Sonntag, August 13, 2023

bei 7 war Schluss

Hallo in die Runde,

nach der Auszeit in Austria hatte ich ja gleich den Re-Start hier am Stuwmeer nicht glorreich aber recht erfolgreich gestalten können...nach 7 Gesamtsiegen in Serie endete diese Serie aber dann doch am gestrigen Samstag beim Königsangeln des HSV OG Rolduc... die Fische waren bei erneut sehr regnerischem Wetter zwar nicht unbedingt zurückhaltend aber doch sehr wählerisch - fangbar waren in jedem Falle Fische bis etwa 2 Kilo und leicht darüber - auffallend waren die zum teil recht hohen Stückzahlen der Brassenfänge... wie eigentlich immer beim Angeln sass der Grund für den eigenen Misserfolg hinter der Rute - die nicht ganz 20 kg von Dieter Breuer aus der Mitte zeigen, dass es besser hätte laufen können - da muss ich nicht lange um den heissen Brei reden... nach verheissungsvollem Anfang mit einem Fisch, der durchaus schon für den Königstitel (längster Karpfen) hätte reichen können, wollte ich partout nicht einsehen, das Ganze etwas difiziler anzufassen - nahezu unendlich viele Fehlbisse und falsch gehakte Fische waren das unbefriedigende Ergebnis - besonders ärgerlich - nach 52 und zweimal 54 cm der Konkurenz, konnte ich einen Fisch mit ca. 57 cm vermessen - bei nur noch einem zu wiegenden (und zu messenden) Kollegen schien mir das zumindest der Sieg in der Königswertung - aber da war sie wieder - die alte Weisheit des Walter Schneider "man soll sich nicht täuschen" - und so ging auch dieser Titel mit 58 cm um genau einen cm mehr an Gil Jacobs...

Heute gleich die Chance es besser zumachen - diesmal gings ans Casteel Eerenstein, wo ein vereinsinterner Koppelwettkampf wartete... dank einiger alzter Kontakte konnte ich nach zunächst erfolgloser Suche in Ingo Schlebusch noch einen Koppelpartner finden (Richard ist hier kein Mitglied) - das Los war mit der Nummer 16 bedeutete Endplatz für uns beide wobei Ingo mir den Platz an der Sionne überlässt - nicht schlecht aber auch nicht Sektor A, in dem seit Monaten die höchsten Gewichte gefangen werden - der Anfang war im Grund katastrohal - gleich 2 Fische in Folge finden einen Hänger etwa 2 bis 3 m hinter meiner Angelstelle - Fisch weg - Montage hängt 😒 und lässt sich nur mit "Gewalt" lösen - sicher nicht förderlich im flachen Wasser - dann muss eben die etwas kräftigere Montage und ein geändertes Drillverhalten her - damit läufts etwa 30 Minuten deutlich besser bis der nahezu gesamte Sektor unerklärlich einbricht - erst zum Ende gibts nochmal Fisch am Platz, der aber partout nicht in den Kescher will - ganz magere 4 kg reichen zwar zum Sektorensieg und zur 3 gesamt, sind aber (wie die Holländer sagen) "Nichts um darüber nach Hause zu schreiben"... der Sieger sitzt auch diesmal in Sektor A wo Peter Douven und Jan Koolen ca. 14,5 kg fangen...

Ergebnis siehe hier

Nach einer extrem erfolgreichen Periode im Juni / Juli endet für mich die Sommersaison am Stillwasser Ende August - auf dem Programm stehen bis dahin noch 2 Veranstaltungen - parallel werde ich beginnen, die 7 Sachen für den Kanal vorzukramen um mich meiner "Lieblingsangelei" zu widmen - in ca. 6 Wochen ist es soweit und wir treffen uns wieder mit den (leider nur noch) Überlebenden der Friedfischszene zur InterPole am Julianakanal - die 100kg plus Jungs trauen sich leider auch in 2023 nicht an den Kanal - es ist schon jammerschade, dass es nur noch sehr wenige gibt, die die Vielseitigkeit unseres gebliebten Hobbys wirklich zu schätzen wissen .. seis drum - Die, die auch in diesem Jahr dabei sein werden, haben hoffentlich umso mehr Spass und werden hoffentlich mit zwei lachenden Augen wieder nach Hause fahren 😎

