Freitag, August 24, 2018

The sound of paste and pellet - Part 2



Beginnen möchte ich die Fortsetzung dieser Serie mit einem Dank an die vielen Leser, die sich für den Inhalt des ersten Artikels interessierten und diesen auch mehrfach über die sozialen Netzwerke geteilt haben. Ich hoffe Euch auch heute einen weiteren interessanten Einblick in die Welt der „Commercial Angelei“ geben zu können. 

Wie ich bereits zum Ende des ersten Teils berichtete, basiert dieser Part 2 auf aktuellen Erlebnissen aus meinem Anglerleben und kommt somit quasi direkt vom „Ufer“.

Stammleser werden wissen, dass es mich dazu jährlich zu meinen MAVER Austria Kollegen in das dortige Burgenland nahe der ungarischen Grenze zieht. Ganz am Rande sei erwähnt, dass das Burgenland seinem Ruf als „Land der Sonne“ auch in diesem Jahr wieder mehr denn gerecht wurde – folglich entschieden wir als verantwortungsvolle und gewissenhafte Sportangler einstimmig, aufgrund der extrem hohen Wassertemperaturen, auf die Hälterung und ein Verwiegen zu verzichten… es wurde stattdessen nur kurz gemessen und fleißig cm notiert.

Der Trend zum „commercial fishing“ übrigens macht sich auch bei der Größe unserer Reisegruppe mehr denn bemerkbar – mittlerweile reisen gleich 11 Angler jeden Alters im team „vdE and friends“ überwiegend aus NRW zum Freundschaftsangeln mit den „Ösis“. Erstmals gesellte sich auch ein „Spähtrupp“ des Maver Teams aus Hessen dazu, sodass wir insgesamt 13 „Piefkes“ waren - Tendenz steigens.

Bei ca. 1.000 km Anreise versteht es sich von selbst, dass den Highlightveranstaltungen am Wochenende weitere Trainingstage vorausgehen und schon hier zeigten sich die Karpfen in bester Beisslaune. Da das Ganze für mich stets auch einen nicht zu unterschätzenden Erholungswert mit sich bringt, wollte ich neben meiner geliebten Stipprute in diesem Jahr auch die Taktik des Method-Feederns einsetzen – denn zu dem Zeitpunkt glaubte ich noch, dass diese Methode bei den Temperaturen doch etwas entspannter sei - doch ich darf bereits vorwegnehmen, dass beide Methoden an diesem Wochenende extrem erfolgreich und schweißtreibend waren – wie ich das Ganze während des Trainings im Detail anging, will ich nun schildern:

Bereits im ersten Teil hatte ich darauf hingewiesen, dass die Anfangsfütterung an den Commercial Gewässern nicht übertrieben werden sollte und so entschied ich mich auch hier in Austria auf der Stipprutendistanz gegen ein „Bombardement“.

Über das Cupping Kit fütterte ich zunächst einem 250 ml Cup gefüllt mit 8mm vdE Elite Pellets sowie eine grosse Kugel vdE Hookpaste, die ich jedoch in mehrere Teile zerlegte. Da die neue vdE Paste gegenüber anderen Vergleichsprodukten deutlich leichter ist, das Gewässer jedoch eine Tiefe von etwa 2,00 m besitzt, fügte ich dem trockenen Pulver vor dem Befeuchten etwa 10 Prozent der neuen vdE Futtersorte Expanda Protein zu. Dies gibt der fertigen Paste eine deutlich höhere Klebkraft und etwas mehr Gewicht. Gerade bei der hohen Fischdichte wie sie hier zu erwarten war, ist es natürlich wichtig, dass die Paste etwas kompakter am Haken sitzt. Ein Video zu diesem Produkt hat übrigens mein vdE Kollege Bart Cardoen bei youtube eingestellt! Hier gebe ich Euch den Link



