Sonntag, Januar 12, 2020

wirds ein Brassenjahr?

...nach längerer Abstinenz vom Wasser musste es heute ganz einfach sein... ok - der sieben Uhr Wecker wurde noch wegignoriert - doch nachdem ich den Vormittag dann nutzte um die letzten Angelformalitäten zu erledigen, konnte es gleich nach Mittag losgehen...

sicher noch kein Monsterfang am "heimischen Tümpel" - doch den durfte man angesichts dieser Temperaturen auch kaum erwarten - die Carps heute noch im Winterschlaf - ganz anders die Brassen...

Futter heute recht einfach - 2 Teile Super Crush plus 1 Teil Expanda Protein








Freitag, Januar 10, 2020

Sonntag, Januar 05, 2020

Rückblick 19

Hallo Kollegen,

das Jahr 2019 ist Geschichte - und wenn ich auf dem abgebildeten Bild ein wenig nachdenklich drein schaue, dann ganz sicher nicht, der vermasselten Angeln oder Bisse in 2019 wegen, denn davon gabs glücklicherweise nicht all zu Viele.

Gerne erinnere ich mich beim Jahr 2019 an ein tolles Angeljahr zurück, welches gerade im Rahmen meiner persönlichen (zeitlichen) Möglichkeiten sportlich recht erfolgreich verlaufen ist. Am Stillwasser gelangen gleich zum Saisonstart gute bis sehr gute Fänge bei den Anangeln - gefolgt von zahlreichen Stillwasserveranstaltungen auf Vereinsebene als auch im "offenen Zirkus" an den naheliegenden Gewässern. Haften geblieben sind hier ganz sicher ein 5er Teamangeln mit einer ziemlich wild zusammengewürfelten Mannschaft über 2 Tage bei dem ich angesichts der enormen lokalen Konkurenz nach wie vor von einer Sensation spreche, wenn ich auf das Ergebnis zurückblicke und dort das Team "alle Farben" ganz oben sehe... sowie ein ebenso erfolgreich bestrittenes offenes Koppelangeln. Letzteres - wie sollte es anders sein - an der Seite von Achim Achterath - allmählich müssen Achim und ich uns wohl mal umschauen, welche Seniorenresidenz über ein eigenes Carp O Drome verfügt, denn scheiden lassen wir uns wohl in diesem Leben nicht mehr nachdem wir gefühlt bald die goldene Koppelhochzeit feiern :-). Ansonsten gabs am Stillwasser noch den Plan, in zwei unterschiedlichen Vereinen und Disziplinen zur Vereinsmeisterkrone zu greifen - einmal klassisch, was recht überzeugend nach 17 und 18 nun mit dem Triple in 19 gelang - einmal in der Disziplin Rolle - was ebenso grandios scheiterte.... ein Scheitern, welches mich übrigens extrem freut... denn es waren hier gerade die jüngeren oder neu hinzugekommenen Angler, die mit Ihrem know how zeigten, wo der Frosch die Locken hat wenns um die entscheidenden Fische ging... gerade in unserer Szene, in der wir auf regionaler Ebene nicht selten nur darauf warten, dass sich ein weiterer Verein auflöst oder den sportlichen Sektor einstellt ist es höchst erfrischend wenn 20 bis 30-jährige Angler daher kommen und uns "Etablierten" mal zeigen, dass es doch noch eine Zukunft gibt!!! Ein BRAVO an diese Jungs UND an den VEREIN, der solche Entwicklungen fördert und überhaupt ermöglicht.

Nun - wie die meisten Leser wissen, schaffe ich es sicher nicht mehr, monatlich zu zeitintensiven, internationalen Veranstaltungen aufzubrechen... Pflichtprogramm aber ist und bleibt das Treffen mit den Freunden aus Österreich, welches auch schon wieder auf das Jahr 2006/07 zurückgeht und mit einer unverbindlichen E-Mail begann... sowie die interpole, die ihre Geburtsstunde in 2003 erlebte.