Die Trainingsangeln der Trainingsgruppe IP23 starten am Wochenende  2ter und 3ter September! Bei Intersse einfach E-Mail an interpole(@)gmx.de  

Montag, August 07, 2023

Von Austria bis Splash


Hallo in die Runde,

wieder mal ging eine "magageile" Zeit in Österreich zu Ende, die auch in diesem Jahr wieder Fische an den Haken brachte, wie man Sie hier zu Lande nicht selten als "Fisch des Lebens" bezeichnen würde. Sicherlich hat die boomende Commercial Szene auch hier bei uns längst dafür gesorgt, dass es im Gegensatz zu früheren Zeiten eine periodisch ansteigende Zahl an "Angelgöttern" gibt - doch die gewachsenen Strukturen und die gut entwickelten Gewässer in Austria sind ganz einfach nochmal eine ganz andere Nummer. 

Ohne Urgestein Achim Achterath zählte unsere Runde in diesem Jahr 5 Angler - Johannes und Axel als "Männer der ersten Stunde" sowie Commercial-Quax und Rony waren neben mir am Start - hinzu gesellte sich noch ein Kollege aus Hessen. Zum eingewöhnen gabs den Donnerstag und es sollte sich zeigen, dass die Fische durchaus Interesse an den Ködern zeigten...

Freitag dann das erste Treffen mit unseren Ösi - Kollegen - Cheforganisator Walter Schneider muss krankheitsbedingt leider aktuell etwas kürzer treten (weiterhin guet Besserung nochmals an dieser Stelle) - schön, dass andere hier eingesprungen sind!

Während das team schwarz-rot-gold überwiegend seit Jahren mit den gleichen Gesichtern antritt, gesellen sich auf der rot-weiss-roten Seite auch gerne immer wieder neue Kollegen dazu - besonders hervorheben möchte ich hier Lilly Fuchs (Mrs. Fox), die sich unter dem kompetenten Coaching meines letztjährigen Koppelpartners "Mr. Fox" bereits zu einer versierten Amazone - insbesondere mit der Feeder - entwickelt hat. Gelernt ist eben gelernt - und in Sachen "Anderen was lernen" ist Lehrer Michi quasi Profi 😎

Zurück zum ersten Angeln - befischt wurde entgegen der Vorjahre die vordere Hälfte der Weiheranlage Steinbrunn - favorisiert waren ganz sicher die Eckplätze und die Plätze vor der Insel... wenngleich auch an diesen Plätzen die Fische nicht freiwillig in den Kescher schwimmen.

Während es vor der Insel insbesondere bei Walter Schneider und Franz Artmüller im Grunde gleich zur Sache ging, blieb es auf allen Eckplätzen doch noch auffällig still - lediglich Quax hatte aus der Mitte eine gute Serie mit der Feeder - nach der Mittagspause aber kam der Fisch "los"- vom Eckplatz 1 reichte es für Tom Hackl noch zur 2 - bei mir wurde es von Platz 14 die 4 insgesamt. Ein wenig spät ins Rollen kam Johannes, der aber mit ca. 30 kilo in der letzten Stunde einmal mehr aufhorchen liess... Nicht ganz 3-stellig wurde es für Franz Artmüller auf dem obersten "Stockerl" - Walter Schneider komplettierte das Podium als Dritter.

