Hallo Sportfreunde,
mit einem kurzen Video aus einem der zahlreichen Karpfenaquarien der Alpenrepublik hatte ich Euch bereits den folgenden Bericht angekĂŒndigt. Nun also eine ausfĂŒhrliche Zusammenfassung der Geschehnisse im Rahmen einer besonderen Freundschaft unter Anglern aus Ăsterreich und der BRD.
Beginnen möchte ich meinen diesjĂ€hrigern Bericht mit der abgedroschenen Floskel "mein Gott - wie doch die Zeit vergeht" - denn wĂ€hrend wir in Austria noch gemeinsam ĂŒberlegt haben, seit wann wir den unregelmĂ€ssig regelmĂ€ssigen, anglerischen Austausch eigentlich nun schon praktizieren, habe ich in alten Ergebnislisten der ehemaligen PSV West Angeln (seit 2008 InterPole) des RĂ€tsels Lösung gefunden - und siehe da - der erste Besuch der "Ăsis" am Julianakanal geht schon auf das Jahr 2006 zurĂŒck, worauf bereits im Jahre 2007 der erste Gegenbesuch im Land der "immerhungrigen Karpfen" folgte. Im Grunde also in diesem Jahr schon ein kleines 15-jĂ€hriges JubilĂ€um, das es noch nachzufeiern gilt.
FĂŒr Insider sicher nicht neu, doch fĂŒr das Gros der Leser vielleicht eine Randbemerkung wert:
Das Angeln an hollĂ€ndischen KanĂ€len und das Angeln an den meist karpfenlastigen StillgewĂ€ssern unserer sĂŒdlichen Nachbarn könnte wohl unterschiedlicher kaum sein. Mithin ist also ein Höchstmass anglerischer FlexibilitĂ€t sowohl in Punkto Material als auch Taktik und Technik gefragt. In jedem Falle darf ich gerne feststellen, dass ich Das, was hierzulande aktuell unter dem Namen "Commercialfischerei" als der "neueste Schrei der Sportfischerei" quer durch facebook und Co gehuldigt wird, bereits vor etwa 15 Jahren in Ăsterreich auf höchtenm Niveau kennenlernen durfte und das Ganze dort wohl schon seit Nachkriegszeiten "nichts Besonderes" mehr ist.
Nachdem sich in den letzten Jahren ein gewisses Programm eingespielt hat, verstanden es die Gastgeber in diesem Jahr nochmal ein neues Ausrufezeichen zu setzen. An einem ehem. Baggersee nahe des Neusiedler Sees trafen wir ein weiteres "einmaliges" GewĂ€sser mit besonderen Herausforderungen vor. Commercialfischen bei völlig untypischen Wassertiefen von bis zu 10 m Metern und darĂŒber hinaus - das Ganze bei glasklarem Wasser mit Blicktiefen von sicher einem Meter. Schon die ersten Bisse der Trainingssession am Donnerstag zeigten, dass die bĂ€renstarken Fische "Höschste Konzentration" forderten - so war dann der A3-blues der sich bei der NRW Fraktion im Zuge der meist nĂ€chtlichen Anreise gerne einstellt, schnell vergessen. Auf dem gesamten Parcours sollte sich zeigen, dass bei richtiger Herangehensweise auch die nötigen Fische zu fangen waren und so konnten wir wichtige Erkenntnisse fĂŒr den Samstag sammeln.
Der offizielle Teil des Anglertreffens begann dann wie ĂŒblich am Freitag an einem GewĂ€sser im Burgenland... LosglĂŒck fĂŒr den Autor - denn der Eckplatz "am Mönch" - ist sicher nicht das Schlechteste, was an diesem See aus der Lostromel kommen kann.
Ein Blick auf den Angelplatz verrĂ€t bereits, dass hier die Hirnzellen qualmen bei all den Möglichkeiten, die dieser Platz bietet đ”
Am Ende fand ich mich mit 98 kg und wenigen Gramm hinter Austrias Karpfenlady "Rosi" wieder, die den Eckplatz (26) vis a vis gelost hatte. Davor platzierte sich ein weiterer rotweissroter Karpfenspezi, der es mit der Feeder an einer Inselecke gleich Dreistellig machte und bei ca. 120 kg landete! Nicht unerwÀhnt sollen die ca. 60 kg unseres Juniors Tim bleiben, der selbst Vater Achim heute "knacken" konnte und weit in den TOP 10 landete.

Am Samstag dann die nĂ€chste Runde am Kiessee, an dem wir am Donnerstag mit der gesamten 7-köpfigen Truppe den Trainingstag absolviert hatten. Ein wenig unerwartet erschienen dort kurz vor dem Losen weitere vier Sportfreunde aus der BRD. Es sei daher auch an dieser Stelle nochmal allen Interessenten fĂŒr diesen Anglertreff nahegelgt, sich ausschliesslich unter den bekannten E-Mail Adressen und nach den ĂŒblichen Regeln bei den Hauptorganisatoren (Schneedienst@gmx.at fĂŒr Austria / interpole@gmx.de fĂŒr die BRD) frĂŒhzeitig anzumelden und keine Meldungen ĂŒber Dritte zu platzieren.
