Mittwoch, August 13, 2025

Montag, August 11, 2025

Petje af

Hallo in die Runde,

als Titelverteidiger der vergangenen 2 Jahre wollte ich trotz geplanter Österreichrückkehr erst am Samstagmittag dennoch nicht bei der Splash Troffee am Sonntagmorgen fehlen - es ging wie immer bei der Splash Troffe ans stuwmeer - mithin waren die Fangaussichten leider schon im Vorfeld gedämpft, was angesichts der letzten Fangergebisse wohl auch niemanden verwundern kann und darf. 11 Teilnehmer bei gleich 9 Abmeldungen sprechen wohl ebenfalls für sich. Für mich kam Platz 9 aus dem Losbeutel - das war etwa Mitte Insel - geht sicherlich schlechter wenn man bedenkt, dass heute auch auf dem ersten Stück gefischt wurde, wo es schon ein bis zwei Plätze gibt, die man lieber nicht auf der Loskugel sieht.

Mein Plan war für das stuwmeer 2025 nicht weiter aussergewöhnlich - mit der Feeder sollte die Basis über mindestens eine große Brasse gelegt werden - die Stipprute sollte dann Kleinfisch für den Unterschied sammeln - ähnlich machen das wohl 99 Prozent aller anderen Teilnehmer auch - Unterschiede gibts eher beim Intervall des Wechsels zwischen Stippe und Feeder.

Einen Auftakt nach Mass hatte mein Kollege zur rechten - Jo Schlijper auf der 8 - zweiter Wurf und Bingo - die Platte von etwa 2 Kilo war im Sack... uff - das war mal neh Ansage - zum gleichen Zeitpunkt sammelte ich gerade auf der 8 m Spur Rotaugen, die beinahe durchsichtig waren und im besten Falle 5 Gramm Durchschnittsgewicht hatten.

Nach einigen vergeblichen Versuchen mit der Feeder griff ich immer wieder zur Stippe und bei manchem Intervall stieg das Durchschnittsgewicht doch deutlich - und spätestens als dann auch die Feeder den erhofften Run brachte, war ich wieder gut im Rennen. Jo hatte zwischenzeitlich ebenfalls die Stippe zurecht gemacht - fischte jedoch im Gegensatz zu allen Anderen mit langer Schnur und schwerere Montage - zu meinem Leidwesen schien das heute die richtige Herangehensweise - denn während alle Kollegen im Sektor mit den "Winzlingen" zu kämpfen hatten, waren die Fische bei Jo doch um einges grösser.

Etwa eine Stunde vor Schluss sah ich ihn wieder leicht vorne und kämpfte schon seit geraumer Zeit wieder mit den Winzlingen - so war Jo heute nicht beizukommen und so sah ich meine realistischste Chance auf eine weitere Titelverteidigung im Fang einer weiteren Brasse mit der Feeder. Während Jo weiter auf die Stippe und Rotaugen von i.M. sicher 50 gramm setzte, blieb bei mir der erhoffte "Schnapp" leider aus - am Ende gute 700 Gramm Vorsprung bei guten 6kilo+ für Jo und runde 6 Kilo für mich - bedeutet:

SIEGER SPLASH TROFFEE 2025 - Jo Schlijper - Hut ab - oder im NL Originalton "petje af" für insbesondere eine taktisch prima Vorstellung!

Detailergebnis unter:

Ergebnis Splash Troffee 

Samstag, August 09, 2025

AUStwenty5

Angeln mit Freunden und nicht Angeln gegen Freunde - so lautet nun schon seit Jahren das Motto des vor unglaublichen 20 Jahren entstandenen deutsch-österreichischen Freundeskreises und es ist mir immer wieder eine grosse Freude, den Ritt nach Süden in Angriff zu nehmen und dort neben den Männern (und Frauen) der ersten Stunde auch die im Laufe der Zeit hinzugekommen Freunde zu treffen.

