Sonntag, Juli 06, 2025

das Vorspiel

 quasi auf den letzten Drücker erhielt ich noch die Möglichkeit für einen Koppel zu melden - Rolduc sollte eigentlich am Stuwmeer angeln - doch ob der aktuell sehr schlechten Fangaussichten am "stuw" wurde das Angeln nach Rolduc verlegt - Harry Paffen konnte ich kurzfristig als Partner gewinnen und so gingen wir das Ganze an - gingen --- naja --- es war eher ein spazieren - denn so wirklich kamen wir nicht ins Rollen... weder bei Harry noch bei mir liefs nach Wunsch und so wurden es am Ende - für Rolduc - magere 17 kg - da machten es heute ALLE anderen besser - Gratulation an Marwin Riedelbauch und Josef Seidl, die das Ding deutlich mit 50kg + nach Hause geschaukelt haben. Auffallend die hohe Anzahl von 5kg + Fischen, die die beiden auf dem Zettel hatten!

Heute zum Wochenausklang dann noch ein Wettkampf in Eerenstein - wieder 28 Mann am Start - das ist prima für die Region - leider wurde es der gleiche Platz wie in der Vorwoche und auch der Kormoran war wieder unterwegs und tauchte erneut zielgerichtet in meine Montage - besser denn in der Vorwoche war ich auf den Kleinfisch eingestellt und hatte kurz vor Abfahrt noch ein entsprechend präpariertes TopSet ins Futteral gepackt - weniger gut war, dass ich glattweg übersehen hatte, dass heute auch die Feeder erlaubt war - das wäre sicher noch eine Option auf dem Platz gewesen... aber gut - es war sicher kein Angeln aus der Kategorie "hochwichtig" - also machen wir halt das Beste aus dem was im Futteral ist ... "früher" wäre ich sicher nochmal nach hause gefahren - man wird "alt" - anfangs lief das dann mit dem Kleinfisch auch ganz gut doch mit andauernder Angelzeit wurds zunehmend haklig - und noch leichter angeln war bei den stets zu erwartenden bzw. erhofften Bonusfischen keine Option - da ich den Sektor nicht wirklich einsehen konnte, wusste ich nur, dass etwa drei Plätze neben mir gleich drei Kollegen auf die Feeder setzten - und da sah ich aus dem Augenwinkel manchen Bonusfisch kommen - der übliche Brückenplatz in diesem Sektor, der zudem noch "um die Ecke" liegt, machte heute erneut wenig Freude - erst kurz vor Schluss kam dort der erste F1 - und auch die beiden Kollegen neben mir tanzten nicht gerade vor Begeisterung und verfehlten schlussendlich deutlich die Kilomarke - nachdem sich zum Ende zeigen sollte, dass die Bonusfische auf der Feeder nahezu alle von Piet Aukel kamen (der hats drauf!!!), der mit 8 kilo + deutlich den Sektor gewann, wurds für mich dann mit 2kilo+ doch noch die 2, mit der ich unter den Begleitumständen zufrieden bin.

Nächste Woche gleich zwei Koppel auf die ich mit Freude vorausschaue (und hoffentlich besser vorbereitet bin) - Richard Gralla kanns beruflich wieder mal einrichten und so werden die Waffen neu geladen um ein möglichst gutes Ergebnis auf den Wiegezettel zu setzen. Mit gemischten Gefühlen gehts dabei am Sonntag ans stuwmeer - wie ich erfahren konnte, haben sich schon 3 Koppel abgemeldet - ich hoffe es bleiben genug Meldungen (5) um den Wettkampf stattfinden zu lassen. Die Plätze auf der Wiese scheinen aktuell noch das Beste zu sein, was dort aus dem Losbeutel kommen kann... 

Dienstag, Juli 01, 2025

Danke Jan


die Zeit rast und mitunter kommen insbesondere persönliche Dinge hier im Blog doch mal zu kurz - zunächst ein Sterbefall und nun der Rückzug von Jan van Schendel als Coach der niederländischen Nationalmannschaft.

