Dienstag, August 07, 2018

Günter trifft...


diesmal HJG Carp Cup auf t-Mun




Datt Leben is kein Ponnyhof !

So, nach langer Abstinenz habe ich es dann doch nochmal geschafft, mir ein wenig Zeit zu nehmen um ein paar Zeilen zu schreiben.

Da ich ja noch nie einen großen Wettkampf mitgeangelt habe und auch noch nie einen festen Koppelpartner hatte, kamen direkt zwei Probleme auf mich zu. Zum Einen, dass man noch nie Kontakt zu einem Kollegen hatte, der schon mehrfach und Jahre lang Erfahrung im Koppeln hatte und ich nicht einmal wusste, wie dieser Kollege aussah, noch Ahnung hatte, ob wir miteinander klar kommen. Zum Anderen, dass eine so lange Veranstaltung überhaupt Spaß machen kann.

Also los ! Mehr als in die Hose gehen kann es nicht.

Bei dem Veranstalter (HJG Drescher) angerufen und gefragt, ob es noch Startplätze gibt. 

Ja! Es ist noch ein Platz frei!

Da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Ahnung hatte, ob sich jemand finden lässt, der mit mir koppelt, war ich aber guter Dinge und habe zugesagt. Der Tag der Veranstaltung nahte und trotz mehrerer Versuche eine Nachricht von einem mir empfohlenen Koppelpartner zu bekommen, scheiterte dies schon im Ansatz... aber die Zusage beim Veranstalter lag vor - immerhin etwas - wenn nicht gar das Wichtigste - also auf zum

DRESCHER CUP ;-)

 Anreise von der Küste nach t´Mun , unterwegs war in Breda die Autobahn wegen Überflutung gesperrt. Da hat man mal ein wenig Regen und dann geht die Welt gleich unter ;-). 

Freitag um 8:00 Uhr lernte ich dann meinen Koppelpartner kennen, genau rechtzeitig zum Ziehen des Platzes. Nach kurzem Beschnuppern, waren wir uns einig, datt klappt schon ;-). 

Am ersten Tag belegten wir den 3. Platz mit zwei Graskarpfen von ca 5 kg und einem Spiegler von ca 1,5 kg. Erstaunlicherweise hatte ich den ersten Fisch auf Paste gefangen und ständig 4 mm eingeweichte Pellets von „van den Eynde“ mit der Schleuder gefüttert, danach versuchten wir direkt im Schatten unter den überhängenden Sträuchern zu angeln, was uns dann auch gelang. Resultat vom Tag 1 ! 3. Platz mit 11,8 kg. Nicht schlecht für den Anfang - (gerade an diesem schwierigen Gewässer "River" - an dem die zwei ersten Plätze (wie sich im velaufe des Wochenendes zeigen sollte) im Grunde für die Eckplätze reserviert sind).

Tag 2: Wir losten einen verheißungsvollen Platz und dachten an eine Wiederholung des Vortags, ABER da hatten wir uns ein wenig vertan, denn in den ersten 2 ½ Std bekamen wir nicht einen einzigen Biss, wir zweifelten schon an uns selbst, bis dann ein starker Regenschauer kam und ein extremer Wind von vorne ins Gesicht blies, da bekamen wir auf einmal auf 10 m mit der Stippe unsere ersten Bisse, da der Wind soooo stark war, mussten wir tatsächlich mit 8 mm  großen Pellets (hier vertraue ich auf die Elite Serie aus dem Hause vdE) schießen. Der Wind war derart extrem, dass selbst 6er Pellets nicht auf 10 Meter zu schießen waren. Nach weiteren 3 ½ Std hatten wir dann noch ein Ergebnis von 51 kg und den 5.Platz im Sektor - nicht schlecht für die kurze Beissphase ;-)

Tag3: Da ein befreudetes Koppel am Vortag auf dem von uns gelosten Platz 71 kg gefangen hatte, waren wir sehr guter Dinge, unsere nun doch recht passable Leistung zu wiederholen. Doch manchmal ist der Teufel ein Eich(el)hörnchen ;-). 

Leider war es uns nicht vergönnt an unsere Leistung der beiden Vortage anzuknüpfen, im Ergebnis hieß es mit 22 kg den letzten Platz im Sektor, mit einem Fisch mehr hätten wir locker 3 Plätze weiter vorgelegen. EGAL !!! Hätte, wenn und aber - alles nur Gelaber

… alles vorbei, aber trotzdem sehr interessant.