Weiter gings an einem ehem. Baggersee nahe der ungarischen Grenze - das Gewässer ist schon aufgrund der Struktur ziemlich einzigartig und beherbergt im glasklaren Wasser einen extrem kampfstarken Karpfenbesatz - mitunter zeigt sich auch mal ein Waller an der Oberfläche, der den Vergleich mit "Nessie" aus dem Loch Ness nicht fürchten muss! Einzigartig ist übrigens auch das Frühstück und Mittagessen, was uns Josef Summer und team hier Jahr für Jahr präsentieren - schon dafür würde wohl mancher nach Wallern reisen. Nicht in Anglers Interesse aber um so mehr im Sinne der mitgereisten Ladies ist zudem die Nähe zum Outletcenter Parendorf

so hin 👩 so zurück 👸

Ich entschied mich heute für eine Taktik, die gegenüber der üblichen "Method" Varianten etwas "out of the box" ist - Futter gabs nur per Hand geworfen oder mit der Schleuder - damit das Futter in dem tiefen Gewässer auch den Grund erreicht, entschied ich mich für eine vdE Mischung aus Crushed pellet Mix mit Record Silver - in der Montage selbst gab es keinen Futterkorb sondern nur ein Blei. Vor allem in der ersten Halbzeit funktionierte diese Taktik ufernah ausgezeichnet - bei zurückhaltendem Beissverhalten konnte ich ca 25 kilo verwiegen - das reichte zur Halbzeit für einen Platz im Vorderfeld. Aus unserer Truppe lagen Johannes und Rony in gleicher Region - selbst bis ganz vorne fehlten nur ein bis zwei Fische. In der zweiten Hälfte konnte ich die Fische dann nicht mehr im gleichen Takt fangen aber zum Ende nochmal eine ordentliche Serie hinlegen - das Gesamtklassement entschied Tom Hackl für sich, der hier auch im Vorjahr schon sein Können unter Beweis stellen konnte. Toll, dass auch die Ladies auftrumpften - Rosi Schneider als auch Lilly Fuchs schafften das Podium!! (Johannes aus unserer Truppe hatte sich heute (wie auch ich) für die "only to chill" Variante entschieden - sein Gewicht hätte ansonsten für die 3 gereicht - meines für die 5).

Ganz im Sinne des freundschaftlichen Treffens bildet dann an Tag 3 das Piefke/Ösi Koppel den Abschluss des Wochenendes. Die Partner werden dabei gelost und der Losschlüssel ist so strukturiert, dass sich zu jedem Deutschländer ein Ösi gesellt - als exzellenter Gastgeber lassen uns die Ösis dann selbst noch als Erste aus dem Topf mit allen Kopfplätzen losen 👌👍🙏 die TOP Ecke gleich am Parkplatz fanden wir zwar nicht im Lostopf - doch gleich 3 Ecken gingen an Teilnehmer aus Alemannia... 

In einer angeblich schwierigen Ecke sitzt mir zur Seite - "Martin Otto"... ebenfalls ein Urgestein dieser Veranstaltung und zudem auch ein regelmässiger Besucher der Gegenveranstaltung hier bei uns am Julianakanal. Man kennt sich also und bezüglich der Taktik gibts keine langen Diskussionen. Die Vormittagssession entwickelt sich für mich beinahe zu einem Debakel - nur einen einzigen Fisch kann ich kurz vor dem Halbzeitpfiff beisteuern und vor einem Strauch in der Ecke stellt sich ganz einfach kein Grossfisch ein.... Bei Martin läufts zwar auch nicht ganz nach Wunsch - aber er hält uns in jedem Falle gut im Rennen. Nach der Pause dann ein verändertes Bild - mit nur zwei Fischen kann ich unser Gewicht recht fix um etwa 18 kilo ergänzen - 12,x kg Spiegler - 5,x kg Amur werden sofort gewogen und zurückgesetzt - Martin verliert leider nach hartem Kampf einen ähnlich grossen Fisch - dazu bringen wir beide noch ein paar "normale" Fische ins Netz und landen am Ende bei etwa 55 kg - im Grunde ist das hier zu wenig - doch heute scheint uns der Angelgott wohl gesonnen - da bei allen anderen Koppelpaarung die Gewichte der beiden Partner meist stark differieren, kommt keiner an unser Gesamtgewicht ran und wir lachen diesmal von Platz 1 - knapp vor Walter Schneider und Axel Feld sowie Robert Hechl und Gerhard Otto. Nicht ganz so gut läuft es leider für den Rest der Truppe - Ronny liebt nun mal seine MVR-Stipprute und kommt mit der Feeder am Eckplatz 40 nicht an das erforderliche Gerwicht... Johannes, der Pastegott muss ebenso wie ich erkennen, dass die Fische heute diesen Köder ganz einfach nicht wollen - Maden waren insbesondere auf den Mittelplätzen Trumpf - Quax hat heute Rosi zur Seite und kommt mit der Feedfer auch erst spät an Grossfisch und "der Hesse" kann den Schimpansenplatz 1 auch nicht wirklich nutzen.


