgang der Sommerabendserie war klar - Will Peeters führte mit dem Idealergebnis von 3 mal Sektoren Eins... eine weitere 1, und Ihm wäre der Sieg nicht zu nehmen... also war die Ausgangslage auch für die Verfolger klar... eine Eins musste her um Will das Leben so schwer als möglich zu machen...

Dabei fing alles mit einem Los an, das alles andere als den Gedanken an eine Eins keimen liess.. Platz 17 !!! und der war in allen 4 Durchgängen der Vorwochen bestenfalls für 5 Punkte gut :-( dazu begrüsst uns dort ein Hecht von ca. 90 cm Länge, der über die gesamte Angelzeit zwischen Platz 17 und 19 unmittelbar unter der Wasseroberfläche patroullierte...

Doch Jammern gilt nicht - also los - Big Fish muss ohnehin her, also macht auch ein 2 Topset als Backup für den Kleinfisch keinen Sinn - stattdessen werden 2 Schnüre montiert, die keinen Zweifel am Zielfisch lassen :-) und als nach ca. 30 Minuten der Rest des Sektors schon min. 1 Kleinfisch im Netz weiss - teils gar mit dem Bonusfisch die Kilogrenze schon geknackt hat, wartet Platz 17 immer noch ungeduldig auf den ersten Zupfer...

Gerade als sich erste Zweifel breit machen, will der Schwimmer aber dann doch beweisen, dass er nicht an der Wasseroberfläche klebt - und wie in der Vorwoche, so strahlt mich auch heute gleich ein Brassen von ca. 1 Kilo an... was dann geschieht ist am Casteel -zumindest bei voller Mannstärke- alles andere als üblich... denn ein netter Brassenschwarm machts sich hier ganz offensichtlich auf dem Futterplatz gemütlich und nimmt bereitwillig die angebotenen Köder... so wandert ein Prachtexemplar nach dem anderen in die Maschen... irgendwann wirds dann wohl doch wieder zu viel des Guten und die ersten Fische steigen aus - bzw. werden falsch gehakt - eine Umstellung im Futterrhytmus bringt dann zwar noch den ein oder anderen Biss, doch das grosse Gelage scheint vorbei - die Waage zeigt am Ende der 2 Stunden gute 7 Kilo - genug für eine Sektoren Eins... Pflicht erfüllt - doch nun heisst es warten - und es wird in der Tat eine Last Minute Entscheidung... denn Will Peeters hat auch heute wieder einen guten Job gemacht - führt bis zur Abwaage des letzten wirklich letzten Mannes in seinem Sektor / Platznummer 30 - und dieser Mann ist ausgerechnet "sein Beifahrer" Sjeng Dieters - (der mangels eigenem Auto stets auf Wills "Taxidienste" angewiesen ist) - und dann kommts wie es kommen muss - ausgerechnet Sjeng vermiest Will mit seinen ca. 6,5 Kilo die 1... und das wars.. Punktgleichstand mit je 3 mal 1 und einer 2 - doch das höhere Gesamtgewicht lassen mich am Ende der Serie dann doch strahlen...

Also dann - speziellen Gruss nach Heinsberg - die Stipper haben wieder vorgelegt :-) und nun sind die schwarzrotgoldenen Feedergötter am Stuwmeer wieder gefragt...

Ergebnisse wie immer (zum x-ten Male DANKE CHRIS!!!) bereits online

auf der Homepage des EHKC 

zum besseren Verständnis noch ein wichtiger Hinweis in Sachen EKHC Wertung bei punktgleichen Anglern:

bei gleicher Punktzahl werden zunächst die Einzelergebnisse der besten 4 Wertungsdurchgänge verglichen - (also - wer von den punktgleichen Anglern hat die meisten Einsen - die meisten Zweien usw usw - der Angler mit der niedrigsten Einzelwertung wird dann unter den Punktgleichen nach vorne platziert) erst wenn diese Zahlenreihe auch noch gleichlautend ist (wie z.B. bei Platz 1 und 2), wird das Gewicht herangezogen - hier übrigens zählt kurioser Weise auch das Gewicht des eigentlich gestrichenen schlechtesten Durchgangs ebenfalls mit... (bitte keine Kommentare oder Beschwerden dazu an unsere Adresse... wir sind damit auch nicht ganz glücklich :-( )