Ein paar sehr nette Leute getroffen und auch ein paar sehr nette Leute kennengelernt, die Veranstaltung war sehr gut organisiert und ich habe ein wenig Blut geleckt, war bestimmt nicht meine letzte Großveranstaltung, die ich mitgefischt habe.

Euer Quax



Red. - wie ihr es gewohnt seid, gibts bei uns die Ergebnisse auch dann, wenn wir (mal :-) ) nicht vorne waren


Bild und Ergebnisliste übernommen von der HJG facebook Seite

1. Ingo Möller und Paul Welford mit 8 Punkten und 134 Kg
2. Jürgen Müller und Didie Zierfas mit 10 Punkten und 163,5 Kg
3. Michael Siegel und Johnas Kugler mit 10 Punkten und 154 Kg
4. Detlef Mager und Andreas Tuk mit 10 Punkten und 148,8 Kg
5. Achim und Andreas Stolz mit 10 Punkten und 121,8 Kg
6. Jochen und Stefan Drescher mit 10 Punkten und 121 Kg
7. Robert Gabrowski und Maik Eggert mit 12 Punkten und 103.25 Kg
8. Axel Heuser und Marco Dittrich mit 14 Punten und 95,5 Kg
9. Gus Peters und Stefan van Elst mit 15 Punkten und 170 Kg
10. Nils Pepperkok und Marvin mit 15 Punkten und 106,4 Kg

Dienstag, Juli 17, 2018

GO 4 INTERPOLE18


Hallo Sportfreunde,
Hallo interpole Fans,

um jeden Zweifel auszuräumen darf ich nochmals darauf hinweisen, dass die interpole 2018 wie geplant stattfinden wird...

Unsere Gäste werden auch in diesem Jahr wieder ab Montag, den 24ten September das Training aufnehmen um für die Durchgänge ab Freitag, den  28ten September, gerüstet zu sein.

Unwiderruflicher Meldeschluss ist der 31te Juli 2018... letzter Zahlungseingang bis 06.08.2018!!!

Alle bereits gemeldeten Starter erhalten via E-Mail eine entsprechende Bitte zur Anweisung der Gebühren.

Dienstag, Juni 26, 2018

BÄÄÄÄÄÄÄÄM

...gerne werfe ich immer wieder einen Blick auf die Ergebnisse internationaler Veranstaltungen - einheitlich gekleidete Deutsche und gut angelnde Engländer, Holländer oder Franzosen sind doch immer schön anzusehen (sorry - aber auch Das musste mal raus).

Nun weis sicher Jeder, der sich schonmal abseits der eigenen Badewanne bewegt hat, dass dort ein anderer Wind weht denn im eigenen Vorgarten... und so sind bei Mannschaftsangeln mit den international üblichen 5 Anglern Ergebnisse von 10 bis 20 Punkten meist schon als wirklich gutes Ergebnis anzusehen - 2 solcher Tage und man ist zumeist bei einer WM oder EM vorne dabei...

Umso bemerkenswerter ist daher DAS, was nun dem Team Sensas Armentieres bei der Club WM in Ungarn am Ruderkanal Szeged gelungen ist... Sagenhafte FÜNF EINSEN legten die Jungs am 2ten Tag hin...

ich denke da kann man nur den Hut ziehen!!!

 

Freitag, Juni 15, 2018

The sound of paste and pellet - Part 1


Seien wir Angler (ausnahmsweise) mal ehrlich… des Deutschen Angler liebstes Kind ist und bleibt „das Futter“. Über nichts anderes habe ich in den ca. 40 Jahren, die ich mich jetzt schon im Angelzirkus bewege, wohl öfter diskutiert oder philosophiert.

Und so kam es dann auch für mich lange Zeit ungläubig rüber, als insbesondere die Übersetzungen aus englischen Fachzeitschriften von gänzlich anderen Methoden der Futtertechnik berichteten. So ganz ohne Futter ans Wasser und nur die „seltsam harten Körner“ dabei – das konnte doch unmöglich die Bibliotheken meiner gesammelten futterwissenschaftlichen Experimente aus Jahrzehnten ersetzen – so zumindest dachte ich! 