Was die Wenigsten vermutlich wissen ist, dass Jan eine sehr enge Freundschaft zu Marcel van den Eynde pflegte (beinahe sein Ziehsohn war) und über Jahre auch die Sponsoringangelegenheiten der führenden Futterschmiede in Belgien koordinierte. Auch mein / unser Kontrakt, der (ganz meinem Elefantennaturell entsprechend) seit 25 Jahren läuft, habe ich mit Jan van Schendel verhandelt. Häufig haben wir in den Folgejahren mit einem "internationalen Mix" aus deutscher - niederländischer und englischer Sprache in den heiligen Hallen in Dendermonde zusammen gesessen und über neue Entwicklungen am Angelmarkt und den sich daraus ergebenden Notwendigkeiten für das vdE Sortiment diskutiert, ehe Jan sich mehr der Entwicklung seiner eigenen Produktlinie zugewandt hat.

Als Oranje-Coach wie auch als Mensch scheute Jan nie zurück unbequem zu sein - manch festgefahrene Struktur wurde unter Ihm revolutioniert und neben der Jugendförderung geht auch der enorme Erfolg der NL Frauen mit der Speerspitze Anja de Groot nicht unwesentlich auf das Engagement und den Einsatz von Jan zurück - ein weiteres auch in Deutschland bekanntes Beispiel dürfte die Einführung der TOP-Competition als verpflichtende Sichtungsangeln für Kaderangler bzw. eben nich Einzelangler sondern Teams sein.   

Ich wünsche Jan nun eine herausragend tolle Zeit auf all seinen weiteren Wegen - ich bin mir absolut sicher, dass er beispielsweise in Irland mit der Feeder unterwegs sein wird um Ausnahmefische auch abseits der grossen Festivals zu fangen und auch an den Gewässern in NL und Belgien noch manches Ausrufezeichen setzen kann.

in ieder geval - success en gezondheid mijn vriend - en 1000-keer dank voor alles - Ik heb altijd genoten van onze tijd samen en de veele discussis rond om de vissport.

viel zu spät

 er war immer einer von denen die geradeaus waren und nicht so taten als ob...

 Ich habe dich sehr geschätzt mein Freund und schäme mich, erst jetzt die traurige Nachricht zu erfahren.

 Petri heil - auch da oben!


 

Sonntag, Juni 29, 2025

back on track

 nach dem short break und einer kurzen Arbeitswoche gings bereits am Freitagnachmittag wieder ans Wasser - Nachtkoppel mit der Stipprute stand auf dem Programm und mein langjähriger buddy Achim konnte es mal wieder einrichten. Für mich sind diese Nachtangeln stets mit körperlichen Schmerzen verbunden - aber irgendwie bin ich dann doch immer wieder gerne dabei... 

Bei einer last minute Absage blieben leider nur wenige Teilnehmer übrig - mal abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, wohl das Los unserer Zeit - blicken wir den Tatsachen ins Auge - über den Angelsport in 2125 müssen wir uns wohl nicht grosses Kopfzerbrechen machen wenn kein Wunder geschieht... die Gründe dafür sind sicherlich vielschichtig - doch ich möchte hier nicht auf den ICE der Besserwisser und hinterher doch nicht Mitmacher aufspringen sondern lieber denen danken, die sich trotz der ganzen Umstände noch engagieren!

Nun aber zurück zum Nachtangeln - aus dem Hut kam Nummer 2 - genau der Platz, den ich an dem Weiher nicht mag - milde stimmte jedoch, dass es auch hier für mich zuletzt gute Ergebnisse gab.