Meist zum Jahresbeginn startet die Terminplanung, denn anders als bei uns, sind die Veranstaltungen im "Land der Gelben" noch recht gut besucht und folglich zahlreich - zudem finden sich in der Gruppe hüben wie drüben natürlich auch Angler, die sich auf nationaler und internationaler Bühne messen möchten und folglich nochmals deutlich eingespannter sind - kurz und gut - bereits die Terminfindung ist eine Herausforderung und nur wer der Sache höchste Priorität einräumt, sitzt letzlich auch am Wochenende X am Wasser.

Nah dann - Ende Juli / Anfang August hiess es mal wieder für die meist aus NRW anreisenden Teilnehmer "rauf auf die A3" und auf eine staufreie Anreise hoffen - Unterkunft und Gewässer warteten schon und ausnahmsweise hatte man in Austria mal die light Version des Sommers bestellt - sprich - glühende Handteile und Dehydrierung standen dieses Jahr nicht auf der Agenda.

Ein kleines warmup zum Einstieg am Donnerstag und am Freitag gings dann schon los am "Jurassic Park Steinbrunn" - Jahr für Jahr frage ich mich, wann es soweit sein wird, dass man dort übers Wasser laufen kann - und zwar auf dem Rücken eines EINZIGEN Fisches. Sogenannte "Wieger" müssen schon beinahe her, soll dort der Zeiger heftig ausschlagen. 

 

Ein wenig mürrisch waren die Kollegen zum Beginn aber schon und zudem hatten wir beim Losen nicht wirklich das nötige Goldhändchen - die als "Schimpansenplätze" titulierten Eckplätze gingen durchweg an die Freunde aus Austria - lediglich die "Vossekuillegende" in unseren Reihen nahm am sogennnaten "linken Inselspitz" Platz und nahm mit "uns Hansi Sch." am rechten Inselspitz den One and Only Walter Sch. mittig.

Ehe ich zu den Ergebnissen komme, muss ich jedoch ein Wort zur Anlage bzw. der Bewirtschaftung loswerden, denn das, was Robert H. hier leistet, sucht zumindest hier bei uns seines Gleichen!!! Alleine im letzten Winter wurden "mal eben" ca. 35 neue Stege professionell in Eigenleistung angelegt - bester Robert - an dieser Stelle ein fettes Daumen hoch 👊👌👍👍👍- ich hoffe wir haben noch lange die Gelegenheit, auf Deiner traumhaften Anlage zu fischen!

Sieger (wenns sowas bei dem Angeln überhaupt gibt) war am Ende übrigens Tom H. - Ecke am Mönch hin oder her - Glückwunsch Tom! 

Mit knapp 1 kg dahinter war ich als Nicht Commercial-Spezialist übrigens mehr denn "recht zufrieden" 😋 😎

Tag zwei führte uns dann einmal mehr nach Wallern - ein extrem spezielles Gewässer - an manchen Stellen eher ein "Karpfenozean" mit Wassertiefen von deutlich über 10 m. Feeder ist hier meist erste Wahl und die Organisatoren hatten für uns eine Duoversanstaltung auf die Beine gestellt, bei der jeweils ein am Gewässer erfahrener Angler mit einem Angler ohne grosse Gewässererfahrung zusammen fischen sollte. Bereits das Frühstück mit dem wir dort empfangen werden, ist die Reise wert - auch hier Dank an die helfenden Hände!

Das Angeln selbst ist dort leider nicht selten vom Los geprägt - ein flach ablaufendes Ufer (so zumindest meine Erfahrung) scheint hier in jedem Falle kein Nachteil - aber Platz hin oder her - gut machten es in jedem Falle Josef und Günter, die auf einem der wenigen Plätze für die Stipprute das Höchstgewicht erzielten. Ob unser (michi und ich) Platz 13 wirklich aussichttslos war? Eher nicht, wenn man bedenkt, dass die Nachbarn auf Nummer 12 - Platz 2 erreichten. Fast wichtiger als der Sieg ist in Wallern aber, den Martherpfahl zu vermeiden, der gleich neben dem Vereinshaus errichtet wurde - die "Ehre" des dortigen Bildes (geringstes Gesamtgewicht) wurde in 2025 "El Presidente und Hansi K." zu Teil - wenn ich mich recht erinnere, stand El Presidente im Vorjahr noch ganz oben, was die Herausforderung des Gewässer vielleicht nochmals unterstreicht.