Folglich begann ich zunächst sehr vorsichtig und skeptisch die „kleinen Steine“ unter mein Futter zu mischen oder fuhr somit zweigleisig. Anders handhaben dass insbesondere die Jungangler, die natürlich in der heutigen Zeit der Interkommunikation bestens vertraut sind mit Alles und Jedem, was sich auf dieser Welt in Sachen Angelsport und neue Methoden gerade verändert – und so staunte ich dann auch nicht schlecht, dass die Kinder und Bewunderer von gestern sehr schnell zu den mehr denn ernst zu nehmenden Gegnern von heute wurden. 



Wollte ich also nicht an Boden verlieren, musste ich mich von den in Stein gemeißelten Überzeugungen trennen und neue Wege beschreiten. Zu meiner großen Freude konnte ich auch hier auf meinen langjährigen Partner in Sachen Grundfutter „van den Eynde“ vertrauen – denn längst kommt aus der belgischen Futterschmiede auch eine tolle Range in Sachen Pellets, Paste, Miniboilies, Booster usw usw

Ergo „traute“ ich mich und begann insbesondere bei den wöchentlichen Abendangeln das Futter auf Null zu reduzieren und lustig Pellets zu schießen. Doch ganz so einfach ist es dann eben doch nicht… wieder mal galt vielmehr der alte Grundsatz – kaum macht mans richtig – schon geht’s. Aber wie macht man es denn nun richtig – genau darüber will ich Euch heute berichten.

Beginnen wir mit den harten Pellets, die entweder zum Füttern benutzt oder aber „am Gummiband“ gefischt werden. Verfügbar sind in den für uns Stipper gebräuchlichen Größen von 2, 4, 6 und 8 mm… größere Pellets kommen im Grunde eher beim Großkarpfenangeln zum Einsatz oder werden in Ausnahmesituationen (wie Beispielsweise starkem Seitenwind beim Pelletwagglern) benutzt. Als Variante zum harten Pellet in den vorgenannten Größen gibt es zudem den Expanderpellet, der über eine Vakuumpumpe in einen weichen, hakenfähigen Zustand versetzt wird.

Ihre Einsatzbereiche hier im Überblick:
  • 2 mm – der wohl meist gebrauchte Pellet beim Füttern auf große Weißfische – außerdem sehr gerne benutzt als Zutat im Methodfutter (ein echter Renner – unbedingt ausprobieren). Füttert ihr die Pellets über den Polecup, können sie vorher max. eine Minute unter Wasser gesetzt werden – das Wässern sollte entfallen, wenn das Katapult zum Einsatz kommt, denn die kleinen Pellets kleben nach dem Wässern und haben folglich nicht die besten Flugeigenschaften.

  • 4 mm – dieser Pellet ist der wohl meist gebrauchte Futterpellet, Er kommt für das Füttern an den Commercials ebenso oft zum Einsatz, wie am Pelletband als Hakenköder, wenn es auf Karpfen, große Brassen oder Karauschen geht. Im trockenen Zustand lässt er sich auch hervorragend und unter nahezu allen Bedingungen auf die 13 m Bahn schießen.

  • 6 mm – im Grunde besitzt dieser Pellet ähnliche Eigenschaften wie der 4 mm Pellet – sehr häufig werden 4er und 6er Pellets daher auch in Kombination eingesetzt – 4er füttern – 6er am Haken fischen. Als Futterpellet zielt der 6 mm Pellet eher auf Karpfen denn auf große Weißfische ab.

  • 8 mm Pellet – dieser pellet ist der Klassiker beim Füttern auf große Distanz – wie es beim Pelletwaggler oder auch beim Feedern mit der „Bomb“ (also einem einzelnen Blei) praktiziert wird. Selbst habe ich auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht, etwa 200 ml (ein Polecup) der 8 mm Pellets zum Start meiner Session auf einen separaten, ungestörten Futterplatz „abzulegen“. Hier eigenen sich besonders Schilfkanten oder überhängende Bäume. Lasst diesen Platz möglichst lange in Ruhe und probiert es dann nach frühestens einer Stunde dort mit Paste oder einem grossen Pellet… auf diese Weise fing ich 2017 bei einem Freundschaftsmatch in Österreich in Folge 3 Fische mit einem Gesamtgewicht von mehr denn 20 kg…


Hier nun ein paar Tips zur Futtertaktik  - denn auch hier kann Vieles falsch gemacht werden.