Anpfiff 17 Uhr bedeutete, dass es im Grunde fast ein kompletter Durchgang von ca 4 bis 5 Stunden "im Hellen" gefischt wurdfe - also bloss nicht gleich diese so gehassten unförmigen Leuchtschwimmer montieren - bei dem Format ist zwischedurch auch Zeit für nen kurzen Umbau - und das war bei dem Beissverhalten schon genau die richtige Entscheidung - denn die Fische waren extrem "finky" oder für die altdeutschen - die Bisse waren sehr "spitz" - wor schwammen zwar gut im Feld mit, doch ein klarer Führender war lange nicht auszumachen... der x-te Versuch "in the margins" brachte dann endlich den dort erhofften Erfolg - und wie so oft, waren es die "big lumbs", die sich dort rumtrieben - nun habe ich an dem See zwar schon viel erlebt, aber 3 Fische in einer Serie von ca. 15 Minuten mit 7,x - 7,x und 8,x kg waren doch schon aussergewöhnlich und verschafften zudem ein Polster zu den Verfolgern. Zum mitternächtlichen Wiegen lagen wir bei guten 50kg + und damit etwa ca 25 kg vor dem Feld. Dier Nacht wurde beinahe gewässertypisch ruhig - wenige Bisse - wenig Fisch - der Kampf mit der Müdigkeit - Fehlbisse schmerzen da nochmal so viel - der Morgen entschädigte dann mit tollen Fängen in schneller Folge und einer nochmaligen Margin-Serie zum Abschluss... zu den ca 50 kg aus Hälfte 1 kamen nochmals 70 kg dazu, was Platz 1 mit ca 55 kg Vorsprung bedeutete.

Ergebnis siehe hier           

Für Sonntag hatte der EKH dann zum Jubiläumsfischen geladen - der Verein wird in diesem Jahr 75 Jahre - da wollte ich nur ungerne fehlen - wenngleich mir gestattet sei zu erwähnen, dass ich im Nachhinein ein wenig überrascht war vom 0815 Ablauf der Veranstaltung 🙊 - losen - angeln - siegerehrung - tschüss? 

Passend zu den 75 Jahren war dann auch das Beissverhalten der Fische - früher - also vor ca 20 Jahren - wurde dort primär auf Güstern und Brassen mit Kleinfisch im beifang geangelt - heute ist es (eigentlich) ein F1 Gewässer. Doch die F1 waren mal wieder konzentriert im "kleinen Pol" - in den anderen 3 Sektoren hätte ein gezieltes Angeln auf Weissfisch gepaart mit 1 bis 2 Bonusfischen locker zum Sektorensieg gereicht! Muss ich beschreiben wie das so ist, mit einem 2 mm Gummi auf Fische von 20 bis 150 Gramm zu fischen - für die weniger fachkundigen - das ist in etwa so als würde ein 40 Tonner mit ner Abschleppstange nen Trabbi hinter sich her ziehen... dementsprechend viele Fische gingen leider verloren - Glück im Unglück - bei ner im Schwanz gehakten Brasse war das stramme Setup dann doch ganz hilfreich 😁- dank dieses ca. 1 kilo Fisches reichts dann auch noch zur 2 im Sektor B - 300 Gramm fehlen zur 1 - an Gesamtsieg ist natürlich nicht zu denken - Peter Douven - hier bereits des Öfteren erwähnt und einer der üblichen Verdächtigen wenns um die Favoritenrolle in Kerkrade geht - fängt im Sektor A ca. 21 kg - Glückwunsch dazu!    

Donnerstag, Juni 26, 2025

immer wieder Turbo

 ... es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, dass die vdE Sorten Turbo braun und schwarz zu den meist genutzten Futtersorten in Europa und weit darüber hinaus zählen.

Auch hier bei uns am Julianakanal dürften die Fische dieses Futter wohl schon als eine Art "Grundnahrungsmittel" adaptiert haben - die Namen der Angler, die mich immer wieder danach fragen und "am Juliana" zu den "man to beat" zählen, werden natürlich nicht verraten 😎

ab sofort NEU im Programm ist neben den beiden alt-vertrauten dunklen Varianten nun auch eine helle Variante - hier ein erster Eindruck:


 Das neue Turbo Geel ist etwas heller in der Farbe aber aus den gleichen Zutaten gemischt, wie ihr sie aus den vertrauten Sorten braun und schwarz kennt!