Wenn es der Angelplatz zulässt, lasse ich diesen Futterplatz übrigens gerne für ca. 30 Minuten „in Ruhe“ und beobachte lediglich, ob sich Aktivität auf dem Platz einstellt. Da man es in Österreich jedoch noch schafft viele Angler ans Wasser zu bringen, sind die Plätze auch etwas näher beisammen und zwei oder mehr Futterplätze für die Stipprute lassen sich allenfalls über die Entfernung realisieren. Da mir dies gerade aus der Mitte des Gewässers nicht erfolgversprechend erschien, wechselte ich unmittelbar nach dem Füttern für etwa 30 Minuten auf die Method Feeder. Hier bestand mein Mix aus jeweils 50 % Expanda Protein und 50 % Elite Pellets in 2 mm. Entgegen der üblichen Variante der Futterbefeuchtung gehe ich bei diesem Mix jedoch umgekehrt vor… ich übergiesse die 2 mm Pellets mit Wasser und lasse Sie etwa 30 Sekunden einweichen… danach schütte ich das Wasser unmittelbar ab. Einen kleinen Teil dieses Wassers nutze ich zur leichten Befeuchtung des Futters, während ich den bereits nassen Pellets einen guten Schuss vdE Bait Booster zufüge. Meine Favoriten sind hier im Sommer die Sorten Scopex, Corn und Pineapple. Ihr werdet erkennen, dass die Pellets den Booster unmittelbar aufnehmen. Der Booster sorgt übrigens gleichzeitig für die nötige Klebkraft – denn sicher kennt ihr es, dass das Futter sich über die Method Mulde oftmals nicht gescheit auf den Korb drücken lässt… verwendet ihr den Booster, gehört dieses Problem der Vergangenheit an…




Und nun kommt der Zeitpunkt der „Hochzeit“ – die Pellets werden dem nur leicht angefeuchtetem Futter zugegeben… ich will Euch vorwarnen, denn im ersten Moment präsentiert sich ein klebrige Masse, die nicht nach einem idealen Methodfutter aussieht… aber lasst das Ganze etwa 5 Minuten stehen und reibt es dann vorsichtig durch ein 3 bis 4 mm Sieb… im Ergebnis erhaltet ihr ein Futter, in dem die Pellets von einer verführerischen „Futterkruste“ umgeben sind. Das Ganze lässt sich wunderbar auf dem Methodkorb drücken und noch wichtiger – es löst sich auch sauber wieder aus diesem heraus! Bei den Pellets könnt ihr eigentlich keinen Fehler machen – das Wasser giesst ihr einfach ab – entscheidend ist also die Wasserzugabe beim Futter – ich rate Euch hier mit max. einem Drittel der normalen Menge zu beginnen – probiert das Auflöseverhalten der fertigen Mischung in einer Schale oder einem grossen Glas mal aus – mit dem Booster könnt ihr das Ganze steuern – ein Mittelwert von 25 Sekunden war an diesem Wochenende in Österreich TOP.

Nun jedoch zurück zum Angeln.

Gleich der erste Wurf brachte Fisch auf der Feeder und genau so stellt man sich natürlich einen Angelurlaub vor… den Stipprutenplatz unter regelmässiger Beobachtung fischte ich auf etwa 25 m Abstand mit der Feeder weiter. Schnell zeigte sich dann auch auf der 11,50 m Spur Aktivität – während ich also mit der Feeder Fisch um Fisch fangen konnte, begann ich im etwa 5-Minuten Takt auch den Pasteplatz abwechselnd mit kleinen Mengen von 4 und 6 mm Pellets zu unterhalten. Nach den avisierten 30 Anfangsminuten hatte ich 5 Karpfen zwischen etwa 2,5 und 5 kg auf dem Zettel ehe ich zur Stipprute wechselte und auch die Paste wurde von den rotweissroten Karpfen nicht verschmäht. 