Also dann mal los - und immer schön die Worte des grossen Tom Pickering im Hinterkopf behalten:
SIT ON THE FEEDER!
Denn sonst sind hier Feederrute samt Rolle ganz schnell "Geschichte" đČ
Trotz dieses Wissens wurde auch heute so manches "Kratzen am Hinterkopf" mit einer Einlage der rhythmischen Sportgymnastik quittiert, die durchaus olympiareife ZĂŒge besass - also ausnahmsweise keine russische Athletin mit den Keulen oder dem Band, sondern z.B. die umso sypathischere Rosi Schneider im sportlichen Gymnastikshirt an der so eben noch gefassten Feederrute wusste auch heute wieder die Kampfrichter in Ihrer nicht gar so geliebten Disziplin zu ĂŒberzeugen đ
Am Ende ĂŒbrigens ein Zielfotoentscheid, denn nur wenige Gramm trennen den Angler mit Bestwert (Martin Otto) von unserem Axel Feld - gleich dahinter folgt Johannes Gieres, der mal wieder wichtige Trainingserkenntnisse fĂŒr die ganze Truppe sammelte und daraus kein Geheimnis machte - Danke Johannes!
Die ganz grosse Menge Fisch gabs heute leider nicht ĂŒber die ganze Strecke - vor allem auf den zuvor favorisierten PlĂ€tzen kamen die Fische quasi nur "schubweise" - doch dann galt es fleissig und sauber zu drillen um auch so noch ein deutlich zweistelliges Ergebniss zu buchen. Mit knappen 30 kg reichte es so noch fĂŒr die TOP 10, wobei vor allem die zweite Halbzeit als "Totentanz" in mein persönliches Geschichtsbuch eingeht. Dennoch will ich nicht klagen - die Nachbarn warteten auf den ersten Schub Fische noch, als ich schon bei knappen 30 Kg war...
Hervorzuheben ist sowohl fĂŒr den Trainingstag als auch fĂŒr den Samstag unbedingt die herausragende Gastfreundschaft und das Engagement von Josef Summer und seinem Team (was fĂŒr die anderen Tage in gleicher Weise auch fĂŒr Robert Hechl und team gilt)!
Kuriosum am Rande - der Verein am Kiesseee verfĂŒgt ĂŒber einen "Vereins-Marterpfahl" (in diesem Jahr leider "ausser Betrieb"), an dem der Tabellenletzte der Angelveranstaltungen in der Regel ein Erinnerungsfoto erhĂ€lt đ sollten wir im nĂ€chsten Jahr wiederkommen dĂŒrfen, wĂŒsste ich schon jemanden aus unserer Truppe, der sich bei KameraprĂ€senz nur zu gerne vordrĂ€ngt und seinen Kopf sicher auch hier gerne fĂŒr einen Schnappschuss herhalten wĂŒrde đŒ
Teil drei des Anglertreffs ist dann am Sonntag schon beinahe traditionell ein "gemischtes Koppel" - nach dem Losen macht ein neuer Spitzname die Runde.. man nennt mich fortan "den Mönch" - ein Blick auf das Bild weiter oben verrĂ€t Euch, welcher Platz es erneut wurde đ
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Mit meinem Partner, dem Sportsfreund Kuso, schafften wir gemeinsam knappe 100 kg... diesmal Platz 2 in der obligatorischen Gesamtliste - Bruder Achim hatte ebenfalls die goldene Hand und loste wie im Vorjahr den Eckplatz (26) gleich vis a vis... insbesondere mit ein paar Grossfischen um die 10 kg wurden es mit Partner dort nochmal etwa 20 kg mehr - Hut ab und GlĂŒckwunsch! Axel Feld - ebenfalls mit der goldenen Loshand (Inselecke) ausgestattet, wusste auch zu ĂŒberzeugen und landete mit Robert Otto auf der Drei.
Trotzt einer gewitterbedingten Unterbrechung der Veranstaltung am Sonntag wusste die Stimmung zu ĂŒberzeugen. Martin Otto und Kollege Schreiner verdienten sich in Sachen Catering Bestnoten und die Siegerehrung durch Walter Schneider stand der Verleihung des Comedypreises einmal mehr in Nichts nach.
Auch die Reise 2021 nach Austria war fĂŒr uns eine tolle Erfahrung - das neue GewĂ€sser war Klasse und das bereits bekannte GewĂ€sser besuchen wir ebenfalls immer wieder gerne!
So kanns in den kommenden Jahren gerne weiter gehen - doch unter Abzug jeweils mindestens einer Null im Ergebnis treffen wir uns nun zunÀchst Ende September in den Niederlanden. Wir freuen uns, dass unsere Freunde aus Austria so zahlreich gemeldet haben und hoffen auf ebenso tolle Tage, wie wir sie Ende Juli in Austria erleben durften.
Danke fĂŒr Alles sagen Eure sieben Zwerge aus dem Piefkesland:
Achim, Tim, Johannes, Axel, GĂŒnther, Rony und Dieter
das "ging sich wieder mal aus"