Zu Austria wurde und wird ja hier von verschiedensten Autoren stets eine Menge geschrieben... doch weniger die unfassbaren Fangergebnisse sondern vielmehr das unkomplizierte Miteinander ist es, was mich an dieser Veranstaltung ewig faszinieren wird! Angler unterschiedlicher Herkunft die ganz einfach miteinander angeln - so, als wäre es das Normalste auf der Welt... und selbst dann ist noch Platz für weniger ambitionierte Angler am gleichen Gewässer, für die man schlichtweg einen Gewässerabschnitt frei lässt... blicke ich auf die Verhältnisse hier vor meiner Haustüre, ist dies wohl schon eher der Grund für den skeptischen Blick... gerade aus aktuellem Anlass muss ich feststellen, dass ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Angelsportlern und Sportanglern hierzulande längst nicht überall selbstverständlich ist - das ICH regiert und die Qualität der Arbeit des Sportwarts entscheidet sich an der Kaffeemaschine vor oder am Grill nach dem Angeln. Gleich wie sehr dieses System in der Vergangenheit auch gescheitert ist, mit Augen zu und durch rennt man erneut ins Verderben. Angler vergessen hier und da sehr schnell und "Arsch huh, Zäng ussenander" (Kölsch für Arsch hoch, Zähne auseinander) - gibts bei uns allenfalls im stillen Kämmerlein - das wurde mir in den letzten Monaten des Jahres 2019 leider einmal mehr deutlich.

Zu guter Letzt noch ein kurzer Blick auf die interpole zu der wohl auch schon Vieles geschrieben ist.
In Zeiten, in denen nach einem Eckplatzsieg schon der nächste Commercial Superheroe geboren wird um von der Firma xyz mit einem "Sponsoringvertrag" ausgestattet zu werden, scheint es Angler zu geben, die nicht einmal mehr wissen, dass man auch noch am Fliesswasser Fisch fängt - geschweige denn "Wie". Angesichts der Fangergebnisse der letzten Jahre muss sich diese Angelei in jedem Falle nicht verstecken und so begrüsse ich gerne Jahr für Jahr die mehr oder weniger gleichen "die hards", die gegen Kanal, Wetter und Beissverhalten der Julianarotaugen kämpfen. Von Spitzenklasse bis Nachwuchstalent ist nach wie vor alles dabei - auch wenn die Zeiten 3-stelliger Teilnehmerzahlen längst Geschichte sind.

Soweit eine kurze Rückblende auf mein Angeljahr 2019 - mit Vorfreude sehe ich schon jetzt dem Saisonstart 2020 entgegen und bin gespannt wen von Euch ich dann wo treffen werde. Meinen Terminkalender werde ich hoffentlich wieder so strukturieren können, dass ich auf möglichst vielen Meldelisten zu finden bin :-) und eines wird sich nicht ändern - HIER erfahrt Ihr nicht nur wenns glorreich war sondern auch wenns mal unrund lief ;-) versprochen!

Ein besonderes tight lines 2020 geht wie immer nach Ebreichsdorf und Traiskirchen (AU) sowie Alpen - Menzelen (WES).

fD

Donnerstag, Dezember 05, 2019

Der Wintertrottel


Wie kommt man auf so einen Titel ? Jaja, es ist nicht leicht Fehler zuzugeben, aber da ich nun mal Fehler mache, stehe ich auch dazu. So geschehen in Valkenburg bei der WinterCompetition.
Wie eine Woche vorher, lose ich genau den selben Platz, bei dem ich gnadenlos letzter geworden bin. Eine Erklärung hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht für mein schlechtes Abschneiden, denn mit 8.800 Gramm schob ich das ganze Feld vor mir her. Diesmal sollte alles gaaaaanz anders werden. Da ich weder an meinem Tackle noch an meiner Angelmethode zweifelte, nahm ich das selbe Futter, die selben Köder und das selbe Gerät. Die Temperaturen waren knapp unter Null, die Stege befroren, aber die Sonne machte sich langsam auf den Weg ein paar wärmende Strahlen zu senden. Wie sich schon nach ganz kurzer Zeit zeigte, kamen recht schnell die ersten vorsichtigen Bisse und K1 Karpfen. Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf, denn in Valkenburg ist es so, dass man nicht mehr als 20 kg Fisch im Netz hältern darf, bis 23 kg wird das Netz mit 20kg gewertet, ist man drüber, wird der gesamte Kescher aus der Wertung gestrichen. Nun fing ich einen kleinen Karpfen nach dem Anderen und ich hatte damit gerechnet, dass ich so bei 18kg liege. Da ich aber noch 1 ½ Stunden zu angeln hatte, setzte ich das zweite Netz ein, um auf Sicherheit zu gehen. Mit dem Abpfiff der Veranstaltung, fühlte ich mich bestätigt, alles richtig gemacht zu haben, denn schlechter als die Woche davor konnte es eigentlich nicht laufen (falsch gedacht). àAls dann das Wiegeteam bei mir den ersten Kescher wiegen wollte, schlug die Waage viel zu weit aus, mit 24,6 Kilogramm war der Kescher überfüllt und somit ganz aus der Wertung, leider reichte der zweite Kescher gerade mal zum vorletzten Platz. In der Gesamtsumme meiner Kescher hätte ich mit Abstand zum Dritten mit 40 kg den zweiten Platz belegt. Dumm gelaufen, dass ich diese kleinen Karpfen einfach nicht schwer genug eingeschätzt habe.