Wer nun glaubt, das Ganze sei ein „Kinderspiel“, den möchte ich gleich eines Besseren belehren… denn jede noch so unbedeutend erscheinende Kleinigkeit wird von den Fischen in solchen Gewässern sofort quittiert. Um nur einige Beispiele zu nennen:
Ist die Anzahl der geschossenen Pellets zu hoch, steigen die Fische vom Grund in das Mittelwasser – in der Folge ergeben sich „Phantombisse“ an der Paste, die von der Berührung der Schnur herrühren und häufig falsch gehakte Fische produzieren, die in den meisten Fällen verloren werden.
Ähnliches gilt für den Feederbereich: ist hier z.B. das Vorfach bei gutem Beissverhalten zu lang, verfängt sich der freiliegende Haken bei den wühlenden Fischen leicht in den Flossen – meist legen die Fische dann eine extrem explosive erste Flucht hin in denen sie sich verabschieden oder es zum Schnurbruch kommt.
Da auch mein Teamkollege Achim und die übrigen Mitglieder unserer Truppe gute Fänge mit unterschiedlichen Methoden verzeichnen konnten, stand der zweite ganz im Zeichen des Feintunings. Das Futter und den Futterrhytmus behielt ich wie am ersten Tag bei.
Mein tackle montierte ich zum Einzelangeln am Samstag dann wie folgt:
Methodfeeder – Korb 15 Gramm – Vorfach 12 cm – bevorzugter Köder Elite Pellet 8 mm am Band
Stipprute –
Topset 1 – Pastesystem 0,3 gramm – max. 5 cm aufliegend
Topset 2 – Hartpellet – 0,5 gramm – halbes Wasser
Topset 3 – Naturköder (Mais und Maden) – 0,5 gramm – bodengleich
Das Los verschlug mich dann am Samstag auf einen Platz in der Nähe meiner Trainingsplätze –etwa 5,00 m neben einer Insel im See. Aufgrund der guten Erfahrungen der letzten Tage wechselte ich gleich nach der Startfütterung mit der Stange auf die Feeder – und erneut stellte sich sofort Fisch dort ein… während die meisten Konkurrenten (hier sind es eher Angelkollegen) auf die Stipprute setzten, fing ich nahezu durchgehend mit der Feeder – zwar liess die Bissfrequenz zur Halbzeit etwas nach – doch das was sich da auf dem Zettel fand war schon recht ordentlich… beim Essen zur Halbzeit sollte sich zeigen, dass ich ganz gut im Rennen lag – und doch entschied ich mich, den zweiten Durchgang mit der Stange zu fischen… da die Pastetaktik auch hier sofort Fisch brachte, blieben die sonstigen Systeme heute ungenutzt und am Ende des Tages standen dann 42 Fische auf dem Zettel. Das war am Ende gut für Platz 3 unter 26 Teilnehmern. Noch besser machte es heute aus unserer Truppe Ronny Klamma, der mit deutlich über 30 m Karpfen – das dürften sicher knapp 60 Fische sein – vor Steve Krix alias „Veggie“ ganz oben auf dem Treppchen stand.


Da wir in Austria eher miteinander denn gegeneinander Angeln hatten wir für Tag 2 ein Koppelangeln geplant. Logisch bestand jedes Koppel aus je einem Angler der beiden Länder. Wer mit wem angelte wurde durch das Los entschieden.
Erneut loste ich nahe des Platzes vom Vortag – diesmal jedoch vor der Insel, die ich somit auch direkt anwerfen konnte. Es wurde ein wirklich unvergesslicher Tag. Mit meinem Koppelpartner Marco Schumits, mit dem ich mich auf Anhieb gut verstand, besprach ich kurz die Taktik. Wir vereinbarten, dass er mit der Stipprute beginnen sollte, während ich mit der Feeder zu Werke ging. Sollte sich zeigen, dass sich eine Taktik durchsetzt, wollten wir erneut beraten wie wir weiter verfahren. Obgleich sich zeigte, dass die Feeder heute auf diesem Platz die bessere Option war, schien es nicht von Vorteil, dort mit 2 Ruten zu fischen… und so fischte Marco weiter konzentriert mit der Pole und steuerte seinen wichtigen Teil zum Gesamtfang von 59 Fischen und ca. 33 m Karpfen (darunter ein Amur und ein Stör) bei. Dass es am Ende damit letztlich zum Sieg reichte, war im Rahmen der einmaligen Stimmung dieses Jahrestreffens beinahe Nebensache.