Der Abschluss des Wochenendes führt uns beinahe traditionell zu einem weiteren Duo nach Oslip. Tom Hackl und team 

setzen hier zweifelsfrei das fort, was Robert H. und team in Steinbrunn leisten - Klasse finde ich insbesondere die "Wiegegalgen" mit gleichen Waagen und Wiegesäcken, die rund um den See installiert wurden. Beim Losen sind wir "piefkes" hier ein wenig im Vorteil, denn zunächst kommen die Eckplätze und alle geraden oder ungeraden Nummern in den Beutel - erst wenn wir dann gezogen haben, kommen alle anderen Nummern dazu. Von vier Ecken losten wir somit gleich drei - die vermeintlich "Glücklichen" waren Hansi K., Günter M. und Johannes G. - doch auch Ecke ist hier nicht gleich Ecke. Das Gewässer hat einen Charakter, wie ich ihn von vielen heimischen Weiheranlagen kenne - beim freien Angeln geht auf fast allen Plätzen was - sind erstmal alle Plätze besetzt und die Kescher liegen im Wasser, werden insbesondere die Fische bis etwa 3 kilo, die sich ansonsten recht gut fangen lassen, argwöhnisch... ich erinnere mich an das Vorjahr sowie das Jahr 23 als ich bei der Veranstaltung mit Josef Summer bzw. Martin Otto zwar das jeweils höchste Gesamtgewicht erzielen konnte, doch die Stückzahl der Fische jeweils extrem gering ausfiel - das Stückgewicht dafür beiendruckend hoch war. In diesem Jahr gabs aber gleich zwei reine Austria Duos, die dem Tag ihren Stempel aufdrückten - Mit Walter Sch. und Robert H. machten die Platzkombi 40 und 39 wie im Vorjahr das Rennen - Carp-Queen Rosi Sch. und Martin O. schafften Platz 2 und meine Feeder 😖 und Michi Sch. landeten auf der 3.

Hier ein paar Bilder der Siegerehrung:

TOP 3 

Platz 1

Platz 2

Platz 3

und die weiteren Platzierten mit deutscher Beteiligung

Hansi Sch. 

Johannes G.
Günter M.
Hansi K.
  

Axel F.

Denker und Lenker der AustrianMatchAnglingAssociation AMAA - Franz Artmüller


ein weiterer 8 kg Fisch strapaziert die Feederrute am Hechtnstutzer in Oslip - im Hintergrund Duopartner Michi Schreiner, der später beim Keschern zur Seite steht (every fish counts) 


Der "Summer-See" in Wallern bot die Bühne für das Duofischen am Samstag.

 

Michi Fuchs - mein (wieder mal und immer gerne) Duo Partner am Summer See - hoffentlich auch irgendwann mal am Juliana 😋

etwa 12 kg Fisch für Hansi Sch. im Training am Donnerstag


Mein Dank geht nochmals an alle, die unserer Truppe erneut ein tolles Wochenende bereitet haben - ich hoffe sehr, dass wir den Gedanken des Angelns mit Freunden und nicht Angeln gegen Freunde noch möglichst lange sowohl auf Austria als auch auch auf unserer Seite fortsetzen können!

Besonderer Dank an Walter und Rosi Schneider für das einzigartige Geschenk zum 20ten Jubiläum des Treffens!!!

 

Dienstag, Juli 29, 2025

und wieder grüßt das Murmeltier

Weiher HUI - stuwmeer - PFUI - so ist es leider in 2025 hier im Dreiländereck... auch das letzte Wochenende bringt da nicht wirklich neue Erkenntnisse - am stuwmeer gewinnt Guus v. Mil nach zähen 6 Stunden mit vermutlich zwei Brassen und gut 4 kg - beim Nachtmarathon in Rolduc lässt Marwin Riedelbauch nichts anbrennen und verwiegt gute 3 Kescher - und selbst so mag der geneigte Leser fragen:

Wochenende mit Freunden lautet die Antwort 😎👌🍺

In Kürze dann auch wieder mehr zu eigenen Taten - obs Glanztaten werden??? abwarten....