Einmal in Austria nutze ich die Zeit gerne um noch ein paar Tage die Schönheit der Gegend und das tolle Miteinander zu geniessen. So bot sich neben der Erholung am Neusiedler See wieder die Gelegenheit mit Martin Otto in Guntramsdorf zu fischen - mit Lilly und Michi Fuchs sowie Nachwuchsangler Konstantin und Martin Otto beim Hechtnstutzer anzutreten

und abschliessend nochmal mit Lilly und Michi Fuchs in Steinbrunn den Gelben nachzustellen. Danke für Eure Begleitung und ein besonderer Dank an all die Leute, die das Ganze hinter den Kulissen immer wieder möglich machen und sich an vielen unterschiedlichen Stellen engagieren - ohne Euch würde es dieses Treffen nicht geben!!!

Keinesfalls vergessen möchte ich abschliessend noch einen persönlichen Dank an MAVER Austria - selbstverständlich stand auch in 2023 wieder ein Besuch im Lager bei Gerhard Otto auf dem Programm - wengleich ich sicherlich viele Maver-Produkte bestens kenne, ist das "in die Hand" nehmen und der persönliche Austausch im Lager sowie das Stöbern doch nochmal neh ganz andere Nummer... vielen Dank für die langjährige Unterstützung (und die tolle E-Mail Betreuung durch Marlies Otto 👸💟).

Einen Besuch im zugehörigen Online shop kann ich allen MAVER Fans und denen, die in germany vergeblich nach den Produkten suchen, nur dringend empfehlen!

MAVER shop

Einige Bilder hoffe ich in den kommenden Tagen noch zu bekommen - dann gibts auch diesbezüglich noch ein "best of".

Für mich gings gestern bereits "vor der Haustüre" weiter - die Splash Troffee am Stuwmeer wurde ihrem Namen dabei insbesondere (oder ausschliesslich) wettertechnisch gerecht 😭.. bei dem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür - es hat nur einmal stark geregnet - und zwar die ganzen 6 Stunden ... scheinbar gehen bei dem Wetter nichtmal die Brassen vor die Türe - da ich den ersten Sektor gelost hatte und somit ohnehin keine Chance auf den Gesamtsieg sah, fischte ich gleich auf den Sektorensieg - also primär Kleinfischjagd und wenig Zeit fürs "Tipwatching" verschwendet - das schien am Ende nicht die schlechteste Idee gewesen zu sein, denn am gesamten Stuwmeer wurden von den 18 Teilnehmern gerade mal 6 bis 7 Brassen gefangen - nur ein Angler schaffte es dabei zumindest 2 Brassen ins Netz zu bringen (3,9 kg) und gewann selbst damit nicht seinen Sektor - 4,5 kg Kleinfisch für einen Gesamtsieg nach 6 Stunden - in Österreich heisst das Martherpfahl - bei uns oberstes Podium - Ergebnis siehe Link.

Ergebnis Splash Troffe  

Montag, Juli 24, 2023

Feeder Woche

 


Hallo,

ausnahmsweise hatte meine geliebte Stipprute in dieser Woche mal Pause - denn auf dem Programm standen zwei Veranstaltungen, die doch eher feederlastig waren... 

am Mittwochabend ging es los mit einem Feeder-Einzelangeln an einer Weiheranlage und für die Nacht von Samstag auf Sonntag stand der schon beinahe traditionelle Nacht-Koppelwettstreit am Stausee auf dem Programm.