Nicht unerwähnt soll auch hier die Leistung unseres Freundes Ronny Klamma bleiben, der eine sensationelle Serie von Karpfen zwischen 75 und (kein Schreibfehler) 98 cm (ca. 18 kg) an nur 4 Teilen seiner MAVER Invincible Stipprute auf dem heutigen Endplatz fing. Bei einer Gewichtswertung wäre gegen diesen Fang sicher kein Kraut gewachsen.
Die Organisation des Wochenendes lag erneut in den bewährten Händen von Rosi und Walter Schneider – IHR SEID DIE GRÖSSTEN!

Dienstag, August 07, 2018

Günter trifft...


diesmal HJG Carp Cup auf t-Mun




Datt Leben is kein Ponnyhof !

So, nach langer Abstinenz habe ich es dann doch nochmal geschafft, mir ein wenig Zeit zu nehmen um ein paar Zeilen zu schreiben.

Da ich ja noch nie einen großen Wettkampf mitgeangelt habe und auch noch nie einen festen Koppelpartner hatte, kamen direkt zwei Probleme auf mich zu. Zum Einen, dass man noch nie Kontakt zu einem Kollegen hatte, der schon mehrfach und Jahre lang Erfahrung im Koppeln hatte und ich nicht einmal wusste, wie dieser Kollege aussah, noch Ahnung hatte, ob wir miteinander klar kommen. Zum Anderen, dass eine so lange Veranstaltung überhaupt Spaß machen kann.

Also los ! Mehr als in die Hose gehen kann es nicht.

Bei dem Veranstalter (HJG Drescher) angerufen und gefragt, ob es noch Startplätze gibt. 

Ja! Es ist noch ein Platz frei!

Da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Ahnung hatte, ob sich jemand finden lässt, der mit mir koppelt, war ich aber guter Dinge und habe zugesagt. Der Tag der Veranstaltung nahte und trotz mehrerer Versuche eine Nachricht von einem mir empfohlenen Koppelpartner zu bekommen, scheiterte dies schon im Ansatz... aber die Zusage beim Veranstalter lag vor - immerhin etwas - wenn nicht gar das Wichtigste - also auf zum

DRESCHER CUP ;-)

 Anreise von der Küste nach t´Mun , unterwegs war in Breda die Autobahn wegen Überflutung gesperrt. Da hat man mal ein wenig Regen und dann geht die Welt gleich unter ;-). 

Freitag um 8:00 Uhr lernte ich dann meinen Koppelpartner kennen, genau rechtzeitig zum Ziehen des Platzes. Nach kurzem Beschnuppern, waren wir uns einig, datt klappt schon ;-). 

Am ersten Tag belegten wir den 3. Platz mit zwei Graskarpfen von ca 5 kg und einem Spiegler von ca 1,5 kg. Erstaunlicherweise hatte ich den ersten Fisch auf Paste gefangen und ständig 4 mm eingeweichte Pellets von „van den Eynde“ mit der Schleuder gefüttert, danach versuchten wir direkt im Schatten unter den überhängenden Sträuchern zu angeln, was uns dann auch gelang. Resultat vom Tag 1 ! 3. Platz mit 11,8 kg. Nicht schlecht für den Anfang - (gerade an diesem schwierigen Gewässer "River" - an dem die zwei ersten Plätze (wie sich im velaufe des Wochenendes zeigen sollte) im Grunde für die Eckplätze reserviert sind).

Tag 2: Wir losten einen verheißungsvollen Platz und dachten an eine Wiederholung des Vortags, ABER da hatten wir uns ein wenig vertan, denn in den ersten 2 ½ Std bekamen wir nicht einen einzigen Biss, wir zweifelten schon an uns selbst, bis dann ein starker Regenschauer kam und ein extremer Wind von vorne ins Gesicht blies, da bekamen wir auf einmal auf 10 m mit der Stippe unsere ersten Bisse, da der Wind soooo stark war, mussten wir tatsächlich mit 8 mm  großen Pellets (hier vertraue ich auf die Elite Serie aus dem Hause vdE) schießen. Der Wind war derart extrem, dass selbst 6er Pellets nicht auf 10 Meter zu schießen waren. Nach weiteren 3 ½ Std hatten wir dann noch ein Ergebnis von 51 kg und den 5.Platz im Sektor - nicht schlecht für die kurze Beissphase ;-)

Tag3: Da ein befreudetes Koppel am Vortag auf dem von uns gelosten Platz 71 kg gefangen hatte, waren wir sehr guter Dinge, unsere nun doch recht passable Leistung zu wiederholen. Doch manchmal ist der Teufel ein Eich(el)hörnchen ;-). 