looking forward with pleasuer - Mitte August werden die Kanalsachen entstaubt - da gehts endlich wieder mal mit Oldie but goldie Jürgen O. ans Wasser - der termin steht schon seit geraumer Zeit - Caster - Futter - Taubenm... statt Paste und Pellets oder Method - Kanal - Du bis und bleibst meine ewige Liebe💗😍 jammerschade, dass man die "Heerscharen zu Karpfenpropheten" nicht von ihren Commercials weg bekommt 👇👎😖

Sonntag, Juli 20, 2025

oh what a night

die Geschichte vom traditionellen Nachtmarathon am stuwmeer ist leider rasch erzählt, denn nach wie vor sind die Fänge dort unerklärlich schlecht - nach einigen Absagen, die wohl primär auf die schlechten Fangergebnisse der jüngsten Vergangenheit zurückzuführen waren, verblieben schlussendlich nur noch 5 Koppel, die am Samstag in die Nacht starteten. Auch Achim und ich hatten diskutiert ob es wirklich Sinn macht, doch wenn man ein solches Angeln einmal vorbereitet und eingeplant hat, fällt eine Absage natürlich umso schwerer - also ran ans Werk (sonst machts die KI 😈).

Los Nr. 2 war nicht Fisch und nicht Fleisch - zumal die vermeintlich stärksten Konkurrenten auf beiden Köpfen (also 1 und 5) sassen - da alle 5 Koppel heute im Inselsektor Platz nahmen, waren das natürlich auch echte Köpfe mit endlos Platz und Möglichkeiten.

Im Grunde kann ich nun schon zum Fazit kommen...

Bei Josef Seidl und Marwin Riedelbauch war es Josef, der die wenigen und scheinbar vom "ersten Stück" kommenden Brassen fing und sicher ins Netz brachte - Marwin machte es primär mit der Stippe nicht schlecht, sammelte dort einiges an Rotaugen und Barschen - und ergänzte zudem die 4  Grossbrassen von Josef nochmals um zwei weitere Fische - bei uns waren es (betrachtet man die Bonusfische) leider nur 3 Brassen, die wir auch noch binnen nur max. 30 Minuten - erst am frühen Morgen zwischen etwa 05:00 und 05:30 Uhr fingen. Angemerkt sei primär im Hinblick auf die bekannte stuwmeerproblematik (Welse), dass Achim gleich 7 Stück dieser Bartträger fing - alle so zwischen 1 und 2 kg - leider nicht in der Wertung. Mit dem ein oder anderen Rotauge - Barsch und Kaulbarsch waren das ca. 8,5 kg - Josef und Marwin hatten zuvor 16 kg + X verwogen - die beiden Koppel zu unserer Linken fingen insgesamt leider nur eine Brasse plus Kleinfisch - dort blieb der Zeiger dann auch schon recht früh stehen - und wenns bei dem Angeln überhaupt noch etwas Spannendes gab, dann ganz sicherlich das Wiegen bei Peter D. und J.R., denn die hatten ebenfalls 3 Brassen plus X - letztlich aber entschied die Waage zu unseren Gunsten als der Zeiger dort bei 8 kg stehen blieb...

Insgesamt leider ein weiteres stuwmeer Ergebnis in diesem Jahr, bei dem man wohl nüchtern bilanzieren muss "nicht wirklich der Mühe wert" dass sieht übrigens mein Körper nach 14 Stunden auf dem Angelhocker auch so 😟...

Stuwmeer ist und bleibt eine Wundertüte - ob es wirklich die Welse sind??? ob es das Füttern der Karpfenangler (die dazu alles Recht haben!!!) auf der anderen Seite ist, die etwa 150 bis 200 m entfernt liegt und mit der standard- feeder ausser Reichweit bleibt oder oder oder???? Es ist und bleibt ein Mega Gewässer in einem ebenso fantastischen Umfeld - doch es bleibt zu hoffen, dass irgendwann die "Lichtgestalt" um die Ecke kommt und den Masterplan für einigermassen konstante Fänge am stuwmeer mitbringt und umsetzt - ansonsten fürchte ich, dass dieses Gewässer irgendwann von der Jahresagenda verschwinden wird.