Mittwoch war in Punkto Vorbereitung easy going - will man an dem Weiher erfolgreich sein, geht das (zu der Jahreszeit) nur über die Karpfen - also kam folgendes Gerät zum Einsatz:

Maver Reactorlite 11ft Methodfeeder

Daiwa TDR 3012

Maver Schnur 0,22 Typ Stone

Maver Haken MV-R Pellet Carp

dazu ein 50/50 Mix aus Method Mix sweet fishmeal und 2 mm Sticky pellets - jeweils vdE

Nach leicht trägem Start beginnt das grosse Fressen am Futterplatz - die vdE Dumbels sweetbery und banana kommen gut an und nach dem Einwurf folgt meist sehr schnell der nächste run... am Ende eine sehr ordentliches Ergebnis mit ca. 41 kg - Platz zwei geht mit 15 kg weg - da mag man nicht klagen!

Bereits in Sachen Vorbereitung wartete die grössere Herausforderung allerdings am Samstagabend auf Koppelpartner Richard G. und mich. Nachtmarathon bedeutet stets eine besondere Herausforerung - mein Equipment ist für derartige Angeln nicht präpariert und mehr als max. einmal im Jahr bin ich da auch nicht dabei - die letzten gefühlt 10 Jahre war ich da ganz raus - also musste zunächst mal wieder überlegt werden, wie das Ganze so organisiert wird mit der Beleuchtung und dem Handling bei Nacht - und im Anschluss wartete da ja noch das nahezu unberechenbare Stuwmeer mit seinen sehr unterschiedlichen Sektoren...

Genug der Vorrede - am Samstagnachmittag wurde pünktlich gelost - für mich ein wenig überraschend, dass es gerade mal 8 Koppel gab von denen dann auch noch Eines "last minute" absagen musste - das war in früheren Jahren mal ganz anders (da gabs zum Jahresbeginn nen run auf die etwa 20 Startplätze) - ebenso überrascht war ich, dass der sehr kritische aber mit kurzer Wegstrecke erreichbare A Sektor den Vorzug vor dem zuletzt fangtechnisch Besten - aber weit entfernt liegenden C Sektor erhielt - NICHTS was ich der ORGA vorwerfen würde - die machen das Prima!!!

Aus dem Hut kam für uns (diesmal versuchte sich Richard am Losen) die Sieben... vorletzter Platz am Inselsektor B - der Platz lag heute etwa Mitte Insel - für 4 bis 5 Stunden Angeln meist ein guter Platz - denn hier wohnt meist der ein oder andere Fisch - kritisch wirds bei längeeren Veranstaltungen - denn wenn der Standfisch erstmal weggefangen ist, parken die Fische meist an den Inselköpfen und kommen nicht mehr um die Ecke "bis zur Mitte"...