Leider war es uns nicht vergönnt an unsere Leistung der beiden Vortage anzuknüpfen, im Ergebnis hieß es mit 22 kg den letzten Platz im Sektor, mit einem Fisch mehr hätten wir locker 3 Plätze weiter vorgelegen. EGAL !!! Hätte, wenn und aber - alles nur Gelaber

… alles vorbei, aber trotzdem sehr interessant.

Ein paar sehr nette Leute getroffen und auch ein paar sehr nette Leute kennengelernt, die Veranstaltung war sehr gut organisiert und ich habe ein wenig Blut geleckt, war bestimmt nicht meine letzte Großveranstaltung, die ich mitgefischt habe.

Euer Quax



Red. - wie ihr es gewohnt seid, gibts bei uns die Ergebnisse auch dann, wenn wir (mal :-) ) nicht vorne waren


Bild und Ergebnisliste übernommen von der HJG facebook Seite

1. Ingo Möller und Paul Welford mit 8 Punkten und 134 Kg
2. Jürgen Müller und Didie Zierfas mit 10 Punkten und 163,5 Kg
3. Michael Siegel und Johnas Kugler mit 10 Punkten und 154 Kg
4. Detlef Mager und Andreas Tuk mit 10 Punkten und 148,8 Kg
5. Achim und Andreas Stolz mit 10 Punkten und 121,8 Kg
6. Jochen und Stefan Drescher mit 10 Punkten und 121 Kg
7. Robert Gabrowski und Maik Eggert mit 12 Punkten und 103.25 Kg
8. Axel Heuser und Marco Dittrich mit 14 Punten und 95,5 Kg
9. Gus Peters und Stefan van Elst mit 15 Punkten und 170 Kg
10. Nils Pepperkok und Marvin mit 15 Punkten und 106,4 Kg

Dienstag, Juli 17, 2018

GO 4 INTERPOLE18


Hallo Sportfreunde,
Hallo interpole Fans,

um jeden Zweifel auszuräumen darf ich nochmals darauf hinweisen, dass die interpole 2018 wie geplant stattfinden wird...

Unsere Gäste werden auch in diesem Jahr wieder ab Montag, den 24ten September das Training aufnehmen um für die Durchgänge ab Freitag, den  28ten September, gerüstet zu sein.

Unwiderruflicher Meldeschluss ist der 31te Juli 2018... letzter Zahlungseingang bis 06.08.2018!!!

Alle bereits gemeldeten Starter erhalten via E-Mail eine entsprechende Bitte zur Anweisung der Gebühren.

Dienstag, Juni 26, 2018

BÄÄÄÄÄÄÄÄM

...gerne werfe ich immer wieder einen Blick auf die Ergebnisse internationaler Veranstaltungen - einheitlich gekleidete Deutsche und gut angelnde Engländer, Holländer oder Franzosen sind doch immer schön anzusehen (sorry - aber auch Das musste mal raus).

Nun weis sicher Jeder, der sich schonmal abseits der eigenen Badewanne bewegt hat, dass dort ein anderer Wind weht denn im eigenen Vorgarten... und so sind bei Mannschaftsangeln mit den international üblichen 5 Anglern Ergebnisse von 10 bis 20 Punkten meist schon als wirklich gutes Ergebnis anzusehen - 2 solcher Tage und man ist zumeist bei einer WM oder EM vorne dabei...

Umso bemerkenswerter ist daher DAS, was nun dem Team Sensas Armentieres bei der Club WM in Ungarn am Ruderkanal Szeged gelungen ist... Sagenhafte FÜNF EINSEN legten die Jungs am 2ten Tag hin...

ich denke da kann man nur den Hut ziehen!!!