Deshalb finde ich, dass der Wintertrottelpokal dieses Jahr an mich geht :-)

Resumé: Heute habe ich wieder viel gelernt :-) 

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr: Euer Quax

Dienstag, November 26, 2019

Winterangeln muss man üben !


Es geschah im frühen Winter, das Zwitschern der Vögel war kaum noch zu hören, die Blätter der Bäume haben ihren Weg zur letzten Ruhe angetreten und die Temperaturen fielen gegen Null und tiefer. Anstatt schön lange auszuschlafen oder sich auf der kuscheligen Couch rumzulümmeln und die Zimmertemperatur auf 24°C zu stellen, packen sich einige komische Menschen in mehrere Schichten in warme Klamotten wie eine Zwiebel und verlassen das traute Heim, um die Scheiben von Eis zu befreien und den kalten Motor zu starten, damit sie sich mit Ihresgleichen fast bewegungslos am Gewässer in eine sitzende Position begeben. Naja, ist zwar jetzt sehr einfach beschrieben, aber im Grunde sehr zutreffend :-)
 
Einmal den Wagen gestartet und sich auf den Weg zum Gewässer gemacht, wird doch schon darüber nachgedacht, welche Montagen man aufzubauen hat. Am Parkplatz angekommen, werden die anderen Schuppenjäger begrüßt und schon drüber philosophiert, ob es überhaupt Sinn macht auszupacken. Wenn man aber schon mal da ist, dann sollte man auch auspacken. 

Nun wissen wir ja alle, dass der Fisch langsamer wird, nicht mehr viel durch Wasser wandert, die Nahrung nicht wirklich aktiv sucht und nur kleine Mengen vorsichtig aufnimmt. Also werden die Schnüre dünner, die Haken kleiner, die Köder winzig und die Tragkraft der Posen minimal. 

Bei der Ausbleiung der Posen ist es von Vorteil sehr gute Augen zu haben, denn der Kopf der Pose sollte maximal 1-2 mm aus dem Wasser ragen. Die Tiere beißen so vorsichtig, dass sie bei kleinstem Widerstand den Köder ausspucken. Auch wenn es sich komisch anhört, aber das Winterangeln muss man üben ! Die Bisserkennung ist ganz anders als bei warmen Temperaturen, da macht es auch mal Sinn den Köder ganz langsam ein paar Zentimeter anzuheben und langsam wieder sinken zu lassen, denn durch das Herbstlaub im Wasser wird der Köder auch schon mal verdeckt. Selbst wenn sich die Pose auch nur leicht bewegt, ohne unterzugehen, sollte man einfach mal einen Anhieb wagen. Es ist schon erstaunlich wie vorsichtig sie sind, eine gute Erfahrung habe ich gemacht, wenn die Pose soooo tief steht, dass sie fast bündig mit der Wasseroberfläche ist und alleine durch das Schließen der Oberfläche ein Biss zu erkennen ist, dies funktioniert natürlich nur bei Windstille und stehendem Gewässer. Als Bissanzeigeblei reicht ein 10er Schrot um die Pose 1-2 mm anzuheben ---- Pose hoch à Zack Anschlag J Pose runter à Zack Anschlag. Also: Experimentieren ist da schon mal von Vorteil.
 In diesem Sinne: 

Petri Heil und ein schönes Weihnachtsfest mit einem guten Start ins neue Jahr.

LG: Euer Quax

Anmerkung der Red. wer sein Wohnzimmer auf 24 Grad heizt, wird spätestens im Frühjahr von mir persönlich mit Niederlagen nicht unter 10 Kg Unterschied bestraft!