Nach den guten Erfahrungen aus der Vorwoche starteten wir diesmal beide mit der kurzen Stippe - nur kurz die Feederspur füttern und dann mit hoher Frequenz die Fische im Nahbereich fangen - die ersten Brassen erwartete ich nach den letzten Erfahrungen nicht vor Ablauf von 2 bis 3 Stunden und der Sektor ist gut einsehbar - wenn die Nachbarn also mit der Feeder Brassen fangen würden, wäre das schnell erkannt - der Plan geht "beinahe" brilliant auf - sofort sind die Kleinfische am Platz und selbst ein paar Fische um die 50 bis 100 Gramm sind schon dabei - als wir gerade gut im "Flow" sind, gibts zur Überraschung schon nach etwa 15 Minuten die ersten Brasse am Endplatz - ein Einzelfisch??? Bei weitem nicht - gleich mit einer Brassen-Doublette legen die Kollegen nach - und bei solchen Fischen gehts dann schnell den Bach runter wenn man nur mit Kleinfisch dagegenhalten will - also wechseln wir beide zur Feeder - und es ist beinahe surreal was da in den ersten Stunden abgeht... der Fisch scheint regelrecht auf die geladenen Method Feederkörbe zu warten und Brasse um Brasse landet im Netz - bei den Nachbarn läufts ähnlich und bis zum Einbruch der Dämmerung ist hier "Schwerstarbeit" angesagt... als dann das Licht aus und die Lampen angehen, wirds erstaunlich merklich ruhiger (das kennt man eher umgekehrt) und die Frequenz der Bisse lässt nach - in der Dunkelheit wird unter erschwerten Bedingungen viel geknotet - wieder abgeschnitten und neu gebaut - letztendlich gelingt es uns aber mit hoher Flexibilität immer wieder an Fisch zu kommen und insbesondere in der zweiten Nachthälfte schaffen wir es, den Nachbarn ein wenig zu enteilen. Da wir deren Fangerfolge am frühen Morgen bis zum Abpfiff jeweils "kontern" können, bewahrheitet sich dieses Gefühl beim Wiegen - die 71 kg der Nachbarn toppen wir nochmal um ca. 24 kg und scheitern nur knapp an der 100 kg Marke... 

das volle Ergebnis findet ihr hier

besten Dank an einen tollen Koppelpartner (Richard G.) und die Stuwmeerbrassen, die gemeinsam den "alten Mann" nicht haben einschlafen lassen 😎

Neben ner Mütze Schlaf ist nun natürlich Gerätepflege angesagt... ehe eines der Jahreshighlights wartet, wozu es nach Österreich geht ⇑🎬🎣 - für mich ist das stets eine Art "Sommersonnenwende" - denn ab August beginnen so ganz langsam die Vorbereitungen auf meinbe Kanalsaison ... bin sehr gespannt, was primär Schipperskerk und Julianakanal in diesem Jahr zu bieten haben... und werde berichten.



Freitag, Juli 21, 2023

Club WM Polen

 

in Deutschland leider mal wieder unter dem Radar - doch anderswo neh richtig grosse Nummer - die Club WM in Polen - nach einer Woche Training scheinen die Drennan Barnsley Blacks als TOP Team aus England bestens gerüstet ... wer dem Englisch ein wenig mächtig ist, kann aus dem hier verlinkten Video sicher einiges raushören - allen anderen kann ich dennoch einen Blick empfehlen - denn alleine was die English-men da so ans Wasser bringen, würde so mancher Angelmesse sicher zur Ehre gereichen - beeindruckend finde ich insbesondere die Batterien an Matchruten... 

und "trust me" - wer da gewinnen will, wird diese Jungs schlagen müssen...

 

hier gehts zum video und der fb seite der Barnsley-s

Sonntag, Juli 16, 2023

DLRG Wochenendrapport

Hallo in die Runde,

wie vor einigen Wochen berichtet, startete die Koppelsaison (in Deutschland würde man vermutlich Duo oder Tandem sagen) mit Neupartner Richard Gralla seiner Zeit am Stuwmeer wenig erfolgreich.

Am vergangenen Wochenende gabs gleich die zweimalige Chance es besser zu machen.

Am Samstag gings an eine kleine Weiheranlage mit Karpfenbesatz - am Sonntag sollte erneut der Stausee Ort des Geschehens sein.