 

Freitag, Juni 15, 2018

The sound of paste and pellet - Part 1


Seien wir Angler (ausnahmsweise) mal ehrlich… des Deutschen Angler liebstes Kind ist und bleibt „das Futter“. Über nichts anderes habe ich in den ca. 40 Jahren, die ich mich jetzt schon im Angelzirkus bewege, wohl öfter diskutiert oder philosophiert.

Und so kam es dann auch für mich lange Zeit ungläubig rüber, als insbesondere die Übersetzungen aus englischen Fachzeitschriften von gänzlich anderen Methoden der Futtertechnik berichteten. So ganz ohne Futter ans Wasser und nur die „seltsam harten Körner“ dabei – das konnte doch unmöglich die Bibliotheken meiner gesammelten futterwissenschaftlichen Experimente aus Jahrzehnten ersetzen – so zumindest dachte ich! 


Folglich begann ich zunächst sehr vorsichtig und skeptisch die „kleinen Steine“ unter mein Futter zu mischen oder fuhr somit zweigleisig. Anders handhaben dass insbesondere die Jungangler, die natürlich in der heutigen Zeit der Interkommunikation bestens vertraut sind mit Alles und Jedem, was sich auf dieser Welt in Sachen Angelsport und neue Methoden gerade verändert – und so staunte ich dann auch nicht schlecht, dass die Kinder und Bewunderer von gestern sehr schnell zu den mehr denn ernst zu nehmenden Gegnern von heute wurden. 



Wollte ich also nicht an Boden verlieren, musste ich mich von den in Stein gemeißelten Überzeugungen trennen und neue Wege beschreiten. Zu meiner großen Freude konnte ich auch hier auf meinen langjährigen Partner in Sachen Grundfutter „van den Eynde“ vertrauen – denn längst kommt aus der belgischen Futterschmiede auch eine tolle Range in Sachen Pellets, Paste, Miniboilies, Booster usw usw

Ergo „traute“ ich mich und begann insbesondere bei den wöchentlichen Abendangeln das Futter auf Null zu reduzieren und lustig Pellets zu schießen. Doch ganz so einfach ist es dann eben doch nicht… wieder mal galt vielmehr der alte Grundsatz – kaum macht mans richtig – schon geht’s. Aber wie macht man es denn nun richtig – genau darüber will ich Euch heute berichten.

Beginnen wir mit den harten Pellets, die entweder zum Füttern benutzt oder aber „am Gummiband“ gefischt werden. Verfügbar sind in den für uns Stipper gebräuchlichen Größen von 2, 4, 6 und 8 mm… größere Pellets kommen im Grunde eher beim Großkarpfenangeln zum Einsatz oder werden in Ausnahmesituationen (wie Beispielsweise starkem Seitenwind beim Pelletwagglern) benutzt. Als Variante zum harten Pellet in den vorgenannten Größen gibt es zudem den Expanderpellet, der über eine Vakuumpumpe in einen weichen, hakenfähigen Zustand versetzt wird.

Ihre Einsatzbereiche hier im Überblick:
  • 2 mm – der wohl meist gebrauchte Pellet beim Füttern auf große Weißfische – außerdem sehr gerne benutzt als Zutat im Methodfutter (ein echter Renner – unbedingt ausprobieren). Füttert ihr die Pellets über den Polecup, können sie vorher max. eine Minute unter Wasser gesetzt werden – das Wässern sollte entfallen, wenn das Katapult zum Einsatz kommt, denn die kleinen Pellets kleben nach dem Wässern und haben folglich nicht die besten Flugeigenschaften.

  • 4 mm – dieser Pellet ist der wohl meist gebrauchte Futterpellet, Er kommt für das Füttern an den Commercials ebenso oft zum Einsatz, wie am Pelletband als Hakenköder, wenn es auf Karpfen, große Brassen oder Karauschen geht. Im trockenen Zustand lässt er sich auch hervorragend und unter nahezu allen Bedingungen auf die 13 m Bahn schießen.