  • Ähnlich wie beim Grundfutter gilt auch beim Pelletangeln der Grundsatz höchstmöglicher Präzision – bedenkt, dass jeder Pellet im Wasser ein potentielle Futterquelle ist, zu der der Fisch gerne zurückkehrt… Ein Futterteppich von mehreren qm reduziert selbstredend die Wahrscheinlichkeit, dass der Fisch den Hakenköder nimmt.
  • Aus dem gleichem Grund sollte auch der Angelplatz in der Entfernung nicht „überschossen“ werden. Probiert dazu für Euch aus, mit welchem Katapult ihr am besten zurechtkommt… da das Geräusch der auf dem Wasser auftreffenden Pellets mindestens ebenso wichtig ist wie die Qualität des Pellets selbst, ist das Schießen mit dem Katapult ein essentieller Bestandteil dieser Angelmethode! In den meisten Fällen kommen die Fische aus Zuchtbetrieben und kennen dieses regelmäßige Geräusch von den Futterautomaten der Zuchtbecken.
  • Macht Euch bei gutem Beißverhalten den Aspekt des Futterneids zu nutze. Wählt den Pellet am Haken dazu eine Nummer grösser als den Futterpellet.
  • Überfüttert die Fische nicht – mit einem 800 Gramm Paket Pellets könnt ihr i.d.R. einen Angeltag gut bestreiten.
  • Die Zubereitung von Softpellets (Expander) braucht ein wenig Erfahrung – die allgemeinen Hinweise zur richtigen Dauer des Pumpens sind zumeist sehr individuell – es ist nötig, dass ihr den für die von Euch eingesetzte Pumpe richtigen Zeitpunkt herausfindet. Die Werte schwanken je nach eingesetzter Pumpe zwischen max. einer Minute bis hin zu fünf oder gar sechs Minuten… vieles hängt hier von der Vakuumkraft der Pumpe ab… Mein Tip: lieber etwas früher das Vakuum auslassen – denn ein zu lange gepumpter Pellet hält unmöglich am Haken und verursacht graue Haare – siehe Autor :-)
Zu guter letzt noch ein paar Toptips:
  • Extrem fängig sind die Pellets in Verbindung mit den flüssigen Boostern – einfach einen guten Schluck des Boosters über die Pellets geben - mein persönlicher Favorit ist hier aus der vdE Range der Booster „Corn“ - das klappt übrigens auch ganz ausgezeichnet mit den Softpellets - nach dem Pumpen einfach etwas Booster drüber und die noch leicht harten Pellets sind bis zum Wasser in Topform.
  • Was viele Angler nicht wissen ist, dass man auch aus den harten Futterpellets weiche Hakenpellets machen kann… wie das ganze funktioniert wird auch in deutscher Sprache auf der vdE Seite unter dem folgenden Link erklärt

Soviel für heute - Im nächsten Teil berichte ich direkt vom Wasser über die Kombination des Pelletfütterns und der neuen vdE Hookpaste als Hakenköder.

Sonntag, Juni 03, 2018

vom Kind zum Quax


Hallo Leser,

schon einige Male war er hier als Co-Autor aktiv und berichtete von seinem steinigen Weg zum Olymp des Angelsports - und ehe Ihr es nun aus den Sportteilen der internationalen Morgenzeitungen, aus den Newstickern der Weltpresse oder sozialen Netzwerke erfahrt, will ich Euch besser gleich vorwarnen... JA, es ist passiert... Uns Quax hats getan... Kette, Lorenz, Andy, Ronny und all die Anderen - einfach alles versammelt --- aber --- Am Ende Kann Es Nur EINEN geben... und der hiess gestern mehr denn verdient sowie erstmalig bei einer "bedeutenden" Einzelveranstaltung  --- QUAX!!!

OK - das Los passte - Ronny hatte die richtigen Ruten dabei - aber nicht den richtigen Platz dafür - also - alles auf Pelletwaggler für den Quax - und - BINGO... während in anderen Bereichen des Weihers die Fische mal wieder Verstecken spielten oder ganz einfach nicht in den Kescher wollten, brachte Günter knappe 20 Kg zur Waage - und das war mehr denn das Doppelte vom Zweiten!

HUT AB - und wieder mal ein tolles Signal sowie ein Beleg dafür, dass all das Üben sich doch lohnt... weiter so bester Quax... die Chorknaben werden sich nun wohl allmählich von Schmähgesang zu Hymne umorientieren müssen - Alle fangen Fische nur der Quax fängt nix - jedenfalls war nun endgültig "gestern"...

 und irgendwie hatte ich es doch schon am frühen Morgen kommen sehen...