Die Vorbereitung auf den Samstag verlief recht unspektakulär - in den vergangenen Monaten hatten wir beide hier gleich mehrfach erfolgreich gefischt und der Plan an die Karpfen zu kommen beinhaltete wenig Überraschendes - vielmehr ist es hier der Futterrhythmus, der die Fische schnell "kirre" macht - und wenn die einmal unter Wasser anfangen "Wilde Maus" zu spielen, ist es mit der Angelei hier ein echtes Drama. Also - nur keinen Pellet zuviel und keine unüberlegten Aktionen - so sollte der Schwimmer dann regelmässig abtauchen und Gewicht ins Netz bringen... los gings natürlich mit dem Losen - doch das verhältnismässig kleine Feld liess es zu, dass dem Los im Grunde wenig bis gar keine Bedeutung zukam - die Platze hatte Josef Seidl, der das in dieser Woche stellvertretend für Ton v.d. Sleen regelte, "perfekt" verteilt - neben den bekannten Eckplätzen gab es weitere Plätze an den künstlichen Versteckmöglichkeiten, über die ich ja ebenfalls schon berichtet hatte... einen dieser Plätze erwischten wir und starteten beide mit der gleichen Taktik - die long pole wurde wegen der vorhergesagten stark böigen Winde nur auf 10 m (statt erlaubter 11,50 m) gefischt (was sich als Segen erweisen sollte) und zusätzlich wurde ein Platz "in the margins" präpariert. Die 10 m Bahn lief bis zu etwa der Hälfte der Angelzeit recht ordentlich und wir konnten beide etwa 8 bis 10 Fische eintüten - damit sahen wir uns zu diesem Zeitpunkt mit knapper Nasenlänge vorne - die "margin" Plätze hingegen liefen noch gar nicht, was für dieses Gewässer in den letzten Wochen sehr untypisch ist. Die zweite Hälfte der Veranstaltungen wurde deutlich zäher - auch wir hatten mitunter Probleme mit falsch gehakten Fischen und erst 1,5 Stunden vor Schluss kam die erhoffte Aktivität und er erste Biss im Uferbereich - mit 3 bis 4 weiteren Fischen - der letzte davon ein Ureinwohner von ca. 8,5 kg - wurde es dann doch noch recht deutlich - mit ca 20 kg vor Platz 2 konnten wir das Angeln siegreich beenden. Ein netter Start ins Wochenende - doch das deutlich kritischere Gewässer sollte am Sonntag folgen...

Sonntagmorgen - Stausee irgendwo in Holland - 3 Sektoren - davon einer, der in den letzten Wochen ganz einfach "Grotte" war (das sind die niedrigen Plätze - heute 1 bis 4) - ein weiterer Sektor mit Insel auf ca. 50 m Abstand - da kann was gehen (heute Plätze 5 bis 9) - und der sog. Wiesensektor (heute Plätze 10 bis 13) - da hofft jeder auf eine der letzten Nummern... wobei sich das dort auch von Tag zu Tag ändert - Dieter Breuer hatte hier zuletzt 2-mal trainiert und berichtete mir einmal von einem Traumtag mit über 20 Barssen und einmal vom "Totentanz" - aus dem Losbeutel kam für uns ----------------- die 4 😟😕😒

Nicht zu ändern - auch hier wirds nen Sektorensieger geben - dann eben fighten für Platz 3 in der Gesamtwertung - mehr dürfte schwer werden - die Taktik und das dazugehörige Material hatten wir im Vorfeld abgestimmt und nach kurzer Besprechung stand fest - Richard sitzt links und wird sich primär der Feeder widmen - und ich erinnere mich an alte Stuwmeerzeiten als hier nur gestippt wurde und häufig Kleinfische in Ufernähe gefangen wurden... nah dann mal los - Kleinfisch ist sofort am Platz und nach wenigen Minuten ist der alte flow wieder da - das Ganze hatten wir im Training auch schonmal probiert uns waren uns ziemlich sicher, dass man damit ein bis max zwei Barssen würde kompensieren können... der Rest des Tages lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen - am Feederplatz fangen wir eine von nur 3 Brassen im ganzen A Sektor - die kurze Stippe arbeitet auf Hochtouren - als der Akku bei mir leer ist, übernimmt Richard die Stippe und ich erhole mich kurz beim "tipwatching".

Ich möchte Euch die Freude am Schätzen nicht nehmen und stelle hier einfach mal das Bild unseres Fangergebnisses beim Wiegen ein - dazu gibs dann unten den Link zum Ergebnis - da könnte ihr sehen ob ihr richtig lagt...👦



Ergebnis klick hier

DLRG = Dieter L. und Richard G. 😎