  • 6 mm – im Grunde besitzt dieser Pellet ähnliche Eigenschaften wie der 4 mm Pellet – sehr häufig werden 4er und 6er Pellets daher auch in Kombination eingesetzt – 4er füttern – 6er am Haken fischen. Als Futterpellet zielt der 6 mm Pellet eher auf Karpfen denn auf große Weißfische ab.

  • 8 mm Pellet – dieser pellet ist der Klassiker beim Füttern auf große Distanz – wie es beim Pelletwaggler oder auch beim Feedern mit der „Bomb“ (also einem einzelnen Blei) praktiziert wird. Selbst habe ich auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht, etwa 200 ml (ein Polecup) der 8 mm Pellets zum Start meiner Session auf einen separaten, ungestörten Futterplatz „abzulegen“. Hier eigenen sich besonders Schilfkanten oder überhängende Bäume. Lasst diesen Platz möglichst lange in Ruhe und probiert es dann nach frühestens einer Stunde dort mit Paste oder einem grossen Pellet… auf diese Weise fing ich 2017 bei einem Freundschaftsmatch in Österreich in Folge 3 Fische mit einem Gesamtgewicht von mehr denn 20 kg…


Hier nun ein paar Tips zur Futtertaktik  - denn auch hier kann Vieles falsch gemacht werden.

  • Ähnlich wie beim Grundfutter gilt auch beim Pelletangeln der Grundsatz höchstmöglicher Präzision – bedenkt, dass jeder Pellet im Wasser ein potentielle Futterquelle ist, zu der der Fisch gerne zurückkehrt… Ein Futterteppich von mehreren qm reduziert selbstredend die Wahrscheinlichkeit, dass der Fisch den Hakenköder nimmt.
  • Aus dem gleichem Grund sollte auch der Angelplatz in der Entfernung nicht „überschossen“ werden. Probiert dazu für Euch aus, mit welchem Katapult ihr am besten zurechtkommt… da das Geräusch der auf dem Wasser auftreffenden Pellets mindestens ebenso wichtig ist wie die Qualität des Pellets selbst, ist das Schießen mit dem Katapult ein essentieller Bestandteil dieser Angelmethode! In den meisten Fällen kommen die Fische aus Zuchtbetrieben und kennen dieses regelmäßige Geräusch von den Futterautomaten der Zuchtbecken.
  • Macht Euch bei gutem Beißverhalten den Aspekt des Futterneids zu nutze. Wählt den Pellet am Haken dazu eine Nummer grösser als den Futterpellet.
  • Überfüttert die Fische nicht – mit einem 800 Gramm Paket Pellets könnt ihr i.d.R. einen Angeltag gut bestreiten.
  • Die Zubereitung von Softpellets (Expander) braucht ein wenig Erfahrung – die allgemeinen Hinweise zur richtigen Dauer des Pumpens sind zumeist sehr individuell – es ist nötig, dass ihr den für die von Euch eingesetzte Pumpe richtigen Zeitpunkt herausfindet. Die Werte schwanken je nach eingesetzter Pumpe zwischen max. einer Minute bis hin zu fünf oder gar sechs Minuten… vieles hängt hier von der Vakuumkraft der Pumpe ab… Mein Tip: lieber etwas früher das Vakuum auslassen – denn ein zu lange gepumpter Pellet hält unmöglich am Haken und verursacht graue Haare – siehe Autor :-)
Zu guter letzt noch ein paar Toptips:
  • Extrem fängig sind die Pellets in Verbindung mit den flüssigen Boostern – einfach einen guten Schluck des Boosters über die Pellets geben - mein persönlicher Favorit ist hier aus der vdE Range der Booster „Corn“ - das klappt übrigens auch ganz ausgezeichnet mit den Softpellets - nach dem Pumpen einfach etwas Booster drüber und die noch leicht harten Pellets sind bis zum Wasser in Topform.
  • Was viele Angler nicht wissen ist, dass man auch aus den harten Futterpellets weiche Hakenpellets machen kann… wie das ganze funktioniert wird auch in deutscher Sprache auf der vdE Seite unter dem folgenden Link erklärt

Soviel für heute - Im nächsten Teil berichte ich direkt vom Wasser über die Kombination des Pelletfütterns und der neuen vdE Hookpaste als Hakenköder.